csm_Podium_0c908750b3.jpg

Therapeuten im Blick der Politik

Gegenüber der Bundestagsabgeordneten Jutta Eckenback (CDU, 1. v. l.) und weiteren Vertretern der Gesundheitsbranche wies die IFK-Vorstandsvorsitzende Ute Repschläger (2. v. l.) ausdrücklich auf die Notwendigkeit hin, den Beruf des Physiotherapeuten attraktiver zu machen. Unter dem Motto „Gesundheitsversorgung – Was können Therapeuten (noch) leisten?“ hatte Eckenbach zu einer Podiumsdiskussion in Essen geladen, um über eine gute und zeitgemäße Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln zu debattieren.

Ute Repschläger konnte anhand offizieller Statistiken fundiert darlegen, dass der stetig steigende Heilmittelbedarf und die rückläufigen Ausbildungszahlen in den Therapieberufen einen zunehmenden Fachkräftemangel zur Folge haben. Grund dafür sei in erster Linie die desolate Einkommenssituation der Branche, die nicht nur im Sinne der Therapeuten, sondern auch im Sinne der Patienten dringend verbessert werden müsse. Mit dem in Kürze in Kraft tretenden Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) soll immerhin die Begrenzung für Vergütungserhöhungen bis voraussichtlich Ende 2019 ausgesetzt werden.

Außerdem stellte Repschläger klar, dass der nächste logische Schritt für mehr Autonomie in der Physiotherapie Modellvorhaben zum Direktzugang und nicht eine Wiederholung bereits vorhandener Modelle zur Blankoverordnung seien – wie sie im aktuellen HHVG-Gesetzesentwurf vorgesehen sind. Schließlich führe auch der IFK bereits ein Modellvorhaben zur Blankoverordnung durch. Die Nachfrage, ob für einen Direktzugang ein akademischer Abschluss erforderlich sei, wies die IFK-Vorstandsvorsitzende klar zurück und zeigte auf, dass auch Physiotherapeuten mit einer Ausbildung in der Lage seien, eine Diagnose zu stellen.

Die Argumente überzeugten auch Jutta Eckenbach, in der Therapeuten offenbar eine weitere einflussreiche Unterstützerin gefunden haben:  „Ich habe die Heilmittelbranche auch über das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz hinaus im Blick. Für Therapeuten muss noch mehr getan werden, um die Patientenversorgung sicherstellen zu können“, zog die Bundestagsabgeordnete ein Fazit, das weiter Hoffnung macht.

Weitere Artikel

Fachkräfteengpassanalyse: Physiotherapie erneut trauriger Spitzenreiter

2026 | 01.10. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat ihre Fachkräfteengpassanalyse 2025 veröffentlicht. Auch in diesem Jahr ist die Physiotherapie damit trauriger Spitzenreiter. Der Engpassindikator, der schon in den vorigen Jahren auf allerhöchstem Niveau lag, hat sich sogar noch erhöht. Über 500 Berufe betrachtet die Bundesagentur für Arbeit in ihrer jährlichen Fachkräfteengpassanalyse. 157 Berufsgattungen wird in diesem Jahr ein Fachkräfteengpass bescheinigt.

Jetzt teilnehmen: Konjunkturbefragung des BFB

2026 | 30.09. Turnusmäßig führt der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) seine Konjunkturbefragung durch. Neben der aktuellen konjunkturellen Lage dreht sich die Befragung diesmal um die Themen Freiheit, Verantwortung und Vertrauen. Zudem enthält sie zusätzliche Fragen, die sich speziell mit der Beschäftigung und Ausbildung von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen in den Freien Berufen befassen.

Tipps für den erfolgreichen TI-Anschluss

2026 | 28.09. In unserer heutigen Meldung aus der Reihe „TI: Schluss mit dem Aufschieben“ geben wir Ihnen einige Tipps an die Hand, die Ihnen den Anbindungsprozess erleichtern und dabei helfen, den Überblick zu bewahren. Zudem starten wir mit den ersten Schritten, die Sie auf dem Weg zum TI-Anschluss gehen sollten.