Überschüsse bei allen Kassenarten

Die gesetzlichen Krankenkassen stehen finanziell gut da. Im 1. Quartal 2016 erzielten sie einen Überschuss von 406 Millionen Euro, wie das Bundesgesundheitsministerium aktuell vermeldet. Dabei verzeichneten sämtliche Kassenarten ein positives Finanzergebnis. Der Ausgabenanteil für Heilmittel verharrt hingegen auf gewohnt niedrigem Niveau bei rund drei Prozent.

Die Finanz-Reserven der Krankenkassen stiegen bis Ende März 2016 insgesamt auf knapp 15 Milliarden Euro. Die gesetzliche Krankenversicherung profitiert von der positiven Lohn- und Beschäftigungsentwicklung und konnte die Einnahmen je Versicherten um 4,3 Prozent steigern, während die Ausgaben je Versicherten lediglich um 3,2 Prozent gestiegen sind. „Mit 15 Milliarden Finanz-Reserven stehen die gesetzlichen Krankenkassen auch im Jahr 2016 auf einer sehr soliden Grundlage. Durch Augenmaß bei notwendigen Leistungsverbesserungen sowie mehr Prävention und Strukturverbesserungen machen wir unser Gesundheitswesen zukunftsfest und stärken nachhaltig seine Finanzierbarkeit“, beteuert Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

Die größten Ausgabenzuwächse im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres verzeichneten die Krankenkassen im Bereich der Präventionsleistungen. Da die Kassen mit dem neuen Präventionsgesetz verpflichtet wurden, ihr bisher sehr geringes Engagement in betrieblichen und nicht-betrieblichen Lebenswelten deutlich auszubauen, stiegen die Ausgaben von rund 73 auf rund 106 Millionen Euro und damit um rund 45 Prozent. Besonders für die Prävention in nicht-betrieblichen Lebenswelten stiegen die Ausgaben enorm – um satte 196 Prozent, von 9 auf 27 Millionen Euro.

Um seinen Mitgliedern eine größere Teilhabe an dem Topf für Präventionsleistungen zu ermöglichen, baut der IFK sein Engagement in exklusive Projekte der betrieblichen Gesundheitsförderung weiter aus. Ziel dabei ist neben einer adäquaten Vergütung, dass IFK-Mitglieder ihre Kompetenzen im Präventionsbereich bestmöglich einbringen können.

Eine umfangreiche Übersicht zur GKV-Finanzentwicklung finden Sie hier.

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