csm_Wanka_Friedrichs_Web_3f79b8d0b1.jpg

Bildungsministerin Wanka besucht Gesundheitscampus

Die Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka hat im Rahmen ihrer Sommerreise zum Thema „Zukunft des Lebens im Alter“ den Bochumer Gesundheitscampus besucht. Die CDU-Ministerin betonte in der Hochschule für Gesundheit (hsg), ihr Engagement für eine stärkere Akademisierung der Gesundheitsfachberufe, die aufgrund des demografischen Wandels umso dringender gebraucht werden.

In ihren einleitenden Worten hob hsg-Präsidentin Prof. Dr. Anne Friedrichs die Relevanz und die Chancen hervor, die das direkte Netzwerk auf dem Gesundheitscampus bietet und stellte auch den IFK als Nachbarn und Kooperationspartner der Hochschule vor. Der Gesundheitscampus Bochum ist mit zahlreichen öffentlichen Einrichtungen und innovativen Unternehmen ein deutschlandweit einmaliger Kompetenzraum für das Gesundheitswesen.

Auf ihrer Sommerreise besucht die Bildungsministerin Wanka neun weitere ausgewählte Forschungsstandorte in ganz Deutschland. Bei ihrer Station in Bochum wies sie auf den großen Forschungsbedarf im Bereich der Gesundheitswissenschaften und Versorgungsforschung hin. Außerdem thematisierte sie die Empfehlungen des Wissenschaftsrates zu hochschulischen Qualifikationen für das Gesundheitswesen, die sie klar unterstütze.

„Wir sind derzeit noch hinterher, wenn es um die Akademisierung in Gesundheitsfachberufen geht. Es ist auch die Frage, welche Konzepte wir aus anderen Ländern übernehmen können, z. B. aus den Niederlanden“, so Wanka. Im Nachbarland ist nicht nur die Akademisierung der Gesundheitsfachberufe viel weiter vorangeschritten, sondern auch der Direktzugang gelebte Praxis.

Zwei Professoren der hsg stellten der Ministerin verschiedene Forschungskonzepte vor und wiesen dabei auch auf die Problematik des drohenden Fachkräftemangels in den Gesundheitsfachberufen hin. Wie sich zeigte, ist sich Wanka der Problematik durchaus bewusst: „Es ist wichtig, die Gesundheitsversorgung insbesondere im ländlichen Raum zu gewährleisten. Die Herausforderung ist, möglichst schnell und viel auszubilden, um dem Bedarf gerecht zu werden.“

Jetzt gilt es, dass auf die Worte auch Taten folgen und die Politik entsprechende Anreize für den physiotherapeutischen Nachwuchs schafft.

Weitere Artikel

SHV nimmt Stellung zum Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen

2026 | 09.10. Der Spitzenverband der Heilmittelverbände hat gestern seine Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen veröffentlicht und in das parlamentarische Verfahren eingebracht. Mit dem Gesetz sollen die Digitalisierung des Gesundheitswesens weiterentwickelt, digitale Prozesse ausgebaut und der Austausch von Gesundheitsdaten verbessert werden.

Der elektronische Heilberufsausweis: Beantragung und Bestellung

2026 | 08.10. Da es sich bei der TI um ein geschlossenes Netz handelt, zu dem nur registrierte und authentifizierte Nutzer Zugang erhalten, müssen Sie sich als dafür berechtigte Person ausweisen. Dies geschieht mit dem eHBA, dem elektronischen Heilberufsausweis. Wie und wo Sie diesen beantragen, erfahren Sie in unserer heutigen Meldung aus der Reihe „TI: Schluss mit dem Aufschieben“.

K wie Kommunikation: Reden oder Schweigen bei der Praxisübergabe?

2026 | 06.10. Sie wollen innerhalb der kommende Jahre Ihre Physiotherapiepraxis auf- oder abgeben? Mit unserer Reihe „Praxisübergabe-ABC“ bekommen Sie einen ersten Überblick, welche Punkte Sie bei der Umsetzung und Planung beachten sollten. Heute: K wie Kommunikation. Reden und Schweigen – welches Schwermetall zu welcher Handlung passt, da scheiden sich die Geister. Doch was gilt beim Thema Praxisübergabe?