IFK - Aktuelle Meldungen https://ifk.de de IFK Sat, 18 Sep 2021 20:07:08 +0200 Sat, 18 Sep 2021 20:07:08 +0200 TYPO3 news-1791 Fri, 17 Sep 2021 10:40:00 +0200 Regionalausschuss im Kreis Böblingen gegründet https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/regionalausschuss-im-kreis-boeblingen-gegruendet Der Kreis Böblingen nahe Stuttgart hat seit dem 8. September seinen eigenen Regionalausschuss. Auf der Gründungsveranstaltung wurde IFK-Mitglied Eva Schmidt einstimmig zur Vorsitzenden des neuen Ausschusses gewählt, Tan Hung Dümchen zu ihrem Stellvertreter. Leerzeile

Im Anschluss an die erste offizielle Sitzung hatte Eva Schmidt den lokalen Bundestagsabgeordneten Marc Biadacz (CDU) und Vertreter der lokalen Presse zu einer Diskussionsrunde eingeladen. Schmidt machte in einem kurzen Impulsvortrag auf die Sorgen und Nöte der Physiotherapeuten – grade in ländlichen Gebieten – aufmerksam. In der anschließenden Diskussion kam dann auch das Thema des Direktzugangs auf. Biadacz wollte von den Anwesenden wissen, was er in der nächsten Legislaturperiode für die Physiotherapeuten tun kann. „Es war ein sehr interessanter Austausch und ein gelungener Auftakt für den Regionalausschuss“, resümierte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Mark Rietz, der bei der Gründung als Vertreter des IFK anwesend war.  

Der IFK heißt das neue Regionalausschuss-Team herzlich willkommen. Mitglieder, die in ihrer Region die Arbeit eines Regionalausschusses kennenlernen oder selbst einen Regionalausschuss gründen möchten, können sich gern mit der IFK-Geschäftsstelle in Verbindung setzen (Anja Schlüter, Tel.: 0234 97745-333, E-Mail: schlueter@ifk.de).

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Aktuelles
news-1793 Wed, 15 Sep 2021 11:40:58 +0200 IFK-Forum Nord in Hamburg und Forum Ost in Leipzig: IFK im neuen Design, Klage und Digitalisierung https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/ifk-forum-nord-in-hamburg-und-forum-ost-in-leipzig-ifk-im-neuen-design-klage-und-digitalisierung Am 3. und 10. September fanden die IFK-Foren in Hamburg und Leipzig statt. Vorstandsvorsitzende Ute Repschläger begann die beiden Veranstaltungen mit einem kurzen Blick in die Vergangenheit. Vor 40 Jahren wurde der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten gegründet – damals noch als „Interessenverband freiberuflicher Krankengymnasten“. Die Abkürzung IFK ist bis heute erhalten geblieben. Zum 40-jährigen Jubiläum gab es in diesem Jahr ein neues Logo. „Wir möchten weiter klar sein, Altbewährtes behalten und Neues schaffen“, sagte Ute Repschläger zum Design des neuen Logos, meinte aber damit auch die Arbeit des IFK für seine Mitglieder.

In ihrem ersten Vortrag brachte die Vorstandsvorsitzende gemeinsam mit Geschäftsführer Dr. Björn Pfadenhauer die anwesenden Physiotherapeuten in Sachen Bundesrahmenvertrag auf den neusten Stand: Wie steht es mit der neuen Leistungsbeschreibung, welche Erleichterungen bringt der neue Rahmenvertrag und was hat es mit der Klage der maßgeblichen Physiotherapieverbände auf sich? „Sie wissen, es ist nicht alles reibungslos gelaufen. Das war aber auch nicht zu erwarten“, resümierte Dr. Pfadenhauer die bisherigen Verhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband. Das liege auch daran, erklärte er weiter, dass sich der IFK und die anderen Verbände für viele verschiedene Punkte einsetzen. Neben einer höheren Vergütung geht es bei den Verhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband auch um Vereinfachungen im Praxisablauf und Verbesserungen für die Patienten. Am Beispiel der diskutierten Leistungsbeschreibung machte Repschläger deutlich, wie weit die Vorstellungen des GKV-SV und der Physioverbände in den Verhandlungen auseinander lagen, weshalb hier bisher keine Einigung erzielt werden konnte. Ein besonderes Augenmerk legte sie auf die Diskussionen um die Regelleistungszeiten sowie das geforderte Kumulationsmodel, bei dem Physiotherapeuten durch flexible Therapiezeiten mehr Spielraum in der Behandlung erhalten können.

Mit Blick auf die Klage der maßgeblichen Verbände gegen Teile des zweiten Schiedsspruchs stellt Dr. Pfadenhauer klar: „Ziel ist es, Parameter für die Zukunft zu korrigieren.“ In dem Schiedsspruch wurde die Erhöhung der Vergütung um 14,09 Prozent als „angemessen“ bezeichnet. „Unsere Gremien haben hier ganz klar entschieden, dass dieser Wert nicht angemessen ist“, erklärt der IFK-Geschäftsführer. Denn mit den neuen Preisen seien Praxisinhaber auf dem Arbeitsmarkt beispielsweise immer noch nicht konkurrenzfähig zum stationären Sektor.  Für das entschiedene Vorgehen des IFK in dieser Angelegenheit, ernten Repschläger und Dr. Pfadenhauer viel Applaus. Bei den Foren in Hamburg und Leipzig erklären die beiden IFK-Referenten zudem anhand einiger konkreter Punkte, was der neue Rahmenvertrag, der seit dem 1. August 2021 gilt, konkret für die Physiotherapeuten bedeutet.

Im zweiten Teil der Veranstaltungen berichteten Repschläger und Dr. Pfadenhauer über weitere Themen, die die Branche aktuell „in Bewegung“ halten: die Corona-Pandemie, Digitalisierung, die Blankoverordnung und das Konsultationsverfahren zum Berufsgesetz. Vor allem beim Thema Digitalisierung geht es nicht so schnell voran, wie es sich viele wünschen. „Sie brauchen Anwendungen, für die der Anschluss an die Telematikinfrastruktur für Sie Sinn macht“, erklärt Dr. Pfadenhauer den Zuhörenden. Für die Physiotherapeuten ist das vor allem die elektronische Verordnung – und die kommt voraussichtlich erst 2026. Doch da Digitalisierung unter anderem das Ziel habe, zukünftig bürokratische Abläufe zu erleichtern, setze sich der Verband bereits heute dafür ein.

Ein weiteres Thema, dessen aktueller Stand berichtet wurde, ist das laufende Konsultationsverfahren zur Novellierung des Berufsgesetzes. Das vom Bundesgesundheitsministerium initiierte Verfahren ermöglichte es den maßgeblichen Physiotherapieverbänden und weiteren Akteuren des Gesundheitswesens, ihre Ansichten zur Überarbeitung der Gesetze für die Gesundheitsfachberufe zu kommunizieren. Im Bereich der Physiotherapie steht vor allem eine Ausbildungsreform zur Diskussion. Zentrale Forderung der Verbände ist die Vollakademisierung der Ausbildung. „Ein neues Berufegesetz muss Bestandsschutzregeln für alle, die aktuell schon als Physiotherapeuten arbeiten, beinhalten“, so Pfadenhauer und räumte damit die größten Bedenken der Teilnehmer aus.

Im Vorfeld der berufspolitischen Vorträge der Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführers des IFK fand beim Forum Nord in Hamburg außerdem die Fortbildung „Eine effektive Befundstrategie in der Physiotherapie für eine gute Patientenversorgung“ von Physiotherapeut Martin Thiel statt. In Leipzig beim Forum Ost hörten die Teilnehmer eine Fortbildung von Dr. Marc Trefz zum Thema „Update bildgebende Untersuchungsverfahren in der Physiotherapiepraxis“.

Eindrücke von den Veranstaltungen finden sich auch in den Bildergalerien: Forum Nord und Forum Ost

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Aktuelles
news-1790 Tue, 14 Sep 2021 10:40:10 +0200 Arbeitgeber dürfen Impfstatus erfragen – ambulante Physiotherapeuten nicht betroffen https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/arbeitgeber-duerfen-impfstatus-erfragen-physiotherapeuten-nicht-betroffen Mit Wirkung zum 15. September dürfen Arbeitgeber von bestimmten Einrichtungen und Unternehmen den Corona-Impf- bzw. Genesenenstatus ihrer Beschäftigten erfragen. Einem entsprechenden Antrag des Bundestags hat der Bundesrat am vergangenen Freitag zugestimmt. Diese Regelung gilt derzeit nicht für Physiotherapeuten im ambulanten Sektor. Leerzeile

Der Deutsche Bundestag hat die epidemische Lage nationaler Tragweite bis Ende November verlängert, solange gilt auch die neue Verordnung vorerst. Arbeitgeber dürfen in diesem Zeitraum aufgrund des Impf- / Genesenenstatus der Mitarbeiter über die Art und Weise des Beschäftigungsverhältnisses entscheiden. Derzeit sind von der neuen Regelung zum Beispiel Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindertagesstätten, voll- oder teilstationäre Pflege- oder Betreuungseinrichtungen oder ambulante Pflegedienste betroffen.

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Aktuelles
news-1789 Fri, 10 Sep 2021 10:00:00 +0200 SHV-Heilmittelverbände unterstützen nationale Aktionswoche #HierWirdGeimpft https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/shv-heilmittelverbaende-unterstuetzen-nationale-aktionswoche-hierwirdgeimpft Vom 13. bis 19. September 2021 findet die deutschlandweite Aktionswoche #HierWirdGeimpft statt. Die Mitgliedsverbände des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände (SHV) unterstützen den Impfaufruf der Bundes- und Landesregierungen ausdrücklich. Leerzeile

Denn: Es gilt, einfache Gelegenheiten zu schaffen, bei denen Bürgerinnen und Bürger sich vor dem Herbst impfen lassen können und so die Impfquote in Deutschland zu erhöhen. Hier möchte die deutschlandweite Aktionswoche #HierWirdGeimpft ansetzen, Aufmerksamkeit für Impfangebote schaffen und Impfstellen und Impfinteressierte zusammenbringen.

In der Aktionswoche vom Montag, 13. bis Sonntag, 19. September 2021 sollen möglichst viele Menschen an vielen Orten im Land buchstäblich die Ärmel hochkrempeln – egal ob im Sportverein, bei der freiwilligen Feuerwehr, im Mehrgenerationenhaus, in Arztpraxen oder im Impfzentrum. Zahlreiche kreative und unkonventionelle Impfaktionen sollen den Menschen auf lokaler und regionaler Ebene kurzfristig Impfungen ermöglichen.

Unter www.hierwirdgeimpft.de finden Interessierte umfangreiche Informationen rund um die Impfung gegen das Corona-Virus. Alle Impfstellen sind übersichtlich auf einer Deutschlandkarte und in Listenform dargestellt.

Zum Hintergrund

Mittlerweile sind mehr als die Hälfte der Deutschen vollständig gegen COVID-19 geimpft. Im Kampf gegen das Coronavirus und seine Varianten ist es essenziell, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen. Die Corona-Impfung bietet wirksamen Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus und insbesondere vor schweren Krankheitsverläufen. Sie unterstützt das Immunsystem dabei, den Erreger zu bekämpfen, und ist der sicherste Weg, um einen Schutz vor dem Virus aufzubauen. Die Impfung ist neben den AHA-Regeln (Abstand halten, die Hygieneregeln beachten, im Alltag Maske tragen) der wichtigste Baustein zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Aufgrund der derzeit sinkenden Nachfrage nach Impfungen in Impfzentren und Arztpraxen möchte auch der SHV die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zur Corona-Schutzimpfung motivieren und mit einem Verweis auf die bundesweite Kampagne über Impfangebote informieren.

Materialien zur Kampagne

Das Bundesministerium für Gesundheit hat umfangreiche Informationsmaterialien für die Aktionswoche #HierWirdGeimpft vorbereitet. Mithilfe von Informationspostern können auch Heilmittelpraxen über die guten Gründe für eine Impfung informieren.

Hier finden Interessierte Materialien für die Praxis zum Herunterladen:

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Aktuelles
news-1788 Thu, 09 Sep 2021 13:58:40 +0200 Physioverbände und BMG diskutieren über neues Berufegesetz https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/physioverbaende-und-bmg-diskutieren-ueber-neues-berufegesetz Am 8. September 2021 diskutierte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mit verschiedenen Organisationen und Akteuren des Gesundheitswesens deren Standpunkte im Rahmen des Konsultationsverfahrens in Vorbereitung eines Referentenentwurfs über die Berufe in der Physiotherapie. Den IFK vertritt dabei Vorstandsvorsitzende Ute Repschläger.

Im Vorfeld hatte das BMG verschiedene Verbände und Organisationen zur schriftlichen Beantwortung eines Fragenkatalogs aufgefordert. In diesem erörterten IFK, PHYSIO-DEUTSCHLAND und VPT gemeinsam mit dem Verband Leitender Lehrkräfte (VLL) sowie dem Hochschulverbund Gesundheitsfachberufe (HVG) ihre Standpunkte zu verschiedenen Themen rund um die physiotherapeutischen Berufe. Schwerpunkt war dabei die Positionierung zur möglichen Voll- bzw. Teilakademisierung der Physiotherapieausbildung. Dabei spielten unter anderem Fragen nach Ausbildungsdauer, Ausbildungszielen und erforderlichen Weiterbildungen eine Rolle.

Weiterer thematischer Schwerpunkt des Konsultationsverfahrens ist der Direktzugang. Hier interessiert das BMG, welche Vor- und Nachteile die Berufsverbände darin sehen, welche Auswirkungen der Direktzugang beispielsweise auf die Qualität der Patientenversorgung hätte aber auch wie sich der Direktzugang finanziell auf das Gesundheitssystem auswirken kann. 

Hier gibt es den gemeinsamen Antwortkatalog der Verbände nebst der dort erwähnten Anlage.

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Aktuelles
news-1786 Wed, 08 Sep 2021 15:30:00 +0200 IFK-Fortbildungsbroschüre 2021/2022 online https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/ifk-fortbildungsbroschuere-2021-2022-online Das IFK-Fortbildungsprogramm 2021/2022 ist da. Auch in diesem Jahr hat der Fachausschuss Fortbildung gemeinsam mit dem Referat Fortbildung und Wissenschaft ein aktuelles und interessantes Fortbildungsprogramm erarbeitet. Durch die Corona-Pandemie haben sowohl Teilnehmer als auch Referenten die Vor- und Nachteile von Online-Fortbildungen kennengelernt. Im neuen Bundesrahmenvertrag ist festgeschrieben, dass nun auch ohne pandemiebedingte Sonderregeln online Fortbildungspunkte gesammelt werden können. Unter diesen Voraussetzungen konnte der IFK sein Fortbildungskonzept erweitern und auf moderne Beine stellen.

Ergänzend zum bestehenden Angebot konnte der IFK unter anderem den Neurowissenschaftler Prof. Nelson Annunciato mit zwei spannenden Online-Fortbildungen für das Programm gewinnen (mehr dazu auf Seite 56/57). Auch im Bereich der allgemeinen physiotherapeutischen Kurse konnte das Fortbildungsangebot erweitert werden, beispielsweise um einen Update-Kurs im Bereich der Palliativ-Care-Fortbildungen.

Es besteht weiterhin die Möglichkeit, Kurse online zu buchen und zu bezahlen. Kursteilnehmer können zudem Bildungsschecks sowie Prämiengutscheine einreichen. Für kostenintensive Fortbildungen bietet der IFK eine Ratenzahlung an. Das Fortbildungsteam berät gern vorab.

Das IFK-Fortbildungsprogramm ist auch als PDF-Datei verfügbar. Online-Anmeldungen sind im Fortbildungsbereich der IFK-Homepage möglich. Weitere Fragen beantworten die Mitarbeiter des Referats „Fortbildung und Wissenschaft“, Tel.: 0234 977 45-999 oder fortbildung@ifk.de.

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Aktuelles
news-1784 Mon, 06 Sep 2021 09:46:00 +0200 IFK-Fachmagazin: September-Ausgabe erschienen https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/ifk-fachmagazin-september-ausgabe-erschienen-1 Nach einem langen und für alle Beteiligten kräftezehrenden Prozess ist am 1. August 2021 der neue Bundesrahmenvertrag in Kraft getreten. In der September-Ausgabe geht das IFK-Fachmagazin physiotherapie detailliert auf die Ergebnisse des zweiten Schiedsspruchs ein und erläutert, welche Punkte dennoch weiter offen sind (ab Seite 18). Ein besonderer Schwerpunkt liegt auch auf den inhaltlichen Änderungen, die der neue Bundesrahmenvertrag beinhaltet: die Vergütungserhöhung von 14,09 Prozent für die selbstständigen Physiotherapeuten sowie einige bürokratische und administrative Erleichterungen (ab Seite 20). 

Am 26. September 2021 steht die Bundestagswahl vor der Tür. Mit Blick darauf hat der IFK bei den Vertretern von Linke, Grüne, CDU, SPD und FDP nachgefragt, was ihre Parteien zu den Themen sagen, die die selbstständigen Physiotherapeuten bewegen. In dem großen Interview geht es beispielsweise um den Direktzugang, digitale Innovationen in der Physiotherapie oder die Modernisierung der physiotherapeutischen Ausbildung. Lesen Sie den Artikel ab Seite 22 in der aktuellen Ausgabe.

Bereits im Oktober 2019 hatte das Bundesgesundheitsministerium ein Rechtsgutachten zum Heilpraktikergesetz ausgeschrieben. Seit dem 21. April 2021, fast ein Jahr später als geplant, liegt das Gutachten nun vor. Was dieses im Hinblick auf die sektorale Heilpraktikerlaubnis für die Physiotherapeuten bedeutet, lesen Sie ab Seite 38.

Nach dem Start der Reihe in der letzten Ausgabe des IFK-Fachmagazins physiotherapie werden im September-Magazin zwei weitere Vorsitzende der Regionalausschüsse des IFK vorgestellt. Auf Seite 43 und 44 lernen Sie Christoph Biele und Denise Girvan, die Regionalausschussvorsitzenden aus Herne und Osnabrück, kennen.

Außerdem lesen Sie in der September-Ausgabe unter anderem über den 17. IFK-Tag der Wissenschaft in Berlin (ab Seite 8), 40 Jahre muskuloskelettale Physiotherapie (ab Seite 32) und erfahren, ob Telerehabilitation effektiver als konventionelle Rehabilitation ist (ab Seite 28).  

IFK-Mitglieder bekommen die neue Ausgabe des IFK-Fachmagazins physiotherapie kostenlos per Post zugestellt. Alle anderen Interessierten können die physiotherapie für 33 Euro im Jahr abonnieren. Online ist die Ausgabe PT 5-21 bereits jetzt hier kostenlos erhältlich.

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Aktuelles
news-1785 Thu, 02 Sep 2021 15:34:25 +0200 Fragen-Antworten-Katalog zum Bundesrahmenvertrag erweitert https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/fragen-antworten-katalog-zum-bundesrahmenvertrag-erweitert Um Unklarheiten zu beseitigen, die bei der Einführung des neuen bundeseinheitlichen Rahmenvertrags zum 01.08.2021 entstanden sind, haben der IFK und die anderen maßgeblichen Physiotherapieverbände Ende Juli gemeinsam mit dem GKV-Spitzenverband einen Fragen-Antworten-Katalog veröffentlicht. Dieser wurde jetzt um einige Fragen erweitert und kann hier heruntergeladen werden.

Den neuen Bundesrahmenvertrag können IFK-Mitglieder unter „Mitglieder-Service – Rahmenvertrag/Preislisten/Beihilfevorschriften“ herunterladen. Dort finden sie auch die Preislisten und die Anerkenntniserklärung. Sämtliche Merkblätter, die im Zusammenhang mit dem Bundesrahmenvertrag stehen, wurden aktualisiert und können im Physioservice heruntergeladen werden. IFK-Mitglieder können die Merkblätter auch kostenfrei in der IFK-Geschäftsstelle bestellen, E-Mail: ifk@ifk.de,Tel.: 0234 97745-0.

Bei Unklarheiten und Fragen zum neuen Bundesrahmenvertrag können IFK-Mitglieder sich auch an die IFK-Mitgliederberatung, E-Mail: abrechnung@ifk.de, Tel.: 0234 97745-333, wenden.

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Aktuelles
news-1780 Thu, 02 Sep 2021 10:11:00 +0200 IFK-Interview zur Bundestagswahl: Bettina Müller, SPD https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/ifk-interview-zur-bundestagswahl-bettina-mueller-spd In der SPD-Bundestagsfraktion ist Bettina Müller zuständig für Gesundheitsberufe sowie die Themen ärztlich und pflegerische Versorgung auf dem Land. Im IFK-Interview zur Bundestagswahl am 26. September 2021 hat sie über gesundheitspolitische Themen, die die selbstständigen Physiotherapeuten betreffen, gesprochen.  Leerzeile

Selbstständige Physiotherapeuten sind ein wesentlicher Bestanteil der ambulanten Gesundheitsversorgung in Deutschland. Das Lohnniveau in der Physiotherapie ist jedoch seit Jahren viel zu gering. Das belastet gerade ambulante Physiotherapiepraxen und führt dazu, dass eine flächendeckende ambulante Versorgung mit Physiotherapie – insbesondere fern der großen Zentren – akut bedroht ist. Wie können Ihrer Meinung nach Wirtschaftlichkeit und Konkurrenzfähigkeit in der ambulanten Physiotherapie hergestellt werden?
Bettina Müller: Wir haben in der abgelaufenen Wahlperiode – nach langen Jahren des Stillstands – mit dem Wegfall der Grundlohnsummenbindung, dem Anheben auf bundesweite Höchstpreise, der Verlagerung der Preisverhandlung auf die Bundesebene und vielen weiteren Einzelregelungen die Rahmenbedingungen für die Vergütung der Heilmittelerbringer maßgeblich verbessert. Diese Vorgaben müssen von den Vertragspartnern im Rahmen der Selbstverwaltung genutzt werden. Auch wenn der Start zugegeben holprig war, werden bundeseinheitliche Preise und zentrale Verhandlungen statt regionaler Fragmentierung die Position der Heilmittelerbringer künftig deutlich stärken. Erst recht, wenn es endlich gelingt, die Zusammenarbeit in der gesundheitlichen Versorgung neu zu ordnen, die Aufgaben neu zu verteilen und Sektorengrenzen zu überschreiten. Wirtschaftlichkeit und Konkurrenzfähigkeit in der ambulanten Physiotherapie hängen für mich auch vom Ausbau teambasierter Formen der ambulanten Versorgung ab, bei der die Therapeuten, die, anders als die Ärzte, in der Fläche noch gut vertreten sind, eine viel stärkere Rolle spielen und besser eingebunden werden müssen.

Wie stehen Sie zu der Forderung des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten (IFK), Patienten den Direktzugang zur Physiotherapie zu ermöglichen?
Bettina Müller: Der Weg in den Direktzugang ist unausweichlich und sollte möglichst schnell politisch gestaltet werden. Ich selber habe dazu in zahlreichen Gesetzgebungsverfahren immer wieder Modellversuche und Pilotprojekte gefordert, aber der Widerstand im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und beim Koalitionspartner war bislang zu groß. Die Blankoverordnung kann nur ein erster Schritt sein, der im urbanen Umfeld sicher auch gut und lange funktionieren wird. Im ländlichen Raum mit seiner immer geringer werdenden Facharztdichte und den weiten Wegen macht die Blankoverordnung aber schon bald keinen Sinn mehr. Hier kann der Direktzugang im Zusammenspiel mit der Neuordnung der Zusammenarbeit der Gesundheitsfachberufe in der ambulanten Versorgung für spürbare Verbesserungen sorgen. Bis dahin müssen noch offene Fragen etwa zur Mengenregulierung, zu Budgets, Ausbildungsinhalten und so weiter geklärt werden. Dazu wären Modellversuche und Pilotprojekte gut geeignet, die politisch schnell aufs Gleis gesetzt werden müssten. Umsetzung und Auswertung dauern dann ohnehin noch lange und es gibt keinen politischen Automatismus, der im Direktzugang mündet. Daher ist die Angst vor solchen Versuchen unbegründet. Wir müssen die Zeit nutzen, ehe Strukturen wegbrechen. Der Weg in den Direktzugang ist für mich – neben der Reform der Berufsgesetze – ganz wichtig in der neuen Wahlperiode.

Die Telematik-Infrastruktur (TI) wird in Kürze unter anderem die Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren im Gesundheitssystem erleichtern. Wie sehen Sie in diesem – digitalen – Gefüge die Rolle der Physiotherapeuten? Setzen Sie sich mit dem IFK dafür ein, dass Physiotherapeuten von Anfang an gleichberechtigte Partner in dieser interprofessionellen Zusammenarbeit sein werden – beispielsweise indem sie volle Lese- und Schreibrechte bei der elektronische Patientenakte erhalten?
Bettina Müller: Grundsätzlich bin ich dafür – aber natürlich nur im Rahmen des Rechtemanagements, das die Patientin oder der Patient jeweils vergibt. Jetzt werden nach und nach die einzelnen Leistungserbringergruppen in die Telematikinfrastruktur eingebunden, auch in die Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA). So bekommen Hebammen die Möglichkeit, weitere wichtige Daten zur Schwanger- und Mutterschaft, die über die Daten des elektronischen Mutterpasses hinausgehen, in der ePA zu dokumentieren. Da sollten Physiotherapeuten nicht hinten anstehen, zumal die Dokumentation der Behandlung im Zuge der Umsetzung der Blankoverordnung zusätzlich an Bedeutung gewinnen wird. Interprofessionelle Zusammenarbeit sollte auch bedeuten, digital auf Augenhöhe zu agieren.

Digitale Gesundheitsanwendungen, also zum Beispiel therapieunterstützende Apps, sind derzeit auf dem Vormarsch. Zum jetzigen Zeitpunkt können diese aber lediglich von Krankenkassen, Ärzten und Psychotherapeuten ausgegeben, also verordnet werden. Unterstützen Sie die Forderung des IFK, dass dieses Recht auf Physiotherapeuten ausgeweitet werden sollte?
Bettina Müller: Vergleichbar wie bei Medikamenten sollte es mittelfristig auch eine Grundlage für verschreibungsfähige Apps geben. Darin müssen auch die Voraussetzungen für eine Verordnung geregelt sein – etwa was erlernte Kenntnisse zu Wirkung/Einsatzmöglichkeiten angeht. Dann ist es durchaus denkbar, dass je nach Art der App auch Physiotherapeuten diese verordnen könnten.

Das Berufsgesetz, auf dem die Ausbildung der Physiotherapeuten basiert, muss dringend überarbeitet werden. Ziel muss aus Sicht des IFK neben einer grundlegenden Modernisierung der Ausbildungsinhalte auch die Überführung in eine vollständig akademische Ausbildung aller Heilmittelerbringerberufe sein. Wie stehen Sie dazu?
Bettina Müller: Die SPD hätte schon in der vergangenen Wahlperiode gerne die seit 2010 modellhaft – und aus unserer Sicht auch erfolgreich – erprobte hochschulische Ausbildung in den Therapieberufen als Regelausbildung verankert. Auch in dieser Wahlperiode kam es wegen der verspäteten Vorlage der Bund-Länder-Empfehlungen, dem Vorziehen anderer Professionen und der Pandemie nicht zu der großen Berufsrechtsreform, die möglich gewesen wäre. Immerhin konnte die SPD ein Verschieben in die übernächste Wahlperiode verhindern. Für mich steht fest: Das „Spiel mit der Modelleisenbahn“ muss gleich zu Beginn der nächsten Wahlperiode endlich beendet werden. Die Ausbildung in den Therapieberufen braucht eine klare und verlässliche Perspektive. Dazu gehören die Modernisierung der Ausbildungsinhalte und das Ziel einer vollständig hochschulischen Ausbildung, für die wegen der großen Zahl der von den Ländern zu schaffenden Studienplätze Finanzierungsfragen und Übergangsphasen geklärt werden müssen. Das Beispiel der Hebammenausbildung hat gezeigt, dass man nicht einfach zu einem Stichtag den Schalter umlegen kann.

Die wirtschaftlichen Schäden durch die Corona-Pandemie wirken sich auch auf die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aus. Die GKV finanziert sich überwiegend durch Beiträge und einen jährlichen Bundeszuschuss. Wie möchten Sie dafür sorgen, dass hier auch in den kommenden Jahren verlässliche Zahlungsgrößen und vor allem Kontinuität garantiert werden können?
Bettina Müller: Unser Gesundheitssystem muss durch Steuerzuschüsse und Investitionsmittel stabil und solidarisch finanziert werden. Um das hinzubekommen, werden wir um eine Bürgerversicherung, die Beamte und Selbstständige mit einbezieht, nicht herumkommen. Die SPD will das mit klaren Zielvorgaben für die Reform des Systems verbinden. Dazu gehört für mich auch eine bessere Zusammenarbeit der Professionen und die Neuverteilung der Aufgaben unter Einbeziehung der Therapieberufe.

Nicht zuletzt die ungewisse Situation nach dem ersten Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 hat verdeutlicht, dass das Unternehmerrisiko ein nicht zu unterschätzender Faktor für selbstständige Physiotherapeuten ist. Praxisinhaber müssen die Möglichkeit haben, für das Alter vorzusorgen, ohne dass dieses Vermögen zum Beispiel während Krisenzeiten oder im Krankheitsfall zum Ausgleich von Erwerbsausfall herangezogen werden muss. Dennoch gibt es einzelne politische Bestrebungen, die dieses sogenannte „Schonvermögen“ Selbstständiger angreifen möchten. Wie stehen Sie dazu?
Bettina Müller: Als Sozialdemokratin bin ich eher dafür, Selbstständige in die Sozialversicherungssysteme zu integrieren. Das gilt für die Kranken- und Pflegeversicherung in Form der Bürgerversicherung. Aber auch in der Altersvorsorge würde das Einbeziehen von Selbstständigen in die gesetzlichen Systeme Vorteile bringen. In Form der geplanten Altersvorsorgepflicht war das ja in dieser Wahlperiode eigentlich sogar fest vereinbart. Dabei geht es neben der Absicherung im Alter auch um Schutz für Hinterbliebene und bei Erwerbsminderung.

Die Aussagen von Bettina Müller stellen ihre persönliche Meinung dar.
 

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news-1783 Wed, 01 Sep 2021 08:07:51 +0200 Politische Forderungen des IFK zur Bundestagswahl 2021 https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/politische-forderungen-des-ifk-zur-bundestagswahl-2021 Am 26. September 2021 wird der 20. Deutsche Bundestag gewählt. Mit Blick auf aktuelle sowie zukünftige Herausforderungen, hat der IFK eine Liste mit 14 Forderungen an die möglichen Regierungsparteien verfasst. Dabei sind die Punkte nicht priorisiert, weil oft eins in das andere greift. Ausführliche Beschreibungen der einzelnen Punkte finden Sie hier

Der IFK fordert…

  1. … den Direktzugang. Er bedeutet für Patienten einen schnelleren Therapiebeginn und eine deutliche Verbesserung der Versorgung. Zudem erhalten Physiotherapeuten die notwendige professionelle Autonomie, um das erlernte Wissen gezielt einzusetzen. 
  2. …interprofessionelle Lernkonzepte und die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsberufen, damit die Strukturen eine umfassende und ganzheitliche Patientenversorgung in einem zukunftsorientierten Gesundheitssystem garantieren.
  3. … realistische Vergütungserhöhungen, die eine wirtschaftliche Praxisführung ermöglichen. Aus diesem Grund hat der IFK zusammen mit den weiteren maßgeblichen Physiotherapieverbänden Klage gegen Teile des zweiten Schiedsspruchs vom 13. Juli 2021 eingereicht. Der oben verlinkte ausführliche Artikel ist bereits vor dem Schiedsspruch in der physiotherapie 3-21 erschienen und daher nicht mehr auf dem neusten Stand. Die aktuellen Entwicklungen zum Bundesrahmenvertrag, dem Schiedsspruch sowie der Klage gibt es hier
  4. … den Erhalt der Privaten Krankenversicherung (PKV) bzw. Ausgleichsmechanismen bei Überlegungen zur Abschaffung der PKV, die finanzielle Sicherheit für Physiotherapiepraxen schaffen.
  5. … die Novellierung des Berufsgesetzes mit dem Ziel einer hochschulischen Ausbildung der Therapieberufe zum Wohle der Patienten. Eine Akademisierung steigert zudem die Attraktivität der Therapieberufe.
  6. … klare Regelungen für die Osteopathie.
  7. … eine Garantie der Bundesregierung auf verlässliche Zahlungsgrößen des Bundeszuschusses an die Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV), die sich an den tatsächlichen Bedarfen ausrichtet – trotz der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie.
  8. … dass der Bund in Zeiten sinkender Beitragseinnahmen der GKV die vollständige Finanzierung versicherungsfremder Leistungen sicherstellt, um sozialrechtlich garantierte Leistungen aufrechtzuerhalten.
  9. … die Beibehaltung der paritätischen Finanzierung der Rentenversicherung, der GKV, der Arbeitslosenversicherung und der Pflegeversicherung. Eine Erhöhung der Lohnnebenkosten, die allein zulasten des Arbeitgebers ginge, würde eine personalintensive Branche wie die Physiotherapie in einem erheblichen Maße einseitig benachteiligen.
  10. … die zügige Einbindung der Physiotherapeuten in alle Anwendungen der Telematikinfrastruktur mit umfassenden Lese- und Schreibrechten.
  11. … dass Physiotherapeuten Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) eigenständig verordnen dürfen und Anwendungen der Telerehabilitation (zum Beispiel die Videotherapie) dauerhaft im Leistungsspektrum verankert werden.
  12. … Regelungen für das Schonvermögen, in denen sich das unternehmerische Risiko selbstständiger Physiotherapeuten wiederfindet.
  13. … eine generelle Umsatzsteuerbefreiung für Physiotherapiepraxen, nicht nur für verordnete Leistungen.
  14. … ein gleichberechtigter Prozessbeteiligter im Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) zu werden, um die Interessen der Physiotherapeuten hier zu vertreten.
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