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Forum Nord – Neue Gesetze und die Folgen

Große Resonanz fand das 6. „Regionalforum Nord, das der IFK am vergangenen Freitag traditionsgemäß in Hamburg abhielt. Über 80 Physiotherapeuten waren zusammengekommen, um sich über aktuelle Entwicklungen und Aktivitäten des Verbands zu informieren.

Sigrid Tscharntke führte mit einer neurologischen Fortbildung in die Veranstaltung ein und referierte „Über die Kunst, die Hände im richtigen Moment wegzunehmen“. Der berufspolitische Teil begann mit einer Darstellung des aktuellen Stands der Kassenverhandlungen in den schwierigen Zeiten des Personalmangels. IFK-Referatsleiter Kassenverhandlungen und Wirtschaft, Dr. Michael Heinen, berichtete über zahlreiche Statistiken, die den Fachkräftemangel in der Physiotherapie-Branche unterstreichen und leitete daraus nicht nur die Notwendigkeit deutlich höherer Vergütungsabschlüsse ab. Im Rahmen der restriktiven gesetzlichen Vorgaben konnte er aber auch über einige positive Ergebnisse der diesjährigen Verhandlungen berichten.

Inwieweit die gesetzlichen Grundlagen schon zeitnah durch die Politik verbessert werden könnten, arbeitete die IFK-Vorsitzende Ute Repschläger anschließend heraus. Sie stellte gleich fünf Gesetzesinitiativen vor, die aktuell im Bundesgesundheitsministerium bearbeitet und die wesentliche Auswirkungen auf die Physiotherapie haben werden. Insbesondere das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz könnte u. a. bürokratische Hürden abbauen helfen. Ute Repschläger wies aber gleichermaßen darauf hin, wo die Schwächen der vorliegenden Gesetzesentwürfe liegen. Neben den vielfach zu langen Übergangsfristen ist am GKV-VSG insbesondere zu bemängeln, dass die Abschaffung der Grundlohnsummenbindung bislang noch nicht vorgesehen ist, obwohl sich zahlreiche wesentliche Politiker aus SPD und CDU bereits offen dafür ausgesprochen haben. Hier wird der IFK in der kommenden Woche noch weitere politische Überzeugungsarbeit zu leisten haben, damit endlich bessere Grundlagen für höhere Vergütungsabschlüsse vorhanden sind.

Dies wurde auch in der abschließenden Diskussionsrunde vehement von den engagierten Teilnehmern des Forums eingefordert. Gleichermaßen Thema waren dort die aktuellen Entwicklungen zum „Direct access“ in der Physiotherapie. Hierbei stellte Frau Repschläger den politischen Stand der Diskussion richtig, die in den Medien zuletzt sehr intensiv, aber teilweise verzerrt geführt worden ist. Für den IFK steht fest, dass dem Patienten für eine optimale Versorgung ein direkter Zugang zum Physiotherapeuten ermöglicht werden muss.

Das Regionalforum endete mit einem harmonischen Get Together, bei dem die vorherigen Erkenntnisse und Diskussionen noch einmal am Buffet vertieft werden konnten. Gemeinsam kommen wir Stück für Stück voran.

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