Hochwasser: Unterstützung für Betroffene

Das Hochwasser hat in einigen Regionen Deutschlands enorme Schäden angerichtet. Betroffene Physiotherapiepraxen können sich gern an einen der vier Physiotherapie-Verbände wenden, die gemeinsam den Bedarf vor Ort eruieren sowie Hilfs- und Informationsangebote bereitstellen.

IFK, PHYSIO-DEUTSCHLAND, VDB und VPT sammeln derzeit Rückmeldungen zur aktuellen Situation der Physiotherapiepraxen in den Überschwemmungsgebieten und führen diese Informationen zusammen. Natürlich können noch nicht alle Praxisinhaber ihre jetzige Situation und den möglichen Schaden überblicken. Betroffene können sich daher bei Bedarf auch noch in den kommenden Wochen melden. Die Verbände stehen unter anderem bei individuellem Beratungsbedarf zu Abrechnungen, Versicherungen, Finanzhilfen und vielen weiteren Themen gern zur Verfügung.

GKV erlaubt Behandlung außerhalb der Praxisräume

Der GKV-Spitzenverband spricht sich dafür aus, bei vom Hochwasser Betroffenen die Überprüfung der vertragskonformen Heilmittelabgabe auszusetzen. In dem Rundschreiben wird den Krankenkassen empfohlen, dass betroffene Praxen auch an anderen Orten als in ihrer Praxis Behandlungen erbringen dürfen, beispielsweise im Haus des Versicherten oder an einem anderen Ort. Hierdurch entsteht jedoch kein Anspruch auf die Hausbesuchsvergütung. Entsprechende Verordnungen sind mit dem Kürzel „HW“ zu markieren. Die Sonderregelung gilt zunächst bis zum 15. August 2021. Außerdem besteht weiterhin die Möglichkeit der Videotherapie aufgrund der Corona-Pandemie.

Weitere Unterstützungen

  • Die Bundesregierung und die Länder haben Soforthilfen und Aufbauprogramme angekündigt.
  • Praxisinhaber aus den betroffenen Regionen haben einen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, da die aktuelle Situation in den betroffenen Regionen als „unabwendbares Ereignis“ durch „außergewöhnliche Witterungsumstände“ zu werten ist. Infos dazu gibt es im Merkblatt der Agentur für Arbeit (Seite 12 f.).
  • Die Finanzverwaltung NRW hat unter anderem bekanntgegeben, dass keine nachteiligen Folgen für Betroffene entstehen sollen, deren Buchführungsunterlagen und sonstige Aufzeichnungen unmittelbar durch das Hochwasser vernichtet worden oder verloren gegangen sind. Der betroffene Steuerpflichtige sollte die Vernichtung bzw. den Verlust zeitnah dokumentieren und soweit wie möglich nachweisen oder glaubhaft machen. Das vollständige Schreiben der Finanzverwaltung NRW gibt es hier.
  • Die Verbände stehen darüber hinaus im Austausch mit Abrechnungs- und Softwarefirmen sowie Praxisausstattern zu möglichen Sonderkonditionen für Betroffene.

Betroffene Praxisinhaber können sich gern in der IFK-Geschäftsstelle melden, E-Mail: ifk@ifk.de, Tel.: 0234 97745-0. Auch die Verbände PHYSIO-DEUTSCHLAND, VDB und VPT nehmen Rückmeldungen entgegen.

Das vollständige GKV-Schreiben steht hier zum Download zur Verfügung.

Aktuelle Meldungen

Auch wenn der Fokus in diesem Sommer eher auf anderen Themen liegt, die Corona-Pandemie beschäftigt uns – sowohl privat als auch beruflich – weiterhin. Nicht nur die akute Infektionslage wird sich voraussichtlich mit Beginn des Herbstes weiter… Weiterlesen


Am 16. und 17. September 2022 findet die Fachmesse therapie Düsseldorf statt. Der IFK wird in diesem Jahr für seine Mitglieder und Interessierte in Halle 1 am Stand E21 präsent sein. Weiterlesen


Bei der Reform der Berufsgesetze im Heilmittelbereich beginnt das BMG mit den Berufen der Physiotherapie. Die vom BMG vorgelegten Überlegungen gelten ebenso für die Bereiche Ergotherapie und Logopädie/Sprachtherapie: Es wird beabsichtigt, die… Weiterlesen


Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat den IFK darüber informiert, dass sie gegenüber ihren Unfallversicherungsträgern die Empfehlung ausgesprochen hat, die bis Ende Juni geltenden Sonderregelungen bei den Fristen für den… Weiterlesen


Das Nachweisgesetz gibt Arbeitgebern vor, dass wesentliche Bedingungen des Arbeitsverhältnisses sowie deren Änderung schriftlich festzuhalten sind. Das Nachweisgesetz dient also im Kern dazu, bestimmte Informationen für diejenigen Mitarbeiter… Weiterlesen


Wie valide sind Clinical Prediction Rules (klinische Vorhersageregeln) und welche Handlungsempfehlungen lassen sich gegebenenfalls für die Praxis ableiten? Mit dieser Frage befasste sich Karin Dempewolf in ihrer an der Hochschule Osnabrück… Weiterlesen


Informationen zu aktuellen Branchenthemen und eine fachliche Fortbildung erwarten die Teilnehmer beim Forum Ost, zu dem der IFK am 23. September 2022 nach Leipzig einlädt. Die Veranstaltung richtet sich an alle interessierten Physiotherapeuten der… Weiterlesen


Am 15. Juli 2022 lud der IFK zum traditionellen Forum Süd nach Feldkirchen bei München. Das Forum startete mit einer Fortbildung des Physiotherapeuten und Fachlehrers für Manuelle Therapie, Thomas Widmann, zum Thema „Wirkungsmodelle in der… Weiterlesen


Der Regionalausschuss Lübeck und Umgebung hat eine neue Vorsitzende. Die bisherige stellvertretende Vorsitzende Jessica Schäm übernimmt das Amt von Justinus Wiggert, der aus persönlichen Gründen zurücktritt. Zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden… Weiterlesen


Mit dem Williams-Beuren-Syndrom (WBS) hat Maximilian Gillner eine eher seltene Erkrankung zum Thema seiner an der EU/FH Rostock eingereichten Bachelorarbeit gemacht. „Analyse des statischen und dynamischen Gleichgewichts mit anschließender… Weiterlesen