Aktuelle Zahlen zeigen fortschreitenden Fachkräftemangel

Der IFK warnt seit längerem vor einem drohenden Fachkräftemangel in der Physiotherapie. Die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit untermauern nun die Erfahrungen aus der Praxis, dass es für selbstständige Physiotherapeuten immer schwieriger wird, neue Mitarbeiter zu finden.

Derzeit gibt es nur 2.341 arbeitssuchende Physiotherapeuten in Deutschland, denen bundesweit jedoch 3.386 offene Stellen gegenüberstehen.

Diese Entwicklung wird auf Dauer auch die medizinische Versorgung gefährden. Nur durch eine deutliche Aufwertung der Physiotherapie könnte dem entgegengewirkt werden. Eine Ausweitung der Kompetenzen durch Einführung des Direktzugangs kann hierzu einen wertvollen Beitrag leisten. Besonders dringlich sind aber auch finanzielle Anreize, damit sich der Weg in die Physiotherapie für junge Leute wieder lohnt. Aufgrund der niedrigen GKV-Vergütungen können an angestellte Physiotherapeuten derzeit Gehälter nur auf niedrigem Niveau gezahlt werden, die bei weitem nicht ausreichen, um die fachliche Qualität der Arbeit angemessen zu vergüten.

Der IFK fordert daher weiterhin von der Politik, die Bindung an die Grundlohnsumme aufzuheben und somit angemessene Vergütungserhöhungen in der Physiotherapie zu ermöglichen.

Weitere Artikel

physio-NEXT: Unterstützung für eine erfolgreiche Praxisübergabe

2026 | 28.05. Eine Praxisübergabe ist ein komplexer Prozess, der frühzeitige Planung und fundierte Entscheidungen erfordert. Physio-NEXT begleitet IFK-Mitglieder von den ersten Überlegungen bis zur erfolgreichen Umsetzung. Dabei stehen sowohl organisatorische als auch wirtschaftliche und rechtliche Fragestellungen im Fokus.

GKV neu denken: mit Zusammenarbeit ans Ziel

2026 | 26.05. Mit dem geplanten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz versucht die Bundesregierung, die steigenden Kosten kurzfristig in den Griff zu bekommen, doch die vorgesehenen Maßnahmen wirken vor allem wie kurzfristige Krisenbewältigung. Dabei gibt es längst echte Lösungsvorschläge. Interprofessionelle, also berufsübergreifende Zusammenarbeit verbessert beispielsweise nachweislich Qualität und Wirtschaftlichkeit der Gesundheitsversorgung.

Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz – so setzen wir uns politisch für Sie ein

2026 | 21.05. Der am 29. April 2026 vom Bundeskabinett beschlossene Entwurf des Stabilisierungsgesetzes schlägt hohe Wellen und wird aktuell vollkommen zu Recht von allen Leistungserbringern kritisiert und abzuwenden versucht. Auch der IFK setzt sich seit Wochen beim Ministerium dafür ein, dass das Parlament von seiner Korrekturmöglichkeit Gebrauch macht. Und tatsächlich zahlt sich unsere Beharrlichkeit aus.