Osteopathie

Unter dem Dach der Osteopathie tummeln sich derzeit eine Vielzahl verschiedener Behandlungskonzepte. Sie divergieren teilweise erheblich, denn die Inhalte und Umfänge sind mitunter höchst fantasievoll gewählt. Schon dadurch wird eine Definition von Osteopathie in Deutschland – aber auch weltweit – verhindert. Gedeihen kann dieser Wildwuchs in Deutschland jedoch nur, weil es keine einheitlichen Vorgaben zur Weiterbildung in der Osteopathie gibt. Diese Situation ist nicht nur unbefriedigend, sie gefährdet aus Sicht des IFK vor allem die Patientensicherheit und die Behandlungsqualität. Höchste Zeit also, dass sinnvolle gesetzliche Regelungen installiert werden.

Die Berufsverbände der Physiotherapeuten, der Orthopäden und die Bundesärztekammer fordern daher in einer gemeinsamen Pressemitteilung, die osteopathische Therapie mit 60 Unterrichtseinheiten in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Ausbildung von Physiotherapeuten zu verankern.

In einem aktualisierten Positionspapier weist der IFK mit Nachdruck darauf hin, dass ein eigener Beruf Osteopath nicht erforderlich ist, da Physiotherapeuten prädestiniert sind, die Osteopathie auszuüben.

Bereits 2013 forderte der IFK als zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin (DGMM) in einer gemeinsamen Pressemitteilung, dass die Weiterbildung in osteopathischen Verfahren aufbauend auf die Zertifikatsweiterbildung in Manueller Therapie für Physiotherapeuten bundesweit gesetzlich geregelt werden muss.

In 2016 sind im IFK-Fachmagazin „physiotherapie“ außerdem ein Artikel der Rubrik Recht (PT 1/16) sowie der Rubrik Berufspolitik (PT 4/16) zur Thematik Osteopathie erschienen.

Bereits 2012 hat der IFK gemeinsam mit der Ärztevereinigung für Manuelle Medizin (ÄMM) ein gemeinsames Positionspapier „Osteopathie“ erarbeitet, auf dessen Basis der IFK ein qualifiziertes Fortbildungscurriculum entworfen hat.