IFK zu Gast bei der SPD-Fraktion Sachsen-Anhalt

Dieser Tage berichten wir an verschiedenen Stellen über das Schiedsverfahren mit der AOK Sachsen-Anhalt. Der IFK nutzte in dieser Woche die Gelegenheit, um mit einer der Regierungsparteien Sachsen-Anhalts die besonders aufreibende Situation von Physiotherapeuten in diesem Bundesland zu besprechen. Dabei konnte den Parlamentariern die konkreten Versorgungsfolgen des Fachkräftemangels in der Physiotherapie vor Augen geführt werden.

Dass ein immer größer werdender Teil der Berufsangehörigen zudem den Beruf verlässt und das Fachkräfteproblem dadurch verschärft wird, hat seine Ursachen vor allem in den derzeit schlechten Rahmenbedingungen.

Der IFK-Geschäftsführer Dr. Björn Pfadenhauer traf in Magdeburg die SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Katja Pähle, MdL und die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Dr. Verena Späthe, MdL. Die Landtagsmitglieder nahmen sich Zeit, um aus erster Hand über die Arbeitsbedingungen in der Physiotherapie informiert zu werden. Der IFK erklärte dabei die größten Baustellen: das Verhalten von Kostenträgern und die aktuelle Situation mit der AOK Sachsen-Anhalt und der IKK gesund plus, die Folgen für die Berufsangehörigen und welche Gefahren derzeit darin liegen, dass eine flächendeckende Patientenversorgung durch steigende Bedarfe und zu wenig Berufsangehörige schon jetzt nicht mehr sichergestellt werden kann.

Auch die SPD-Landtagsfraktion veröffentlichte dazu eine Pressemitteilung, die Sie hier finden.

Über die Entwicklung in Sachsen-Anhalt halten wir Sie weiterhin tagesaktuell auf dem Laufenden.

Weitere Artikel

Hanau: Physiotherapie im Dialog mit der Politik

2026 | 12.06. Im Wahlkreis Hanau & Region hatten IFK-Mitglied Eva-Maria Herrmann und ihre Kollegin Kerstin Sewczyk die Möglichkeit, im Rahmen einer Bürgersprechstunde ein Gespräch mit Bundestagsmitglied Pascal Reddig (CDU) zu führen. Insbesondere beim Thema Vergütung konnten sie deutlich machen, dass im Bereich der Physiotherapie über viele Jahre hinweg eine Unterfinanzierung bestanden hat. Hier zeigte Reddig Verständnis für die Belange der Heilmittelerbringer.

SHV: Ernüchternde Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage von Bündnis90/Die Grünen – Konkrete Lösungen für Heilmittelpraxen nicht in Sicht

2026 | 10.06. Anfang April hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eine Kleine Anfrage (Drucksache 21/5470) zu „Stand und Perspektiven zur Entbürokratisierung und Digitalisierung der Heilmittelverordnung“ eingebracht. Die Antwort der Bundesregierung liegt nun vor und zeigt aus Sicht des SHV vor allem eines: Die alltäglichen Belastungen durch überbordende Bürokratie in den Heilmittelpraxen sind durchaus bekannt – konkrete Konsequenzen bleiben bislang jedoch aus.