18. IFK-Tag der Wissenschaft: Symposium „Schmerz und Bewegung“

Rund 140 Teilnehmer begrüßte IFK-Vorstandsvorsitzende Ute Repschläger am 10. Juni zum 18. IFK-Tag der Wissenschaft an der HAWK Hildesheim: „Nach Berlin im letzten Jahr, sind wir heute hier in Hildesheim und freuen uns sehr darüber.“ Sie dankte Herrn Prof. Axel Schäfer, der sich für die Durchführung der Veranstaltung in der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst eingesetzt und auch bei der Erstellung des Programms unterstützt hatte. Außerdem begrüßte Repschläger Herrn Prof. Bernhard Borgetto, als Prodekan der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit an der HAWK, ebenfalls und Mitstreiter im Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen. „Ich finde es klasse, wenn sich Hochschulen für den Wissenschaftstag interessieren und uns beim Transfer der Wissenschaft in die Praxen helfen!“, sagte Repschläger.

Der Transfer von der Wissenschaft in die Praxis – das ist der Kerngedanke des IFK-Tags der Wissenschaft. In diesem Jahr trug das Symposium den Titel „Schmerz und Bewegung.“ Vier Referenten hatte der IFK dazu eingeladen, den Anwesenden Einblicke in ihre Forschung zu geben und anschließend die praktische Umsetzung dieser in der physiotherapeutischen Praxis zu diskutieren.

Der erste Vortrag des Fachprogramms kam von Prof. Dr. Axel Schäfer. Der Physiotherapeut und Professor für Therapieforschung an der HAWK, ging in seinem Vortrag auf den Aspekt der körperlichen Bewegung in der Schmerztherapie ein. Im Anschluss leitete Prof. Schäfer zur zweiten Rednerin über, die per Video zugeschaltet war. Prof. Kelly Ickmanns von der Freien Universität Brüssel sprach über Bewegung und Bildung bei chronischen Schmerzpatienten. Sie legte in ihrem Vortrag einen Fokus auf die Bedeutung einer stufenweisen Steigerung in der Therapie. Im dritten Vortrag „Einfluss von patellofemoralen Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen auf ein aktives, bewegtes Leben: Biomechanische und psychosoziale Analyse“ ging Physiotherapeutin Vivien Schoormann auf das Verhältnis von psychischen und biomechanischen Faktoren bei der Betrachtung von Knieschmerzen ein. Im letzten Vortragsblock referierte Marjan Laekeman, Referentin für spezielle Schmerzphysiotherapie an der Deutschen Schmerzakademie, über Physiotherapie zur Förderung körperlicher Aktivität bei Kindern mit chronischen Schmerzen. Auch Laekeman stellt hierbei die stufenweise Steigerung der Aktivität in den Fokus und erläutert verschiedene Verfahren, um die Stärke von Schmerzen bei Kindern zu ermitteln.

Viele Preisträger und spannende Arbeiten

Nach den Fachvorträgen ging es weiter mit der Preisverleihung des IFK-Wissenschaftspreises. Insgesamt hatten 23 Studierende aus zehn Hochschulen am diesjährigen Wissenschaftspreis teilgenommen. Brigitte Heine-Goldammer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des IFK, stellte zuerst die Jury vor und lobte: „Sie lesen jedes Jahr die zahlreichen Arbeiten und bewerten sie, dafür gebührt Ihnen Dank.“

Den ersten Platz in der Kategorie „Bachelorarbeiten – klinisch/experimentell“ erhielt Franziska Ebert von der Hochschule Osnabrück für ihre Arbeit „Der Effekt der stationären, pneumologischen Rehabilitation auf dysfunktionale Atemmuster bei Patienten mit einem unkontrollierten Asthma bronchiale“. In dieser Kategorie erhielt Justin Gläser von der Hochschule für Gesundheit in Bochum für seine Arbeit über die wahrgenommenen Bedarfe und physiotherapeutische Versorgung von Wohnungslosen in Bochum und Dortmund den zweiten Platz.

Für ihr systematisches Review „Evidenzbasierte Clinical Prediction Rules für muskuloskelettale Erkrankungen der oberen Extremität in der Physiotherapie“ erhielt Karin Dempewolf von der Hochschule Osnabrück den ersten Preis in der Kategorie „Bachelorarbeiten – Literatur/Konzept“. Der zweite Platz ging an Maximilian Gillner von der EU|FH Rostock mit seiner Arbeit „Analyse des statischen und dynamischen Gleichgewichts mit anschließender Handlungsempfehlung zur Frühförderung von Kindern und Jugendlichen mit Williams-Beuren-Syndrom“.

In der Kategorie „Masterarbeiten“ erhielten Yvonne Stein und Laura Wenneker von der Hochschule Osnabrück den ersten Platz für ihre Arbeit „Psychometric Validation of a New Proposed Clinical Classification for Craniofacial Neuropathic Pain. An Observational Study.“ Der zweite Platz in dieser Kategorie ging an Anna Ranker von der HAWK Hildesheim für ihre Arbeit „Die kulturelle Adaptation und Validierung der deutschen Version des Locomotor Capabilities Index-5 (LCI-5-D)“.

Zusätzlich wurden zwei weitere Gewinner aus den ausgestellten Postern der Teilnehmer ermittelt. Den Posterpreis für die Kategorie „Bachelor“ gewann Annika Ramsauer von der OTH Regenburg mit ihrer Arbeit „Qualität deutschsprachiger YouTube Videos bezüglich der Patient*innenanleitung zur Reduktion chronischer, unspezifischer, lumbaler Rückenschmerzen gemessen an wissenschaftlichen Empfehlungen“. Den Masterpreis erhielten Marie-Sofie Anderheide und Jana Szargiej von der Hochschule für Gesundheit in Bochum für ihre Arbeit mit dem Titel „Effekte von Schmerzedukation auf die trainingsinduzierte Hypoalgesie in Abhängigkeit des Trainingsmodus bei Menschen mit Gonarthrose – eine Pilotstudie“. Aller Poster der Teilnehmer des IFK-Wissenschaftspreis finden Sie hier.

Die Wissenschaftspreise wurden von Noventi azh, der Helmsauer Gruppe, Opta Data und dem Thieme-Verlag gesponsort.

Hier finden Sie einige Einblicke in den 18. IFK-Tag der Wissenschaft.

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