Vom Ruhrgebiet bis nach Bayern – Der (Heil-)Berufsausweis in der Offensive

Im Zuge der Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur müssen neben den Ärztinnen und Ärzten u.a. auch weitere Gesundheitsfachberufe auf spezifische Daten der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) zugreifen können. Aus diesem Grund wird in einem Pilotprojekt in Bochum derzeit die Ausgabe von Heilberufsausweisen an Physiotherapeutinnen und -therapeuten erprobt. Aktuelles zum Projekt zeigen die beteiligten Partner nun auf zwei Veranstaltungen im September: dem ExpertenFORUM „Physiotherapie in der Offensive“ in München und dem Fachkongress „IT-Trends Medizin/Health Telematics“ in Essen.

Im Umgang mit medizinischen Daten werden hohe Anforderungen an Datenschutz und Informationssicherheit gestellt. Es muss sichergestellt werden, dass nur autorisierte Personen Zugang zu den behandlungsrelevanten medizinischen Informationen erhalten. Mit Hilfe des elektronischen (Heilberufs-)ausweises (eHBA/eBA) können sich Ärztinnen und Ärzte sowie sonstige Gesundheitsfachberufe authentifizieren, auf die notwendigen Daten zugreifen und eine qualifizierte elektronische Signatur vornehmen. Bereits seit 2009 werden in Nordrhein-Westfalen zu diesem Zweck elektronische Arztausweise von den Ärztekammern ausgegeben. Die Ausgabe der Ausweise für die sonstigen Gesundheitsfachberufe soll in Zukunft das länderübergreifende elektronische Gesundheitsberuferegister (eGBR) mit Sitz auf dem Gesundheitscampus NRW in Bochum übernehmen.

Um mögliche Ausgabeprozesse und Anwendungsszenarien für das geplante eGBR zu erproben, wird derzeit in Bochum ein Pilotprojekt für die Berufsgruppe der Physiotherapeutinnen und -theapeuten umgesetzt. Durchgeführt wird das Projekt von der ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH mit Unterstützung des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten –IFK e. V., der Atos Worldline GmbH und der opta data Gruppe. Geplant ist, dass sich die ersten 1.000 Physiotherapeutinnen und -therapeuten noch in diesem Jahr über den Pilot-eHBA ausweisen können. Beantragt werden kann der Pilot-Ausweis von allen Mitgliedern des IFK über die Website des IFK, über opta data oder über den Internetauftritt des eGBR.  

Von den aktuellen Projektfortschritten können sich Interessierte nun gleich auf zwei Veranstaltungen überzeugen. Am 19. September 2013 präsentiert sich das Projekt auf dem „ExpertenFORUM für Physiotherapeuten: Physiotherapie in der Offensive“ in der Münchener Allianz Arena. Ein abwechslungsreicher Mix aus wirtschaftlichen und therapeutischen Themen, kombiniert mit anwendungsorientierten Beispielen geben Impulse für die Arbeit in der Praxis. In der darauffolgenden Woche, am 25. September 2013, präsentieren die Partner das Projekt auf dem Fachkongress „IT-Trends Medizin/Health Telematics“ im Congress Center Süd der Messe Essen. So stellen Lars Treinat (ZTG) und Dr. Frank Dudda (IFK) aktuelle Projektergebnisse im Rahmen des Fachforums „Nutzerorientierte Anwendungen für Ausweise im Bereich der sonstigen Gesundheitsfachberufe (eHBA/eBA)“ (11:00 – 13:00 Uhr) vor. Für Fragen und Anregungen stehen Ihnen die Projektpartner anschließend am ZTG-Stand in der Begleitausstellung zur Verfügung.

Informationen zum ExpertenFORUM und zum IT-Fachkongress finden Sie auf den Veranstaltungswebseiten http://www.physiotherapie-in-der-offensive.de/ und http://it-trends-medizin.de/.

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