Jubiläumsfeier KBV und KZBV sowie AOK-Herbstfest: Auch der IFK zählte zu den Gästen

Diesen Herbst luden die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) zu einem ganz besonderen Festakt nach Berlin ein: Denn vor 70 Jahren hat der Gesetzgeber die Selbstverwaltung von Ärzten und Zahnärzten initiiert und ihr Verantwortung für die Gesundheitsversorgung übertragen. Dieses Jubiläum galt es gemeinsam mit den Gästen zu feiern – dazu zählte auch Ute Repschläger, Vorstandsvorsitzende des IFK.

Ein zentrales Thema, das nicht nur in den Reden von KBV-Chef Andreas Gassen und KZBV-Vorstandsvorsitzendem Martin Hendges aufgegriffen wurde, sondern auch Bestandteil eines aktuellen Positionspapiers der KBV und KZBV ist, war die Forderung nach mehr Freiräumen bei der Gestaltung der Versorgung. „Geben Sie uns die Freiheit zurück, die wir brauchen“, wandte sich Gassen an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, die allerdings aus gesundheitlichen Gründen abgesagt hatte und durch Staatssekretär Tino Sorge vertreten wurde. Hendges bemängelte ebenfalls Eingriffe der Politik und die zahlreichen Gesetze, die den ursprünglichen Entscheidungs- und Gestaltungsspielräume der Selbstverwaltung einschränken würden. „Umso erfreulicher“ sei es für den Vorstandsvorsitzenden, dass Warken offen gegenüber Gesprächen mit der Selbstverwaltung sei.

Hendges bemängelte ebenfalls Eingriffe der Politik und die zahlreichen Gesetze, die den ursprünglichen Entscheidungs- und Gestaltungsspielräume der Selbstverwaltung einschränken würden. „Umso erfreulicher“ sei es für den Vorstandsvorsitzenden, dass Warken offen gegenüber Gesprächen mit der Selbstverwaltung sei.

Ihren Berlinaufenthalt nutzte die IFK-Vorstandsvorsitzende außerdem, um gemeinsam mit Dr. Björn Pfadenhauer, IFK-Geschäftsführer, am darauffolgenden Abend das Herbstfest der AOK zu besuchen. Vor rund 300 Gästen aus Politik, Verbänden und Krankenkassen, darunter Dr. Christos Pantazis, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, eröffnete die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands, Dr. Carola Reimann, die Feierlichkeit.

In ihrem Grußwort äußerte sie Zweifel, dass im Herbst noch mit großen politischen Beschlüssen zu rechnen sei: „Trotz der unzähligen Beschwörungen herbstlicher Dynamik ist derzeit leider nicht mehr mit schnellen Entscheidungen zu rechnen. Wir erwarten ein zähes Ringen um Kompromisse – mit eher ungewissem Ausgang.“ Reimann betonte die akute Finanzlage der GKV und forderte rasche sowie konkrete Reformmaßnahmen. Sie kritisierte insbesondere, dass die Politik seit Jahren versicherungsfremde Leistungen auf die GKV abwälze und sich trotz des Wissens um diesen untragbaren Zustand nichts ändere.

Als Hoffnungsschimmer sieht sie das pragmatische Vorgehen bei der Pflegeentbürokratisierung, doch blieben die Herausforderungen groß: „Es sind durchgreifende Maßnahmen nötig, die dauerhaft wirken.“ Für Repschläger und Pfadenhauer boten beide Veranstaltungen mit ihrer vielfältigen Gästeschar aus Politik, Gesundheitswesen und Krankenkassen hervorragende Gelegenheiten, die Belange der Physiotherapie in informellen Gesprächen aufzuzeigen und nötige Hintergrundinformationen zu geben.


Bildnachweis

Bild 1: v. l.: Ute Repschläger (IFK-Vorstandsvorsitzende), Dr.  Klaus Reinhardt (Präsident der Bundesärztekammer), Dr. Florian Reuther (Direktor des PKV-Verbands).

Bild 2: v. l.: Prof. Dr. Clarissa Kurscheid (figus GmbH), Stefanie Stoff-Ahnis (Stellvertretende Vorstandsvorsitzende GKV-SV), Ute Repschläger (IFK-Vorstandsvorsitzende), Marcus Schneider (Leiter der Abteilung Gesundheit GKV-SV), Dr. Björn Pfadenhauer (IFK-Geschäftsführer).

Weitere Artikel

Fachkräfteengpassanalyse: Physiotherapie erneut trauriger Spitzenreiter

2026 | 01.10. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat ihre Fachkräfteengpassanalyse 2025 veröffentlicht. Auch in diesem Jahr ist die Physiotherapie damit trauriger Spitzenreiter. Der Engpassindikator, der schon in den vorigen Jahren auf allerhöchstem Niveau lag, hat sich sogar noch erhöht. Über 500 Berufe betrachtet die Bundesagentur für Arbeit in ihrer jährlichen Fachkräfteengpassanalyse. 157 Berufsgattungen wird in diesem Jahr ein Fachkräfteengpass bescheinigt.

Jetzt teilnehmen: Konjunkturbefragung des BFB

2026 | 30.09. Turnusmäßig führt der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) seine Konjunkturbefragung durch. Neben der aktuellen konjunkturellen Lage dreht sich die Befragung diesmal um die Themen Freiheit, Verantwortung und Vertrauen. Zudem enthält sie zusätzliche Fragen, die sich speziell mit der Beschäftigung und Ausbildung von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen in den Freien Berufen befassen.

Tipps für den erfolgreichen TI-Anschluss

2026 | 28.09. In unserer heutigen Meldung aus der Reihe „TI: Schluss mit dem Aufschieben“ geben wir Ihnen einige Tipps an die Hand, die Ihnen den Anbindungsprozess erleichtern und dabei helfen, den Überblick zu bewahren. Zudem starten wir mit den ersten Schritten, die Sie auf dem Weg zum TI-Anschluss gehen sollten.