FAQs von Patienten

Was ist zu tun, wenn ein Rezept falsch ausgestellt wurde?

Der Physiotherapeut muss prüfen, welche Fehler gemacht wurden und bei welcher Krankenkasse Sie versichert sind. Daraufhin kann geklärt werden, ob Sie den verordnenden Arzt nochmals kontaktieren müssen. Für diesen Fall wird der Therapeut Ihnen ggf. eine kurze Information über die erforderlichen Änderungen mitgeben, sodass Sie Ihre Behandlung nach der notwendigen Korrektur mit der aktualisierten Verordnung beginnen können. Manche Änderungen können auch im Laufe der Behandlung erst eingeholt werden. Wann diese Möglichkeit besteht, kann Ihnen ebenfalls der Physiotherapeut beantworten.

Typische Rezeptfehler, bei denen Sie den Arzt erneut kontaktieren müssen:

  • Heilmittel: Das verordnete Heilmittel muss zu Ihrer Diagnose passen.
  • Diagnosegruppe: Durch diese wird Ihre Diagnose einer bestimmten Gruppe zugeteilt, nach der der Arzt das Heilmittel auswählen muss. Auch die Diagnosegruppe muss zur restlichen Verordnung passen.

Wann wird eine Zuzahlung für die Physiotherapie fällig?

Jeder Versicherte über 18 Jahren ist grundsätzlich zuzahlungspflichtig. Der anfallende Betrag (10 Euro Rezeptgebühr + 10-prozentiger Anteil der Behandlungskosten) wird mit der ersten physiotherapeutischen Behandlung fällig. Der Physiotherapeut wird Ihnen darüber eine Quittung ausstellen.
Ausgenommen von der Zuzahlung sind Schwangere, deren Beschwerden aufgrund der Schwangerschaft entstanden sind sowie Patienten mit einem Befreiungsausweis.


Was passiert, wenn ich einen Termin verpasse?

Wenn Sie einen Termin nicht mindestens 24 Stunden vorher absagen, kann Ihnen die Behandlung gemäß § 615 BGB privat in Rechnung gestellt werden, obwohl Sie diese nicht wahrgenommen haben. Die Höhe der Ausfallgebühr bemisst der Therapeut nach der Vergütung, die er eigentlich von der Krankenkasse für diese Behandlung bekommen hätte.

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Was kostet eine Behandlung für Privatpatienten?

Die Vergütung für eine Behandlung auf Basis einer privatärztlichen Verordnung beruht auf einem Behandlungsvertrag, der zwischen Ihnen und dem Physiotherapeuten vereinbart wird. Verbindliche Vorgaben für die Vergütung physiotherapeutischer Heilbehandlungsmethoden gibt es nicht.
Der Physiotherapeut rechnet auf Grundlage des Behandlungsvertrags direkt mit Ihnen ab. Die Kostenerstattung durch eine private Krankenversicherung oder durch eine Beihilfestelle ist hiervon unabhängig. Fragen Sie am besten vorab Ihren Therapeuten, dann können Sie zunächst mit Ihrer privaten Krankenversicherung oder der Beihilfestelle in Kontakt zu treten, um die Kostenübernahme zu klären.

Wie lange muss eine KG-Behandlung dauern?

Die sogenannte Regelbehandlungszeit für eine Maßnahme der Physiotherapie ist in der Leistungsbeschreibung festgehalten. Jeder Therapeut muss sich bei Verordnungen für gesetzlich Versicherte daran halten. Für eine allgemeine Krankengymnastik hat der Physiotherapeut in der Regel einen Spielraum zwischen 15 und 25 Minuten. In diesen Zeitrahmen fallen neben der Durchführung der eigentlichen Therapieleistung u. a. auch das Aufstellen des individuellen Behandlungsplans, Hilfestellungen beim An-und Ausziehen sowie das Ausstellen der Verlaufsdokumentation und ggf. der Mitteilung an den verordnenden Arzt.

Wie wird eine Doppelbehandlung durchgeführt?

Sollte Ihr Arzt explizit eine Doppelbehandlung verordnet haben, verdoppelt sich die Behandlungszeit, nicht aber die Menge an Therapieeinheiten. Wenn zum Beispiel 6x Krankengymnastik als Doppelbehandlung verordnet wurde, wird Ihr Physiotherapeut 3 Termine mit Ihnen vereinbaren. An diesen Tagen wird die Krankengymnastik dann zweimal hintereinander, also als Doppelbehandlung durchgeführt.

Bis wann muss meine Heilmittelverordnung begonnen werden und was passiert, wenn ich die Behandlung einmal unterbrechen muss?

Grundsätzlich muss die Verordnung innerhalb von 28 Kalendertagen begonnen werden. Ausnahme: Hat Ihr Arzt auf Ihrer Verordnung das Feld „Dringlicher Behandlungsbedarf“ angekreuzt, so ist mit der Behandlung bereits innerhalb von 14 Kalendertagen zu beginnen.
Sollten Sie diese Frist nicht einhalten können, können Sie Ihren Arzt darum bitten, das Ausstellungsdatum der Verordnung zu ändern oder Ihnen eine neue Verordnung auszustellen.
Da es immer einmal vorkommen kann, dass die Behandlung unterbrochen werden muss, darf die Verordnung ohne Angabe von Gründen bis zu 14 Kalendertage unterbrochen werden. Mit einer entsprechenden Begründung (z. B. Krankheit oder Urlaub), darf die Unterbrechung aber auch länger andauern.
Wichtig ist aber: Insgesamt hat Ihre Verordnung eine Gültigkeit von i. d. R. drei Monaten ab dem ersten Tag der Behandlung. Nach diesem Zeitraum muss Ihr Therapeut die Behandlung leider abbrechen und Sie benötigen eine neue Verordnung.
Ausnahme: Sofern Sie von Ihrem Arzt eine Verordnung mit mehr als sechs Behandlungseinheiten erhalten haben, darf die Verordnung bis zu sechs Monate lang andauern.