Was tun gegen Fachkräftemangel?

Die diesjährige Vertreterversammlung des IFK machte deutlich, wie stark die Herausforderung des Fachkräftemangels die Physiotherapie umtreibt. Die Vorsitzenden der Regionalausschüsse des IFK stellten die vielschichtigen Probleme dar, mit denen die Praxisinhaber konfrontiert werden, wenn sie Personal suchen.

Die Vertreterversammlung war sich einig: Die Attraktivität des Berufs muss gesteigert werden. Und zwar in erster Linie durch eine angemessene Vergütung für die physiotherapeutischen Leistungen. In diesem Kontext erörterte die Vertreterversammlung auch die Chance, die Kopplung an die Grundlohnsumme im Rahmen des E-Health-Gesetzes zu kippen.

Breiten Raum nahm die Diskussion über das Urteil des OLG Düsseldorf zur Osteopathie ein. Die Vertreterversammlung bekräftigte die Forderung des Vorstands, durch flächendeckende Weiterbildungs- und Prüfungsordnungen der Länder für den Bereich der Osteopathie nach hessischem Muster zum einen Rechtssicherheit für die Anwendung osteopathischer Techniken durch Physiotherapeuten zu schaffen und zum anderen eine qualitätsgesicherte osteopathische Weiterbildung zu etablieren.

Im Zusammenhang mit dem gerade vom Bundestag verabschiedeten Palliativgesetz befasste sich die Vertreterversammlung intensiv mit den Möglichkeiten der Physiotherapie, dazu beizutragen, die Lebensqualität im finalen Stadium einer Erkrankung möglichst lange auf einem möglichst hohen Niveau zu halten.

Das Thesenpapier „Direktzugang - mehr Autonomie für Physiotherapeuten“ stieß auf die uneingeschränkte Zustimmung der Vertreterversammlung. Die IFK-Vorstandsvorsitzende Ute Repschläger bezeichnete die Blanko-Verordnung - entsprechend des IFK-Thesenpapiers - als Falle für die Physiotherapeuten.

Weitere Artikel

SHV-Kampagne zum GKV-Stabilisierungsgesetz: Im Gespräch mit Frank Schwabe (MdB/SPD)

2026 | 09.06. Der Spitzenverband der Heilmittelverbände e. V. (SHV) bewertet den Entwurf für das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz als erheblichen Rückschritt für die ambulante Heilmittelverordnung. Um auf die Auswirkungen und die notwendigen Korrekturen aufmerksam zu machen, führen der SHV und dessen Mitgliedsverbände derzeit zahlreiche Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern. So auch vergangene Woche in Recklinghausen.

Großes Interesse an berufspolitischen Entwicklungen beim IFK-Forum Nord in Hamburg

2026 | 08.06. Informationen aus erster Hand, persönliche Gespräche und Antworten auf offene Fragen: Die jährlich stattfindenden Regionalforen des IFK stoßen immer auf großes Interesse. Das diesjährige Forum Nord war da keine Ausnahme: Viele Interessierte kamen nach Hamburg, um sich von den IFK-Vertretern über die aktuellen berufspolitischen Themen und die Verbandsarbeit informieren zu lassen. 

GKV neu denken: Vorsorge vor Versorgung

2026 | 05.06. Die gesetzliche Krankenversicherung befindet sich in einer angespannten finanziellen Lage. Innerhalb der Gesundheitsbranche liegen konkrete Ideen für eine nachhaltige Stabilisierung der GKV-Finanzen vor. Ein wichtiger Ansatz zur langfristigen Stabilisierung des Gesundheitssystems ist beispielsweise mehr Prävention und Gesundheitsvorsorge. Viele Erkrankungen können durch Vorsorge, Aufklärung und Präventionsangebote verhindert oder zumindest abgeschwächt werden.