Unzureichendes Angebot der IKK Classic

In den Verhandlungen zur physiotherapeutischen Vergütung mit der IKK Classic für Sachsen und Thüringen zieht der IFK nach der ersten Verhandlungsrunde ein ernüchterndes Fazit. Die Krankenkasse bietet lediglich eine Vergütungserhöhung im Rahmen der für 2015 mindestens angestrebten Steigerungen im Westen an. Vor dem Hintergrund, dass die Preise dieser Kasse noch immer 15 Prozent unter dem Durchschnitt der Innungskrankenkassen im Westen und auch weit unter den Preisen der anderen großen Kassen in Sachsen und Thüringen liegen, ist dies ein Angebot, dass die Lücke zur Westvergütung noch vergrößern würde. Denn wenn man von einem niedrigen Niveau prozentual im selben Maße erhöht wie beim höheren Niveau, ergibt sich automatisch ein noch größerer Abstand.

Mit anderen Kassen hatte der IFK in puncto Ost-West-Angleich jüngst dagegen Fortschritte machen können. Angesichts des mittlerweile nicht mehr nur gefühlten, sondern belegten Fachkräftemangels in der Physiotherapie in Deutschland und des gleichzeitig ansteigenden Versorgungsbedarfs, insbesondere für chronische Kranke, wäre es hier an der Zeit, eine angemessene Vergütung zu finden.
Die gesamte Branche ringt darum. Solange aber die Vergütungen in einigen Vertragsgebieten Ostdeutschlands in einem zweistelligen Bereich abgeschlagen sind, manifestiert sich zudem ein Zustand, der mit gleichen Verhältnissen in Ost und West nichts zu tun hat. Die Versorgung der Patienten weiterhin sicherzustellen, wird für die Praxen unter diesen Rahmenbedingungen zunehmend schwierig.
Gegen Ende der ersten Verhandlung sagte die IKK Classic immerhin zu, intern weitere Überlegungen anzustellen und die Gespräche bei einem möglichen Folgetermin im November fortzuführen.

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