FAZ: Die neuen Eliten am Krankenbett

Auch auflagenstarke Qualitätsmedien befassen sich bereits mit der Debatte um eine Akademisierung von Gesundheitsfachberufen. So machte die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) deutlich, dass eine Teilakademisierung, die auch der IFK unterstützt, „schon sichtbar auf dem Weg“ ist.

Der demographische und epidemologische Wandel sowie der medizinische Fortschritt implizieren eine zunehmende Komplexität des Versorgungsauftrags im Gesundheitswesen und stellen neue Anforderungen an die professionelle Handlungsfähigkeit von Physiotherapeuten und anderen Gesundheitsfachberufen. Aufgrund der raschen Entwicklung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Technologien und der stärkeren Verzahnung von Theorie und Praxis wird von Gesundheitsfachkräften teilweise mehr „Wissenschaftskompetenz“ erfordert, die es zu erwerben gilt.

Allein an Berufsfachschulen oder durch Fortbildungen wird dies nicht möglich sein. Hierzu sind primärqualifizierende Studiengänge an Fachhochschulen und Universitäten nötig, auch in Kooperation mit medizinischen Fakultäten. Während hierzulande selbst eine Teilakademisierung von zehn bis zwanzig Prozent kontrovers diskutiert wird, liegt die Akademisierungsquote in vielen Nachbarländern wie der Schweiz, Österreich, Schweden oder den Niederlanden längst bei hundert Prozent, wie die FAZ herausstellt. Deutschland hat im internationalen Vergleich eindeutig Nachholbedarf.

Der IFK spricht sich klar für bessere Qualifikationen und eine Akademisierung des Berufsstandes aus, um die Potentiale aller Physiotherapeuten zukünftig besser nutzen zu können.

Weitere Artikel

physio-NEXT: Unterstützung für eine erfolgreiche Praxisübergabe

2026 | 28.05. Eine Praxisübergabe ist ein komplexer Prozess, der frühzeitige Planung und fundierte Entscheidungen erfordert. Physio-NEXT begleitet IFK-Mitglieder von den ersten Überlegungen bis zur erfolgreichen Umsetzung. Dabei stehen sowohl organisatorische als auch wirtschaftliche und rechtliche Fragestellungen im Fokus.

GKV neu denken: mit Zusammenarbeit ans Ziel

2026 | 26.05. Mit dem geplanten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz versucht die Bundesregierung, die steigenden Kosten kurzfristig in den Griff zu bekommen, doch die vorgesehenen Maßnahmen wirken vor allem wie kurzfristige Krisenbewältigung. Dabei gibt es längst echte Lösungsvorschläge. Interprofessionelle, also berufsübergreifende Zusammenarbeit verbessert beispielsweise nachweislich Qualität und Wirtschaftlichkeit der Gesundheitsversorgung.

Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz – so setzen wir uns politisch für Sie ein

2026 | 21.05. Der am 29. April 2026 vom Bundeskabinett beschlossene Entwurf des Stabilisierungsgesetzes schlägt hohe Wellen und wird aktuell vollkommen zu Recht von allen Leistungserbringern kritisiert und abzuwenden versucht. Auch der IFK setzt sich seit Wochen beim Ministerium dafür ein, dass das Parlament von seiner Korrekturmöglichkeit Gebrauch macht. Und tatsächlich zahlt sich unsere Beharrlichkeit aus.