Politische Diskussionsrunde in Oldenburg

Die Problemfelder der Physiotherapie waren Gegenstand einer Diskussionsrunde in Oldenburg, zu der die Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne und Stephan Albani (CDU) aufgerufen hatten. Für den IFK waren Dr. Michael Heinen, Referatsleiter Kassenverhandlungen und Wirtschaft, sowie die Regionalvertreter Wolfgang Salhofen, Kai Fischer und Marlis Pantaleo anwesend. Letztere hatte zudem ihre Mitarbeiter Yvonne Cetinbaslar und Verena Schulz mitgebracht.

Die zunehmend überbordende Bürokratie im Praxisalltag war dann auch ein zentraler Punkt der Debatte. Dr. Kühne machte in seinem einleitenden Vortrag deutlich, dass er die IFK-Forderung nach einer Software-Lösung unterstützt. So besteht Hoffnung, dass ein entsprechender Passus, der eine Prüfung physiotherapeutischer Verordnungen bereits verpflichtend in der Ärzte-Software implementiert, im 2. Versorgungsstrukturgesetz Berücksichtigung finden wird. Das Inkrafttreten des Gesetzes wird für das Frühjahr 2015 erwartet.
 
Auch die vorrangigen IFK-Forderungen nach einer höheren Vergütung und mehr Autonomie in der Physiotherapie wurde von allen Anwesenden als dringlich angesehen. Dr. Heinen verwies hier u. a. auf das laufende Modellvorhaben des IFK mit der BIG direkt gesund, das 2015 Ergebnisse liefern wird. Es bestand große Einigkeit, dass die Gesamtheit aller Physiotherapeuten die bestehenden Probleme zusammen angehen und Verbesserungen bei Kassen und Politik gemeinsam einfordern sollte. Der IFK wird daher weiter den Dialog suchen wie in Oldenburg bei der fruchtbaren Diskussion mit den beiden Bundestagsabgeordneten. Als nächstes steht z. B. ein Besuch bei Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) an, gemeinsam mit weiteren Vertretern des Spitzenverbands der Heilmittelverbände (SHV). 

Stephan Albani und Dr. Roy Kühne (beide MdB, CDU)

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