Wundheilung: Interdisziplinäre Vernetzung notwendig

Auf dem 17. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V. Ende Juni stand das Thema Evidenz und Innovation auf dem Programm. IFK-Vorsitzende Ute Repschläger hielt dort einen Vortrag über die Nahtstellen von Physiotherapie und anderen Beteiligten in der Wundtherapie. „Zur Verbesserung der Versorgung wäre es sinnvoll, wenn insbesondere ambulant tätige Physiotherapeuten im Rahmen ihrer Therapie Wunden mit versorgen könnten", so Repschläger.

In der Physiotherapie spielt die Wundheilung insofern eine Rolle, als dass Physiotherapeuten in der Praxis besonders bei der Anwendung von Lymphdrainagen mit chronischen Wunden konfrontiert werden. Im Praxisalltag erleben Physiotherapeuten jedoch häufig, dass eine optimale Versorgung der Patienten aus unterschiedlichen Gründen nicht gegeben ist. Eine Erweiterung ihrer Kompetenzen und Befugnisse sowie eine bessere interdisziplinäre Vernetzung könnte Abhilfe schaffen.
So sprach Kerstin Waldvogel-Röcker über Chancen und Risiken des interdisziplinären Arbeitens in der erfolgreichen Wundtherapie, Hauke Cornelsen über Möglichkeiten und Grenzen der Wundtherapie in der physiotherapeutischen Praxis und Penelope Kühn über die Wundtherapie in der podologischen Praxis.
Der Jahreskongress gilt als einer der wichtigsten Kongresse des Themenfelds Wundheilung im deutschsprachigen Bereich. Am Kongressprogramm waren über 130 Referenten beteiligt, dabei gab es 15 Schwerpunktthemen der Wundheilung und -behandlung wie z.B. Forschung und Innovation, Diagnostik und Therapie oder Entzündung und Infektionskrankheiten.

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