Evaluation der Heilmittel-Richtlinie: SHV bringt sich beim Heilmittel-Fachtag des G-BA ein

Vergangene Woche lud der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) zum Heilmittel-Fachtag nach Berlin ein, um die Evaluationsergebnisse zur Reform der Heilmittel-Richtlinie und des Heilmittelkatalogs von 2019 vorzustellen. Zu den eingeladenen Gästen zählten auch die Vorstände des Spitzenverbands der Heilmittelverbände e. V. (SHV), wobei die SHV-Vorsitzende Manuela Pintarelli-Rauschenbach (VPT) den Spitzenverband sowohl mit einem Fachvortrag als auch in der Podiumsdiskussion aktiv repräsentierte. Ebenfalls vor Ort für den SHV waren Katrin Schubert (dbs), Ute Repschläger (IFK), Jeannette Polster (BV für Podologie), Andrea Rädlein (Physio Deutschland) sowie Stephan Olbrich (dbl) und Irini Tsangaveli (DVE – beide nicht auf dem Foto). Der SHV begrüßte die intensive Beteiligung der Heilmittelerbringer am gesamten Verfahren, die in dieser Form bisher nicht selbstverständlich war.

In einem vielseitigen Programm ging der G-BA der Frage nach, ob das primäre Ziel – die bedarfsgerechte Versorgung der Patientinnen und Patienten zu stärken und die Leistungserbringer zu entlasten – mit der Reform erreicht wurde. Von besonderem Interesse waren für den SHV hierbei die verschiedenen Sichtweisen der Krankenkassen, Vertragsärzte und Leistungserbringenden und die Zukunft der Heilmittelversorgung, die Barbara Geiger, Leiterin der Abteilung Gesundheitsversorgung, Krankenversicherung, Bundesministerium für Gesundheit, in ihrem Vortrag skizzierte. 

Auch der Spitzenverband hatte Gelegenheit, seine Position umfassend darzulegen: Manuela Pintarelli-Rauschenbach, Vorsitzende des SHV, beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit der Weiterentwicklung der Heilmittelversorgung aus Sicht der Leistungserbringenden und legte dabei vor allem den Fokus auf eine stärkere Therapieautonomie, um die Berufsattraktivität zu steigern und Entbürokratisierung mithilfe von schlanken, digitalen Prozessen umzusetzen, damit wieder mehr Zeit für die eigentliche Arbeit am Patienten bleibt.

Weitere Artikel

BMG-Spitzengespräch zum Bürokratieabbau: Zentrale Forderung schafft es ins Maßnahmenpapier

2026 | 16.07. Am Rande der Debatten rund um das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz fand in der letzten Woche noch ein weiteres zukunftweisendes Gespräch in Berlin statt. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hatte zum Spitzengespräch „Bürokratieabbau“ geladen. Zum limitierten Teilnehmerkreis gehörte auch der Spitzenverband der Heilmittelverbände e. V. (SHV), für den Ute Repschläger und Manuela Pintarelli-Rauschenbach aus dem SHV-Vorstand vor Ort waren. 

„Notbremse“ GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen: Hoffnung auf nachhaltige Strukturreformen bleibt

2026 | 15.07. Das gewaltige Vorhaben, gegen dessen Umsetzung sich der IFK gemeinsam mit dem SHV in den letzten Wochen eingesetzt hat, ist nun beschlossene Sache. Bundestag und Bundesrat haben am 10. Juli 2026 das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen und nehmen damit bewusst gravierende Folgen für Patienten und Leistungserbringer in Kauf, um das erwartete Defizit der GKV zu schließen. Eigentliche Strukturreformen müssen folgen.