Finanzkommission: SHV macht konkrete Eingaben

Am 29. November 2025 hat der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) auf Anfrage konkrete Eingaben an die vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) eingesetzten „FinanzKommission Gesundheit“ gemacht.

Die Finanzkommission sammelte bis Ende November 2025 in Form einer Online-Umfrage mögliche Verbesserungsvorschläge, die effektiv im Hinblick auf Versorgungspotenziale und die Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems sein könnten. Insbesondere Einsparpotenziale sollen damit erhoben werden. Dieser Aufforderung ist der SHV nachgekommen und hat dabei konkrete Aspekte für den Heilmittelbereich sowie für weitere Bereiche benannt.

Zentrale Optimierungsvorschläge des SHV für den Heilmittelbereich sind:

  • Versorgung stärken durch Heilmittel
  • Ausbau interprofessioneller Zusammenarbeit
  • Änderung der derzeitigen Verordnungspraxis (eVo)
  • Intensivierung Präventionskurse nach 20 SGB V
  • Ausbildungsreform und Novellierung der Berufsgesetze

Für andere Bereiche hat der SHV zur Sicherung der Beitragsstabilität in der Gesetzlichen Krankenversicherung folgende Kernthemen aufgegriffen und erläutert:

  • Versicherungsfremde Leistungen aus Bundesmitteln finanzieren
  • Verwaltungskosten senken
  • Primärversorgung einführen
  • Einführung Direktzugang bei Heilmittelerbringern
  • Ambulante Versorgung vor stationärer Reha
  • Verordnung von Hilfsmitteln und DiGAs durch Heilmittelerbringer
  • Vermeidung und Verschiebung von Operationen

Zum Hintergrund

Ende September 2025 fand die konstituierende Sitzung der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingesetzten FinanzKommission Gesundheit statt. Der Arbeitsauftrag an die Kommission lautet: Erarbeitung von Maßnahmen für umfassende Reformen zur Finanzstabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Bereits Ende März 2026 und damit auf Bitte der Bundesgesundheitsministerin ein Jahr früher als von der Bundesregierung vorgesehen, soll die FinanzKommission Gesundheit Vorschläge unterbreiten, um die Krankenversicherungsbeiträge ab 2027 zu stabilisieren – und zwar ohne Beitragserhöhungen. Insgesamt hat das Gremium zehn Mitglieder. Als Vorsitzender der Kommission wurde Prof. Dr. Wolfgang Greiner gewählt. Er ist Professor für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement an der Universität in Bielefeld.

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