IKK Berlin/Brandenburg verlängert Initiative zur Befundposition

Am 1. Juli wird das Modellvorhaben „Einstieg in eine Befundposition“ von IFK, VPT, ZVK sowie der IKK Berlin/Brandenburg nach den positiven Rückmeldungen seitens Physiotherapeuten wie Patienten um ein weiteres Jahr verlängert.

Bisher ist für die Befundung kaum Zeit, geschweige denn eine Entlohnung eingeplant. Das Pilotprojekt mit der IKK Brandenburg und Berlin hingegen sieht eine zusätzliche Vergütung in Höhe von 13 Euro vor. Der Physiotherapeut untersucht den Patienten dabei entsprechend der ärztlichen Diagnose und beachtet die Symptome.

Die Verlängerung des Modellvorhabens um ein weiteres Jahr zeigt, dass die Bedeutung einer fundierten Befundung für weitere Behandlungen grundsätzlich erkannt wurde. Eine Befundposition gewährleistet nicht nur qualitativ hochwertigere Therapien, sondern es wäre auch eine bessere Compliance der Patienten zu erwarten, da mehr Zeit für Erklärungen zur Verfügung steht. Die fortschreitende Professionalisierung des Berufs ermöglicht zudem bessere physiotherapeutische Diagnosen, für die mehr Zeit als bisher benötigt wird. Dieses Potenzial sollte genutzt werden. Erste Ergebnisse einer Umfrage des IFK unter seinen Mitgliedern in Brandenburg und Berlin belegen, dass sowohl Patienten als auch Therapeuten diese Vorteile sehr zu schätzen wissen.

Mit dem Start des Pilotprojekts im April 2014 konnten die Berufsverbände in Kooperation mit der IKK Brandenburg und Berlin erstmalig eine vertragliche Regelung zum Einstieg in eine Befundposition für Physiotherapeuten abschließen. Damit setzte der IFK mit seinen Partnern erneut Maßstäbe in der Interessenvertretung der Physiotherapie und ebnete den Weg für eine weitere Qualitätssteigerung in der Behandlung und der Vergütung der physiotherapeutischen Untersuchung.

Wie es ab Sommer 2016 weitergehen wird, werden konkrete Verhandlungen im Januar ergeben. Bis dahin führt die IKK Berlin/Brandenburg nähere Datenerhebungen bei ihren Mitgliedern durch, um fundierte Erkenntnisse zu erlangen. Ziel ist es, eine eigenständige Befundposition zu etablieren, die der zunehmenden Professionalisierung des Berufsbildes Rechnung trägt.

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