Schluss mit Modellstatus

Gemeinsam mit weiteren Verbänden hat der IFK ein Forderungspapier unterzeichnet, um das Hochschulstudium in Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Hebammenwesen jetzt in ein reguläres Bildungsangebot zu überführen. Als Vertreter dieser Berufsgruppen fordern wir den Gesetzgeber und die politischen Entscheidungsträger einheitlich auf, die berufsqualifizierenden Studiengänge für diese Gesundheitsfachberufe aus dem derzeitigen Modellstatus gemäß Modellklauselgesetz (BGBl I Jg 2009 Nr. 64 vom 2.10.2009) zu lösen.

Die Modellstudiengänge haben sich in ihrer Erprobungsphase als machbar und erfolgreich erwiesen. Die Verankerung des Hochschulstudiums als reguläre Form der Berufsbildung in den Berufsgesetzen ist aus Sicht der Hochschulen und der Schulen im Gesundheitswesen sowie der Berufsverbände und ihrer Dachverbände die notwendige Konsequenz aus der positiven Evaluation der Modellstudiengänge. Nur so ist es möglich, das Potential der Heilmittelerbringer und Hebammen für die gesundheitliche Versorgung, ihre Anschlussfähigkeit in Wissenschaft und Forschung, ihre Handlungsautonomie und Kooperationsfähigkeit und damit auch die Attraktivität der Berufe auf dem Bildungs- und Arbeitsmarkt zu sichern.

Die Unterzeichner fordern daher, die hochschulische Ausbildung der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie sowie des Hebammenwesens regelhaft und zeitlich unbegrenzt in den Berufsgesetzen zu verankern. Wie beispielsweise auch die Kooperation zwischen IFK und der ebenfalls auf dem Gesundheitscampus NRW ansässigen Hochschule für Gesundheit (hsg) zeigt, ergeben sich für Physiotherapeuten aktuelle und neue Tätigkeitsfelder mit wachsendem und komplexem Verantwortungsprofil, die es mit einer etablierten professionalisierten Ausbildung zu meistern gilt.

Für Gespräche, Fragen und Zusammenarbeit steht Ihnen die IFK-Geschäftsstelle gern zu Verfügung.

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