DAK verstößt gegen geltendes Recht

Mit großem Unverständnis hat der IFK ein Schreiben der DAK zur Kenntnis genommen, mit dem sich die Kasse über Regelungen des bestehenden Rahmenvertrags hinwegsetzen möchte. So kündigt die DAK an, Verordnungen zu kürzen, die bedingt durch Krankheit oder Urlaub des Patienten/Therapeuten für mehr als 28 Tage unterbrochen werden. Für eine solche Beschränkung der Unterbrechungsfristen gibt es allerdings keine Rechtsgrundlage. Von daher sind etwaige Rechnungskürzungen ungerechtfertigt. Gemeinsam mit den anderen Verbänden des Spitzenverbands der Heilmittelverbände (SHV) hat der IFK die DAK schon aufgefordert, ihr diesbezügliches Vorgehen zu ändern. Sobald eine Stellungnahme der Kasse vorliegt, wird an dieser Stelle darüber informiert. IFK-Mitglieder, die von einer ungerechtfertigten Rechnungskürzung betroffen sind, setzen sich bitte mit der IFK-Expertenhotline (0234 97745-333) in Verbindung.

Weitere Artikel

Hanau: Physiotherapie im Dialog mit der Politik

2026 | 12.06. Im Wahlkreis Hanau & Region hatten IFK-Mitglied Eva-Maria Herrmann und ihre Kollegin Kerstin Sewczyk die Möglichkeit, im Rahmen einer Bürgersprechstunde ein Gespräch mit Bundestagsmitglied Pascal Reddig (CDU) zu führen. Insbesondere beim Thema Vergütung konnten sie deutlich machen, dass im Bereich der Physiotherapie über viele Jahre hinweg eine Unterfinanzierung bestanden hat. Hier zeigte Reddig Verständnis für die Belange der Heilmittelerbringer.

SHV: Ernüchternde Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage von Bündnis90/Die Grünen – Konkrete Lösungen für Heilmittelpraxen nicht in Sicht

2026 | 10.06. Anfang April hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eine Kleine Anfrage (Drucksache 21/5470) zu „Stand und Perspektiven zur Entbürokratisierung und Digitalisierung der Heilmittelverordnung“ eingebracht. Die Antwort der Bundesregierung liegt nun vor und zeigt aus Sicht des SHV vor allem eines: Die alltäglichen Belastungen durch überbordende Bürokratie in den Heilmittelpraxen sind durchaus bekannt – konkrete Konsequenzen bleiben bislang jedoch aus.