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MdB Jürgen Hardt bei Physiotherapie Keller

Wo drückt in der Physiotherapie derzeit der Schuh? Um sich davon ein Bild zu machen, besuchte Jürgen Hardt, MdB, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, das IFK-Mitglied Doris Keller in ihrer Praxis in Wuppertal.



Die IFK-Regionalausschussvorsitzende nutzte gern die Chance, dem CDU-Politiker Einblicke in ihren Praxisalltag zu gewähren. Schnell wurde dabei klar, wie sehr der Fachkräftemangel die Abläufe einschränkt. „Wir könnten viel mehr Patienten annehmen, wenn wir mehr Therapeuten einstellen könnten“, beklagt Keller. Doch der Fachkräftemarkt sei quasi leergefegt.

Das liege laut Keller auch an der geringen Vergütung, die die Krankenkassen für physiotherapeutische Leistungen bezahlen. Dadurch seien die Verdienstmöglichkeiten in der Physiotherapie leider sehr überschaubar. Hinzu komme in vielen Regionen immer noch das Schulgeld, das angehende Physiotherapeuten für ihre Ausbildung bezahlen müssen. „Das macht unseren eigentlich sehr schönen Beruf gerade für junge Leute leider nicht sehr attraktiv“, bedauert sie.

Mit Hardt sprach sie zudem darüber, wie hoch der bürokratische Aufwand in einer Physiotherapiepraxis sei. Da diese Verwaltungstätigkeiten nicht von den Krankenkassen bezahlt würden, sei das nicht nur zeitraubend, sondern auch ein finanzieller Faktor.

Außerdem erinnerte sie Hardt an die Forderung des IFK, dass die Politik endlich Modellvorhaben zum Direktzugang ermöglichen soll. „Im Direktzugang könnten wir Patienten viel schneller helfen und so ihre Leidenszeit verkürzen“, so Keller. Wären Patienten schneller wieder arbeitsfähig, hätte das zudem positive Auswirkungen auf das Sozialsystem. „Deshalb ist es wichtig, dass wir den Direktzugang im Modellvorhaben erproben können“, brachte sie es auf den Punkt.


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