csm_Pressefoto_Therapiegipfel_68836a31bb.jpg

Voller Einsatz zur Stärkung der Heilmittelerbringer

Geballte Berufspolitik gibt es am 27. September 2018 auf dem 1. Therapiegipfel des Spitzenverbands der Heilmittelverbände (SHV) in Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eröffnet die Veranstaltung mit einem Eingangsstatement zum Heilmittelbereich. Nach der Einleitung des Ministers diskutiert der SHV-Vorstand in einer Podiumsdiskussion mit namhaften Akteuren des Gesundheitswesens über Themen wie Vergütung, Direktzugang, Akademisierung und kostenfreie Ausbildung, also die Zukunft der Heilmittelversorgung insgesamt

Köln, 31. August 2018: Was mit der Sommeraktion „Entscheidungshilfe“ des SHV begann, findet am 27. September 2018 seinen Höhepunkt: Mit dem 1. Therapiegipfel wird ein Forum geschaffen, um mit Entscheidungsträgern aus Politik, Ärzteschaft und Kostenträgern die berufliche Situation der Heilmittelerbringer zu beleuchten.

Dabei stellt vor allem die schlechte Vergütungssituation der Heilmittelerbringer ein Problem dar. Unter anderem daraus resultiert ein akuter Fachkräftemangel, der zu aktuellen Versorgungsproblemen führt. Lange Wartezeiten und fehlende Hausbesuchskapazitäten sind in vielen Praxen die Regel. Nur mit besseren Rahmenbedingungen wird die Branche wieder zukunftsfähig und so die flächendeckende und nachhaltige Patientenversorgung gesichert. Eine angemessene Vergütung ist ein wichtiger Schritt, um mehr junge Menschen für den Heilmittelberuf zu gewinnen und ebenso erfahrenen Berufsangehörigen eine Perspektive zu bieten. Dass die Ausbildung kostenfrei werden muss, hat die Koalition bereits angekündigt.

Für den SHV ist klar: Die deutlichen Vergütungserhöhungen für die Jahre 2017 bis 2019  waren ein erster wichtiger Schritt. Dennoch benötigt der Heilmittelbereich eine zusätzliche Finanzspritze von aktuell mindestens 30 %, um den Rückstand zu den Gehältern der Therapeuten im öffentlichen Dienst aufzuholen. Gut, dass die Bundesregierung mittlerweile die unzureichende Vergütung als wesentlichen Auslöser des Fachkräftemangels erkannt hat. Umso wichtiger ist es, dass die Politik nun die Weichen für die nachhaltige Sicherung der Gesundheitsversorgung stellt. Denn es geht um nicht weniger als um eine flächendeckende wohnortnahe und bedarfsgerechte therapeutische Versorgung der Patientinnen und Patienten in Deutschland.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung gibt es online unter www.therapiegipfel.de.

Kontakt:
Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) e.V.
Deutzer Freiheit 72-74
50679 Köln

Telefon +49 (0) 221 98 10 27 – 28
Telefax +49 (0) 221 98 10 27 – 24
E-Mail: presse@shv-heilmittelverbaende.de

Weitere Artikel

Hanau: Physiotherapie im Dialog mit der Politik

2026 | 12.06. Im Wahlkreis Hanau & Region hatten IFK-Mitglied Eva-Maria Herrmann und ihre Kollegin Kerstin Sewczyk die Möglichkeit, im Rahmen einer Bürgersprechstunde ein Gespräch mit Bundestagsmitglied Pascal Reddig (CDU) zu führen. Insbesondere beim Thema Vergütung konnten sie deutlich machen, dass im Bereich der Physiotherapie über viele Jahre hinweg eine Unterfinanzierung bestanden hat. Hier zeigte Reddig Verständnis für die Belange der Heilmittelerbringer.

SHV: Ernüchternde Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage von Bündnis90/Die Grünen – Konkrete Lösungen für Heilmittelpraxen nicht in Sicht

2026 | 10.06. Anfang April hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eine Kleine Anfrage (Drucksache 21/5470) zu „Stand und Perspektiven zur Entbürokratisierung und Digitalisierung der Heilmittelverordnung“ eingebracht. Die Antwort der Bundesregierung liegt nun vor und zeigt aus Sicht des SHV vor allem eines: Die alltäglichen Belastungen durch überbordende Bürokratie in den Heilmittelpraxen sind durchaus bekannt – konkrete Konsequenzen bleiben bislang jedoch aus.