Ende der Grundlohnsummenbindung in Sicht?

War das der Durchbruch in Sachen Grundlohnsummenbindung? Der IFK kann zusammen mit den Partnern im Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) in dieser Thematik offensichtlich auf eine breite Unterstützung der SPD zählen.

Die SHV-Spitze, vertreten durch den Vorsitzenden Karl-Heinz Kellermann (VPT), Geschäftsführer Heinz Christian Esser (ZVK) und Justiziar Dr. Frank Dudda (IFK), traf dazu heute in Berlin mit Hilde Mattheis zusammen, der gesundheitspolitischen Sprecherin und Obfrau der SPD-Bundestagsfraktion im Gesundheitsausschuss.
Bei dem Treffen wurden vor allem die Themen Direktzugang, schlechte Vergütungssituation und Bürokratie erörtert. Hilde Mattheis zeigte im Gespräch großes Interesse am Thema Direct Access. Hier erwartet sie zunächst noch eine breitere Informationsbasis, hält jedoch ein solches Unterfangen für zukunftsträchtig.
Beim wichtigen Thema angemessene Vergütung zeigte Hilde Mattheis viel Verständnis für die unzureichende Situation in der Heilmittel-Branche. Vor allem erklärte sie sich dazu bereit, im Gesetzgebungsverfahren für den Wegfall der Grundlohnsummenbindung einzutreten.
Bislang bewirkt die Grundlohnsummenbindung, dass der Gesetzgeber eine jährliche Obergrenze für Vergütungserhöhungen bekannt gibt, welche Verbände und Krankenkassen in den Verhandlungen nicht überschreiten dürfen. Dieser Mechanismus ist der Hauptgrund dafür, dass notwendige Vergütungszuwächse in der Physiotherapie nicht möglich sind.
Wenn sich nun die maßgebliche Sprecherin der SPD im Gesundheitsausschuss für einen Wegfall der Grundlohnsummenbindung ausspricht, ist das ein bedeutsames Signal und nährt die Hoffnung, dass das Haupthindernis für angemessene Vergütungen noch im kommenden Versorgungsstärkungsgesetz aus dem Weg geräumt werden kann. Entscheidend wird der Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens nach Ostern sein.

Foto, von links: SHV- und ZVK-Geschäftsführer Heinz Christian Esser, SHV-Vorsitzender und VPT-Präsident Karl-Heinz Kellermann, SHV-Justiziar und IFK-Geschäftsführer Dr. Frank Dudda, Hilde Mattheis, gesundheitspolitische Sprecherin und Obfrau der SPD-Bundestagsfraktion im Gesundheitsausschuss

Weitere Artikel

Fachkräfteengpassanalyse: Physiotherapie erneut trauriger Spitzenreiter

2026 | 01.10. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat ihre Fachkräfteengpassanalyse 2025 veröffentlicht. Auch in diesem Jahr ist die Physiotherapie damit trauriger Spitzenreiter. Der Engpassindikator, der schon in den vorigen Jahren auf allerhöchstem Niveau lag, hat sich sogar noch erhöht. Über 500 Berufe betrachtet die Bundesagentur für Arbeit in ihrer jährlichen Fachkräfteengpassanalyse. 157 Berufsgattungen wird in diesem Jahr ein Fachkräfteengpass bescheinigt.

Jetzt teilnehmen: Konjunkturbefragung des BFB

2026 | 30.09. Turnusmäßig führt der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) seine Konjunkturbefragung durch. Neben der aktuellen konjunkturellen Lage dreht sich die Befragung diesmal um die Themen Freiheit, Verantwortung und Vertrauen. Zudem enthält sie zusätzliche Fragen, die sich speziell mit der Beschäftigung und Ausbildung von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen in den Freien Berufen befassen.

Tipps für den erfolgreichen TI-Anschluss

2026 | 28.09. In unserer heutigen Meldung aus der Reihe „TI: Schluss mit dem Aufschieben“ geben wir Ihnen einige Tipps an die Hand, die Ihnen den Anbindungsprozess erleichtern und dabei helfen, den Überblick zu bewahren. Zudem starten wir mit den ersten Schritten, die Sie auf dem Weg zum TI-Anschluss gehen sollten.