eGK für Flüchtlinge minimiert Verwaltungsaufwand

Nach Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) für Flüchtlinge in einigen Bundesländern, wie Bremen, Hamburg oder Nordrhein-Westfalen, lässt sich eine positive erste Bilanz ziehen. Die eGK vereinfacht Asylbewerbern den Zugang zur medizinischen Versorgung und ermöglicht Leistungserbringern in Heilmittelpraxen eine routinierte Abwicklung.

Wie bei jedem Versicherten einer gesetzlichen Krankenkasse wird auch die eGK für Flüchtlinge bei Vorlage vom Vertragsarzt eingelesen. Durch den Einsatz der eGK ist für den Leistungserbringer anhand der vertragsärztlich ausgestellten Heilmittelverordnung nicht mehr ersichtlich und relevant, ob es sich bei dem Leistungsempfänger um einen Flüchtling handelt. Mit der eGK wird jedem Flüchtling – je nach Kommune – eine gesetzliche Krankenkasse zugewiesen, die auf dem Verordnungsmuster 13 vermerkt ist und mit der die abgegebenen Leistungen auf dem üblichen Wege abgerechnet werden.
Grundsätzlich sind Asylbewerber zuzahlungsbefreit. Entscheidend für die Handhabe in der Praxis ist und bleibt allerdings das entsprechende Kreuz bei „Gebühr pflicht.“ oder „Gebühr frei“.

In allen anderen Bundesländern erhalten Flüchtlinge, die auf die medizinische Versorgung mit Heilmitteln angewiesen sind, weiterhin eine entsprechende Verordnung auf dem Muster 13, auf dem als Kostenträger das zuständige Sozialamt angegeben wird. Der IFK berichtete über die relevanten Besonderheiten, die hierbei zu beachten sind.

Weitere Artikel

SHV-Kampagne zum GKV-Stabilisierungsgesetz: Im Gespräch mit Frank Schwabe (MdB/SPD)

2026 | 09.06. Der Spitzenverband der Heilmittelverbände e. V. (SHV) bewertet den Entwurf für das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz als erheblichen Rückschritt für die ambulante Heilmittelverordnung. Um auf die Auswirkungen und die notwendigen Korrekturen aufmerksam zu machen, führen der SHV und dessen Mitgliedsverbände derzeit zahlreiche Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern. So auch vergangene Woche in Recklinghausen.

Großes Interesse an berufspolitischen Entwicklungen beim IFK-Forum Nord in Hamburg

2026 | 08.06. Informationen aus erster Hand, persönliche Gespräche und Antworten auf offene Fragen: Die jährlich stattfindenden Regionalforen des IFK stoßen immer auf großes Interesse. Das diesjährige Forum Nord war da keine Ausnahme: Viele Interessierte kamen nach Hamburg, um sich von den IFK-Vertretern über die aktuellen berufspolitischen Themen und die Verbandsarbeit informieren zu lassen. 

GKV neu denken: Vorsorge vor Versorgung

2026 | 05.06. Die gesetzliche Krankenversicherung befindet sich in einer angespannten finanziellen Lage. Innerhalb der Gesundheitsbranche liegen konkrete Ideen für eine nachhaltige Stabilisierung der GKV-Finanzen vor. Ein wichtiger Ansatz zur langfristigen Stabilisierung des Gesundheitssystems ist beispielsweise mehr Prävention und Gesundheitsvorsorge. Viele Erkrankungen können durch Vorsorge, Aufklärung und Präventionsangebote verhindert oder zumindest abgeschwächt werden.