csm_3-internet_608d077a5b.jpg

Vorerst letzter Verhandlungstermin zwischen GKV und Physiotherapeuten

„Im Moment kann niemand vorhersagen, in welche Richtung sich die Verhandlungen zu den bundeseinheitlichen Verträgen entwickeln werden“, blickt Ute Repschläger, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten (IFK), auf den – vorerst – letzten Verhandlungstermin zwischen Vertretern der Physiotherapieverbände und dem GKV-Spitzenverband am 11. September 2020.

Aufgrund eines aus Sicht der Physiotherapieverbände inakzeptablen Angebots des GKV-Spitzenverbands wurde der letzte Verhandlungstag am 27. August kürzlich ergebnislos abgebrochen. Nach der rund zweiwöchigen Pause kommen die Verhandlungsparteien nun erneut in Berlin zusammen.

 

Auf der Agenda stehen die Themen Vergütung, Therapiezeiten, Zeiten für die Vor- und Nachbereitung einer Behandlung sowie die neuen Positionen in den Leistungsbeschreibungen. Ein breites Portfolio, zumal die Parteien in einigen Punkten sehr weit auseinander liegen.

 

 

„Wir sind gespannt, ob die Krankenkassen ihr Angebot nochmals überdacht haben und uns nun einen Vorschlag unterbreiten werden, über den es zu diskutieren lohnt“, so Repschläger. Neben ihr werden Dr. Björn Pfadenhauer, IFK-Geschäftsführer, und Dr. Michael Heinen, Leiter des IFK-Referats Wirtschaft und Kassenverhandlungen, am Verhandlungstermin teilnehmen.

 

 

Ob es nach diesem Treffen noch eine weitere Zusammenkunft der Parteien geben wird, entscheiden die Vertreter während des Verhandlungstags. Wenn sich die Physiotherapieverbände und der GKV-Spitzenverband nicht einig werden, wird eine unabhängige Schiedsstelle über die offenen Verhandlungspunkte entscheiden.

 

 

 

 

 

Das IFK-Verhandlungsteam (v. l.): Ute Repschläger, IFK-Vorstandsvorsitzende, Dr. Björn Pfadenhauer, IFK-Geschäftsführer, und Dr. Michael Heinen, Leiter IFK-Referat Kassenverhandlungen und Wirtschaft.

 

Weitere Artikel

#IrgendwasMitGesundheit: Pflege- und Gesundheitsfachberufe im Überblick

2026 | 10.08. Ohne die Menschen, die in den Pflege- und Gesundheitsfachberufen arbeiten, geht in unserem Gesundheitswesen gar nichts. Unter dem Hashtag #IrgendwasMitGesundheit stellt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) gemeinsam mit Partnern aus dem Gesundheitswesen in den sozialen Medien die verschiedenen Berufe vor. Auch der IFK ist dabei und informiert über den Beruf des Physiotherapeuten.

Digitalisierung mit Mehrwert: IFK fordert eine zukunftsfähige elektronische Heilmittelverordnung

2026 | 06.08. Die Digitalisierung des Gesundheitswesens wird seit Jahren als Meilenstein für eine moderne und effiziente Versorgung angekündigt. Doch gerade bei der Vorbereitung der elektronischen Verordnung (eVO) für Heilmittelerbringer zeigt sich, wie groß die Lücke zwischen politischen Zielsetzungen und der Realität im Versorgungsalltag noch immer ist. Laut Gesetz soll die eVO zum 01.06.29 verpflichtend eingeführt werden. Auch wenn diese Frist erst vor Kurzem nach hinten verschoben wurde, bleibt die digitale Entwicklung aktuell hinter den Erwartungen zurück. 

Es bleibt spannend: Berufspolitisches Update beim Regionalforum in München

2026 | 05.08. Der Beschluss des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes, der Wechsel von Gesundheitsministerin Nina Warken ins Kanzleramt sowie die Benennung von Carsten Linnemann zum neuen Bundesgesundheitsminister – in den letzten Wochen war gesundheitspolitisch einiges los. Entsprechend umfangreich fiel das Branchenupdate aus, das IFK-Mitglieder im Rahmen des Regionalforums Süd erhielten.