Fachlicher Austausch beim IFK-Forum Nord

„Wie ist die Situation bei Ihnen in der Praxis?“ Mit dieser Frage eröffnete Ute Repschläger, IFK-Vorstandsvorsitzende, das IFK-Forum Nord in Hamburg. Unter strengen Hygieneauflagen kamen dort Praxisinhaber aus Norddeutschland zusammen, um sich über die neuesten Entwicklungen in der Branche zu informieren und auszutauschen.

Klar ist: Gerade zu Beginn der Corona-Krise hat es die Physiotherapiepraxen hart getroffen. Viele Praxisinhaber beklagten hohe Rückgänge in den Patientenzahlen. Und auch noch heute ist das Thema „Corona“ ständig präsent – sei es durch die verschärften Hygienemaßnahmen oder durch wirtschaftliche Sorgen. „Dieses Stimmungsbild ist sehr wichtig für uns“, bedankte sich Repschläger für die Offenheit der Teilnehmer bei der Abfrage.

Dr. Björn Pfadenhauer, IFK-Geschäftsführer, zeichnete im Anschluss die Entwicklungen der vergangenen Monate nach. „Die Physiotherapie ist systemrelevant – das steht fest“, bekräftigte Pfadenhauer. Deshalb sei es auch richtig und wichtig gewesen, dass die Bundesregierung einen Rettungsschirm für Heilmittelerbringer aufgespannt habe. „Physiotherapeuten mussten und müssen auch während der Corona-Krise geöffnet bleiben, weil viele Patienten auf eine regelmäßige Behandlung angewiesen sind. Das war aufgrund der rückläufigen Patientenzahlen zu Beginn der Kontaktbeschränkungen aber wirtschaftlich sehr schwierig“, erinnerte er. Durch den finanziellen Rettungsschirm sei es nun gelungen, die allermeisten Praxen vor dem wirtschaftlichen Aus zu bewahren.

„Gerade zu Beginn war es schwer zu durchschauen, welche Hygienerichtlinien in Praxen umgesetzt werden müssen“, zeigte sich Repschläger verständnisvoll. Sinnvoll sei es deshalb, regelmäßig einen Blick in das Merkblatt „Coronavirus – Informationen für Praxisinhaber“ (M26) zu werfen. „In diesem Merkblatt sowie in seinen ‚Kindern‘ M26 a bis d finden Sie ständige die aktuellsten Informationen“, warb sie bei den IFK-Mitgliedern für einen Blick in den internen Bereich der IFK-Internetseite. Grundsätzlich erforderlich sei eine Gefährdungsbeurteilung für Arbeitsschutz. Während des Forums gab sie den Teilnehmern dafür praktische Beispiele und Tipps. Außerdem erinnerte sie an das Angebot, kostengünstig Schutzausrüstung über den Senat der Wirtschaft zu beziehen. Diese Möglichkeit bestehe noch immer.

Einige Vereinfachungen verspricht die neue Heilmittel-Richtlinie, die im Oktober 2020 in Kraft treten wird. Repschläger besprach gemeinsam mit den Teilnehmern, welches die wesentlichen Änderungen sind. „Das Genehmigungsverfahren entfällt“, nannte Repschläger ein Beispiel. Außerdem verlängere sich die Frist, binnen der eine Behandlung begonnen werden muss. „Wenn Sie dazu noch mehr im Detail erfahren möchten, empfehle ich Ihnen das Webinar zur neuen Heilmittel-Richtlinie“, so Repschläger. Das nächste Webinar findet am 24. Juni 2020 ab 18:30 Uhr statt. Anmeldungen dazu sind noch möglich.

Einen kleinen Einblick gaben Repschläger und Pfadenhauer auch in die Verhandlungen mit dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV). „Zu tief können wir hier leider nicht ins Detail gehen“, warb Pfadenhauer mit Blick auf die noch laufenden Verhandlungen für Verständnis. Schon bald aber werde es mehr Informationen geben, wenn voraussichtlich Ende Juli die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsanalyse ambulanter Therapiepraxen (WAT-Gutachten) veröffentlicht werden. An dieser Stelle dankte er nochmals den vielen Praxisinhabern, die sich an der Befragung beteiligt werden. „Das WAT-Gutachten bietet uns gute Argumente für die Vergütungsverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband“, so Pfadenhauer.

Eine Fotostrecke zum IFK-Forum Nord 2020 gibt es hier.

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Aufgrund des enormen Anfragenaufkommens hat der IFK seine Beratungszeiten bis auf Weiteres verlängert: Das IFK-Team steht ab sofort montags bis freitags zwischen 9 und 15 Uhr zur Verfügung. IFK-Mitglieder senden am besten eine kurze E-Mail mit ihrem Anliegen, dem Namen, auf den die Mitgliedschaft läuft, oder der Mitgliedsnummer und einer Rückrufnummer an ifk@ifk.de, an abrechnung@ifk.de oder direkt an den gewünschten Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Jede Anfrage wird schnellstmöglich beantwortet.

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