Beispiel für Direct Access down under

Zu australischen Physiotherapeuten kommen zum Teil mehr als die Hälfte der Patienten per Direct Access in die Praxis, also ohne Verordnung des Arztes. Jüngst wurde schon darüber berichtet, dass der Direktzugang in Australien hoch gehalten wird – und dass das Modellvorhaben des IFK international geschätzt wird.

IFK-Vorsitzende Ute Repschläger (links) hat sich das Konzept des Direct Access in Australien angesehen: Sie traf während ihres Urlaubes in Cairns auf die Physiotherapeutin Brooke Pattle (rechts), die Team Leader in der Amanda Gale Physiotherapy & Wellbeing Clinic ist. Die Physiotherapie-Praxis hat sich auf muskulo-skelettale Erkrankungen spezialisiert.
Brooke Pattle hat zur Hälfte Patienten im Direct Access, was zwar etwas weniger ist als in ihrem Heimatland Neuseeland, aber im Vergleich zu Deutschland natürlich enorm. Die wenigsten Patienten muss Brooke Pattle nach dem Erstkontakt und der entsprechenden gut dokumentierten Untersuchung zum Arzt schicken. Zwar gibt es keine standardisierte Untersuchung, doch können Physiotherapeuten selber bildgebende Verfahren wie Röntgen zur Diagnostik verwenden.

Mit der privaten Versicherung des Patienten kann die Physiotherapeutin direkt abrechnen. Der Patient kommt in die Praxis, die Patientenkarte wird durch ein entsprechendes Gerät eingelesen und die Behandlung direkt von der Versicherung freigegeben - und anschließend bezahlt. Probleme mit ausbleibenden Zahlungen kennt sie daher nicht.

Ein großer Schwerpunkt der Arbeit von Brook Pattle ist überdies Pilates unter Berücksichtigung physiotherapeutischer Aspekte. Auch der IFK bietet entsprechende Pilates-Fortbildungen an.

Weitere Artikel

Gesundheit darf kein Sparmodell sein!

2026 | 24.04. Am 16. April hat die Bundesregierung einen Entwurf für das Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung veröffentlicht. Dieser enthält Maßnahmen, die auch die Physiotherapie betreffen – uns Anlass zur Sorge geben. Unsere Bitte an Sie: Machen Sie auch Ihre Patienten auf diesen Missstand aufmerksam.

Zwei Ziele, ein Event: Das IFK-Symposium regt zum Nachdenken, Weiterbilden und Austausch an

2026 | 24.04. Ende März gab es gleich zwei gute Gründe, sich durch das Streikchaos auf den Weg zur IFK-Geschäftsstelle nach Bochum zu machen. Zum einen die Jahreshauptversammlung und zum anderen ein neues Veranstaltungsformat des IFK: Unter dem Titel „Manuelle Therapie der Schulter bei Sportlern und jungen Patienten“ lud der IFK Physiotherapeuten und Ärzte ein, sich intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen und ging damit gleich zwei Ideen nach, die sich in den letzten Jahren entwickelt hatten.