Barmer GEK Heil- und Hilfsmittelreport 2014

Der neue Heil- und Hilfsmittelreport 2014 offenbart große Lücken und regionale Unterschiede in der Heilmittelversorgung. So liegt die Versorgungsrate insbesondere in den westlichen Bundesländern extrem niedrig, im Saarland und in Nordrhein-Westfalen zum Beispiel nur bei knapp der Hälfte. Gemeint damit ist, dass nur in einem von zwei Fällen nach einer Diagnose, die Physiotherapie nahe legt, auch eine Verordnung durch den Arzt erfolgt ist. Sachsen-Anhalt und vor allem Sachsen erzielen dagegen eine weitgehende Versorgungsdeckung.

Der IFK sieht sich darin bestätigt, dass vor allen in Ländern wie Nordrhein-Westfalen, Saarland und Hessen die Bevölkerung immer noch nicht ausreichend mit Physiotherapie versorgt ist.
Zwar sind die Ausgaben für Physiotherapie in der Barmer GEK gegenüber dem Vorjahr um 4,59 Prozent gestiegen (2013 zu 2012), doch die Anzahl der Leistungsempfänger ist nicht wesentlich gewachsen. Vielmehr handelt es sich um intensivere Behandlungen von Leistungsnehmern, was möglicherweise unter anderem auch an der zunehmenden Zahl von chronisch Kranken liegt.
Die Hälfte der Behandlungen in der Physiotherapie bei den Barmer GEK – Versicherten erfolgen für eine Wirbelsäulenerkrankung, gefolgt von Verletzungen, Operationen und Erkrankungen der Extremitäten und des Beckens. Dabei gehen Frauen doppelt so häufig zum Physiotherapeuten wie Männer.

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