ARD-Magazin fakt berichtet über Branchenprobleme

Die schlechte Vergütung in den Therapieberufen führt zu immer mehr Berufsaussteigern in der Physiotherapie. Das ARD-Nachrichtenmagazin fakt ging den Ursachen auf den Grund.

„Ähnlich wie in der Pflege sind mittlerweile auch in der Physiotherapie Fachkräfte Mangelware“, hält der Beitrag fest. Die direkte Folge für Praxisinhaber: Offene Stellen können nicht besetzt werden. Dies berichtet auch das ehemalige IFK-Vorstandsmitglied Kathrin Navara aus Markkleeberg in dem Bericht.

Längere Wartezeiten für Patienten und größerer Druck für die Therapeuten sind die Folge. Das frustriert, stellt das Nachrichtenmagazin fest. Durch fehlende Fachkräfte bei gleichzeitig höherem Bedarf entstehe ein Versorgungsloch.

Das ARD-Magazin bringt die aktuellen Probleme auf den Punkt und schlussfolgert, dass Praxen nur höhere Gehälter zahlen können, wenn die einzelnen Leistungspositionen besser vergütet werden. Derweil sprach Bundesgesundheitsminister Spahn heute auf dem Berliner Hauptstadtkongress über die Situation der Pflege. Wir hoffen sehr, dass Spahn schnell erkennt, dass bei den Problemen von z. B. kleinen ambulanten Pflegediensten viele Parallelen zu denen von Physiotherapiepraxen gibt, v. a. was den Fachkräftemangel angeht.

Der Beitrag zeigt auch die Ankunft von Physiotherapeut Heiko Schneider, der im Rahmen der Aktion „Therapeuten am Limit“ eine einwöchige Fahrradtour von Frankfurt am Main nach Berlin zum Bundesgesundheitsministerium unternahm.

Den Beitrag finden Sie hier.

Weitere Artikel

Hanau: Physiotherapie im Dialog mit der Politik

2026 | 12.06. Im Wahlkreis Hanau & Region hatten IFK-Mitglied Eva-Maria Herrmann und ihre Kollegin Kerstin Sewczyk die Möglichkeit, im Rahmen einer Bürgersprechstunde ein Gespräch mit Bundestagsmitglied Pascal Reddig (CDU) zu führen. Insbesondere beim Thema Vergütung konnten sie deutlich machen, dass im Bereich der Physiotherapie über viele Jahre hinweg eine Unterfinanzierung bestanden hat. Hier zeigte Reddig Verständnis für die Belange der Heilmittelerbringer.

SHV: Ernüchternde Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage von Bündnis90/Die Grünen – Konkrete Lösungen für Heilmittelpraxen nicht in Sicht

2026 | 10.06. Anfang April hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eine Kleine Anfrage (Drucksache 21/5470) zu „Stand und Perspektiven zur Entbürokratisierung und Digitalisierung der Heilmittelverordnung“ eingebracht. Die Antwort der Bundesregierung liegt nun vor und zeigt aus Sicht des SHV vor allem eines: Die alltäglichen Belastungen durch überbordende Bürokratie in den Heilmittelpraxen sind durchaus bekannt – konkrete Konsequenzen bleiben bislang jedoch aus.