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Reges Interesse an aktuellen berufspolitischen Themen beim Forum Ost in Leipzig

Auch dieses Jahr lud der IFK im September die Mitglieder zum Forum Ost nach Leipzig. Rund 70 interessierte Physiotherapeuten kamen, um ein Update in Sachen Berufspolitik zu erhalten und an der angeschlossenen Fortbildung teilzunehmen.

IFK-Vorstandsvorsitzende Ute Repschläger warf zu Beginn einen Blick auf die Arbeit der Geschäftsstelle. Besonderes Augenmerk legte sie dabei auf den Relaunch des IFK-Auftritts, der mit der neuen Verbandsinternetseite den nächsten Meilenstein erreicht hat. Auch der neue IFK-Mitgliedernewsletter wurde noch einmal vorgestellt. Interessierte Mitglieder können sich dafür unkompliziert auf der Internetseite anmelden.

Ein weiterer großer Themenbereich sind die Verhandlungen mit den Kostenträgern. Repschläger gab einen Überblick, wie solche Verhandlungen überhaupt ablaufen, welche Beteiligten in den Prozess involviert sind und resümierte die jüngsten Verhandlungsergebnisse. Das Scheitern der Vergütungsverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband kam dabei natürlich ebenso zur Sprache wie die erfolgreich abgeschlossenen Verhandlungen mit der DGUV sowie mit den Gesetzlichen Krankenkassen zur Videotherapie. Auch zu offenen Verhandlungsthemen wie der Blankoverordnung oder der Anlage Weiterbildung gab es einen Zwischenstandsbericht. Den aktuellen Stand der Klageverfahren gegen die Schiedssprüche stellte IFK-Geschäftsführer Dr. Björn Pfadenhauer vor.

Besonderes Augenmerk legten Repschläger Pfadenhauer auf die im Koalitionsvertrag der Ampelregierung enthaltenen Aussagen zur Gesundheitspolitik. Ein Aspekt, der bereits an Fahrt aufgenommen hat, ist die Novellierung des Berufsgesetzes und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung. Diese sollten eigentlich bereits in der letzten Legislaturperiode überarbeitet werden, wurden jedoch von „Corona“ ausgebremst. Nun hat das Bundesgesundheitsministerium das Verfahren zum Berufsgesetz wieder aufgenommen und bei den Berufsverbänden eine weitere Befragung durchgeführt. Die Teilnehmer des Forums zeigten reges Interesse an diesem Thema und diskutierten vor allem das Für und Wider einer Akademisierung der Physiotherapie.

In einem zweiten Präsentationsteil stellte Pfadenhauer die aktuellen Entwicklungen im Bereich Digitalisierung vor. Auch wenn die ersten Anwendungen der sogenannten Telematikinfrastruktur (TI) für Physiotherapiepraxen erst 2026 verpflichtend sein werden, ist es sinnvoll, sich schon jetzt mit dem Themenbereich auseinanderzusetzen. Pfadenhauer erläuterte die wichtigsten Begrifflichkeiten der TI und skizzierte einen idealen Prozess der vollständig digitalisierten Verordnung inklusive deren Abrechnung mit der Krankenkasse. Da jedoch die Entwicklung der TI noch nicht so weit fortgeschritten ist, gibt es für Physiotherapeuten keinen akuten Handlungsbedarf. Der IFK unterstützt die Verantwortlichen bei der Entwicklung der Anwendungen der Telematikinfrastruktur und wird seine Mitglieder entsprechend informieren.

Die jährlich stattfindenden IFK-Foren bieten den Mitgliedern in Ost-, Süd- und Norddeutschland die Möglichkeit, Vertreter von IFK-Geschäftsstelle und -Vorstand persönlich zu treffen, sich über die neuesten Verbandsentwicklungen zu informieren und dringende Fragen zu stellen. Das Forum Ost, das stets in Leipzig stattfindet, lockte wieder viele Interessierte an. Traditionell können die Teilnehmer vor den Vorträgen der Verbandsvertreter einer fachlichen Fortbildung beiwohnen. In diesem Jahr referierte Prof. Dr. Bernhard Elsner von der SRH Hochschule für Gesundheit in Gera zum Thema Physiotherapie in der Neurologie. Im Vortrag stellte er die aktuelle Evidenz zur Diagnostik, Prognose und Therapie in der neurologischen Physiotherapie vor. Dabei konzentrierte er sich auf häufig vorkommende Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson und Multiple Sklerose.

Weitere Impressionen der Veranstaltung finden Sie in der Bildergalerie zum Forum Ost.

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