FAQs von Patienten

Was ist zu tun, wenn ein Rezept falsch ausgestellt wurde?

Der Physiotherapeut muss prüfen, welche Fehler gemacht wurden und bei welcher Krankenkasse Sie versichert sind. Daraufhin kann geklärt werden, ob Sie den verordnenden Arzt nochmals kontaktieren müssen. Für diesen Fall wird der Therapeut Ihnen ggf. eine kurze Information über die erforderlichen Änderungen mitgeben, sodass Sie Ihre Behandlung nach der notwendigen Korrektur mit der aktualisierten Verordnung beginnen können. Manche Änderungen können auch im Laufe der Behandlung erst eingeholt werden. Wann diese Möglichkeit besteht, kann Ihnen ebenfalls der Physiotherapeut beantworten.

Typische Rezeptfehler, bei denen Sie den Arzt erneut kontaktieren müssen:

  • Spätester Behandlungsbeginn: Dieser muss eingetragen werden, falls die Behandlung nicht innerhalb von 14 Kalendertagen nach Ihrem Arztbesuch begonnen werden kann.
  • Art der Verordnung: Das Kreuz muss korrekt gesetzt sein, zum Beispiel bei Erstverordnung oder Folgeverordnung
  • Heilmittel: Das verordnete Heilmittel muss zu Ihrer Diagnose passen.
  • Indikationsschlüssel: Durch diesen wird Ihre Diagnose einer bestimmten Gruppe zugeteilt, nach der der Arzt das Heilmittel auswählen muss. Auch der Indikationsschlüssel muss zur restlichen Verordnung passen.

Wann wird eine Zuzahlung für die Physiotherapie fällig?

Jeder Versicherte über 18 Jahren ist grundsätzlich zuzahlungspflichtig. Der anfallende Betrag (10 Euro Rezeptgebühr + 10-prozentiger Anteil der Behandlungskosten) wird mit der ersten physiotherapeutischen Behandlung fällig. Der Physiotherapeut wird Ihnen darüber eine Quittung ausstellen.
Ausgenommen von der Zuzahlung sind Schwangere, deren Beschwerden aufgrund der Schwangerschaft entstanden sind sowie Patienten mit einem Befreiungsausweis.


Was passiert, wenn ich einen Termin verpasse?

Wenn Sie einen Termin nicht mindestens 24 Stunden vorher absagen, kann Ihnen die Behandlung gemäß § 615 BGB privat in Rechnung gestellt werden, obwohl Sie diese nicht wahrgenommen haben. Die Höhe der Ausfallgebühr bemisst der Therapeut nach der Vergütung, die er eigentlich von der Krankenkasse für diese Behandlung bekommen hätte.

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Was kostet eine Behandlung für Privatpatienten?

Die Vergütung für eine Behandlung auf Basis einer privatärztlichen Verordnung beruht auf einem Behandlungsvertrag, der zwischen Ihnen und dem Physiotherapeuten vereinbart wird. Verbindliche Vorgaben für die Vergütung physiotherapeutischer Heilbehandlungsmethoden gibt es nicht.
Der Physiotherapeut rechnet auf Grundlage des Behandlungsvertrags direkt mit Ihnen ab. Die Kostenerstattung durch eine private Krankenversicherung oder durch eine Beihilfestelle ist hiervon unabhängig. Fragen Sie am besten vorab Ihren Therapeuten, dann können Sie zunächst mit Ihrer privaten Krankenversicherung oder der Beihilfestelle in Kontakt zu treten, um die Kostenübernahme zu klären.


Wie lange muss eine KG-Behandlung dauern?

Die sogenannte Regelbehandlungszeit für eine Maßnahme der Physiotherapie ist in der Leistungsbeschreibung festgehalten. Jeder Therapeut muss sich bei Verordnungen für gesetzlich Versicherte daran halten. Für eine allgemeine Krankengymnastik hat der Physiotherapeut in der Regel einen Spielraum zwischen 15 und 25 Minuten. In diesen Zeitrahmen fallen neben der Durchführung der eigentlichen Therapieleistung u. a. auch das Aufstellen des individuellen Behandlungsplans, Hilfestellungen beim An-und Ausziehen sowie das Ausstellen der Verlaufsdokumentation und ggf. der Mitteilung an den verordnenden Arzt.


Wie wird eine Doppelbehandlung durchgeführt?

Sollte Ihr Arzt explizit eine Doppelbehandlung verordnet haben, verdoppelt sich die Behandlungszeit, nicht aber die Menge an Therapieeinheiten. Wenn zum Beispiel 6x Krankengymnastik als Doppelbehandlung verordnet wurde, wird Ihr Physiotherapeut 3 Termine mit Ihnen vereinbaren. An diesen Tagen wird die Krankengymnastik dann zweimal hintereinander, also als Doppelbehandlung durchgeführt.


Bis wann muss meine Heilmittelverordnung begonnen werden und was passiert, wenn ich die Behandlung einmal unterbrechen muss?

Grundsätzlich muss die Verordnung innerhalb von 14 Kalendertagen begonnen werden. Sollten Sie diese Frist nicht einhalten können, kann Ihr Therapeut Sie darüber aufklären, ob die Möglichkeit besteht, einen späteren Behandlungsbeginn mit dem Arzt abzusprechen, sodass die Verordnung weiterhin Gültigkeit hat.
Da es immer einmal vorkommen kann, dass die Behandlung unterbrochen werden muss, darf die Verordnung ohne Angabe von Gründen bis zu 14 Kalendertage unterbrochen werden.
Sollte die Unterbrechung länger andauern, wird der Therapeut aufgrund Ihrer Kassenzugehörigkeit prüfen, ob die Verordnung mit einer entsprechenden Begründung (z. B. Krankheit oder Urlaub) weiterhin gültig ist oder ob Sie sich erneut beim Arzt vorstellen müssen, um eine neue Verordnung zu bekommen.