IFK-Wissenschaftspreis 2023: Ergebnisse liefern Evidenz für den Einsatz des Functional Movement Screen

Der zweite Platz des IFK-Wissenschaftspreises in der Kategorie „Masterarbeit“ ging an Katharina Anders von der HAWK Hildesheim für ihre Arbeit zur „Validierung des ‚Functional Movement Screen‘ im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung für BüromitarbeiterInnen“.

Muskuloskelettale Gesundheitsprobleme (MSB) belasten die Betroffenen, aber auch die Unternehmen. Letztere ergreifen daher im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung immer öfter Maßnahmen. Dazu werden Aussagen über die körperliche Funktionsfähigkeit benötigt. Um diese valide messen zu können, untersuchte Anders den Einsatz des „Functional Movement Screen (FMS)“ erstmals bei Büromitarbeitern. Das Screening-Tool wird bereits im Sportbereich zur Abschätzung des Verletzungsrisikos und Messung von Bewegungsasymmetrien angewandt.

In einer quantitativen Querschnittsstudie wurden bei 154 ProbandInnen Daten mit dem FMS, dem nordischen Fragebogen zu Muskel-Skelett-Beschwerden (NFB*MSB) und der selbstberichteten, körperlichen Gesundheit mit den Computer-Adaptiven Tests von PROMIS PF sowie soziodemografische Daten erhoben. 

Das Ziel ihrer Arbeit war es daher, die Konstrukt- und Strukturvalidität des FMS zu untersuchen. Für die Beantwortung der Konstruktvalidität wurde eine Zusammenhangsanalyse der Testergebnisse des FMS, NFB*MSB und PROMIS PF durchgeführt. Für die Evaluation der Strukturvalidität wurde eine explorative Faktorenanalyse und eine konfirmatorische Faktorenanalyse durchgeführt, sowie der Likelihood-Ratio-Test. Zur Bestimmung der internen Konsistenz wurde das Cronbach´s alpha bestimmt.

Anders kommt zu dem Schluss, dass die Ergebnisse Evidenz für den Einsatz des FMS-Gesamtscores bei der untersuchten Gruppe der Büromitarbeitern liefern, für definitive Aussagen jedoch weitere Forschung notwendig sei.

Wir gratulieren Katharina Anders herzlich zum zweiten Platz des IFK-Wissenschaftspreises in der Kategorie „Masterarbeit“!

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