Bewegungstherapie bleibt zentrale Säule der Versorgung

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Anforderungen für das Disease-Management-Programm (DMP) Chronischer Rückenschmerz aktualisiert. 

Im Rahmen des Stellungnahmeverfahrens begrüßte der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV), dem der IFK angehört, insbesondere die Nennung von körperlichem Training in dem DMP-Programm. Besonders positiv bewertet der SHV, dass die angeleitete Bewegungstherapie weiterhin als wesentliche Behandlungsmaßnahme beschrieben wird. Zu den ausdrücklich genannten Therapieoptionen gehören die Krankengymnastik, die Krankengymnastik am Gerät sowie die Krankengymnastik im Wasser. Gleichzeitig stellt das DMP klar, dass aktivierende Maßnahmen im Vordergrund stehen und ausschließlich passive Therapiekonzepte nicht zur Anwendung kommen sollen.

Das DMP betont explizit die entscheidende Rolle körperlicher Aktivität bei der Verbesserung der Funktionsfähigkeit sowie bei der Vermeidung und Verkürzung von Schmerzepisoden. Patienten sollen zu regelmäßiger Bewegung motiviert und über die positiven Auswirkungen körperlicher Aktivität aufgeklärt werden. Zudem soll dem sogenannten Angst-Vermeidungs-Verhalten entgegengewirkt werden, das Betroffene häufig davon abhält, sich ausreichend zu bewegen.

Hintergrund:

DMP-Programme sollen die Versorgung chronisch kranker Menschen verbessern und die Behandlung zwischen verschiedenen Versorgungsbereichen koordinieren. Die Anforderungen an DMP-Programme werden vom G-BA festgelegt und regelmäßig aktualisiert. Die Umsetzung erfolgt über regionale Verträge zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern, die vorab vom Bundesamt für Soziale Sicherung geprüft werden. Neben dem DMP chronischer Rückenschmerz hat der G-BA Vorgaben für weitere Erkrankungen, unter anderem Adipositas, Brustkrebs und COPD festgelegt. Als stellungnahmeberechtige Organisation wird, der SHV bei geplanten Änderungen dieser DMP-Programme angefragt werden und kann somit auch zukünftig die Expertise der unterschiedlichen Heilmittelerbringer platzieren. 

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