CDU/CSU-Positionspapier zur Heilmittelbranche

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat erstmals ein Positionspapier speziell für die Heilmittelbranche verabschiedet. Das ist vor allem dem Engagement des Abgeordneten Dr. Roy Kühne zu verdanken. Der IFK begrüßt diese Wertschätzung und wertet dies als positives Signal.

Im Positionspapier spricht sich die größte Regierungsfraktion für die zeitnahe Abschaffung der Grundlohnsummenbindung aus. Das ist ein sehr wertvolles Signal. Der explizite Hinweis auf das Versorgungsstärkungsgesetz fehlt allerdings noch.
Auch das Thema Direct Access soll weiter verfolgt werden, allerdings erst über den Zwischenschritt der Blankoverordnung, was der IFK nicht für zielführend hält. Denn damit würde die Steuerungsfunktion des Arztes zunächst weiter zementiert. Zudem soll die Vorhaltung von Praxisräumen für Mitarbeiter abgeschafft werden. Die Folgen der Maßnahme in dieser Form sollten jedoch zuvor noch im Detail ausführlich diskutiert werden.

Sehr positiv: Entgegen der bisherigen Gesetzesentwürfe sagt die CDU/CSU zu, dass die Heilmittelerbringer doch noch im neuen E-Health-Gesetz berücksichtigt werden. Der momentane Entwurf lässt die Heilmittelerbringer bislang außen vor, obwohl die entsprechende Technik in einem IFK-Pilotprojekt bereits erprobt wurde.

Weitere Artikel

Hanau: Physiotherapie im Dialog mit der Politik

2026 | 12.06. Im Wahlkreis Hanau & Region hatten IFK-Mitglied Eva-Maria Herrmann und ihre Kollegin Kerstin Sewczyk die Möglichkeit, im Rahmen einer Bürgersprechstunde ein Gespräch mit Bundestagsmitglied Pascal Reddig (CDU) zu führen. Insbesondere beim Thema Vergütung konnten sie deutlich machen, dass im Bereich der Physiotherapie über viele Jahre hinweg eine Unterfinanzierung bestanden hat. Hier zeigte Reddig Verständnis für die Belange der Heilmittelerbringer.

SHV: Ernüchternde Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage von Bündnis90/Die Grünen – Konkrete Lösungen für Heilmittelpraxen nicht in Sicht

2026 | 10.06. Anfang April hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eine Kleine Anfrage (Drucksache 21/5470) zu „Stand und Perspektiven zur Entbürokratisierung und Digitalisierung der Heilmittelverordnung“ eingebracht. Die Antwort der Bundesregierung liegt nun vor und zeigt aus Sicht des SHV vor allem eines: Die alltäglichen Belastungen durch überbordende Bürokratie in den Heilmittelpraxen sind durchaus bekannt – konkrete Konsequenzen bleiben bislang jedoch aus.