IFK - Aktuelle Meldungen http://ifk.de de IFK Tue, 20 Aug 2019 14:59:03 +0200 Tue, 20 Aug 2019 14:59:03 +0200 TYPO3 news-1330 Tue, 20 Aug 2019 11:02:00 +0200 IFK-Wissenschaftspreis 2019 – Nutzen physiotherapeutischer Tests bei TMD https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1330&cHash=7903452859b579ff9cacda77b8c6ea43 Bereits zum 15. Mal prämierte der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK) herausragende wissenschaftliche Arbeiten von Studierenden. Die Serie „IFK-Wissenschaftspreis 2019“ stellt die Forschungsthemen der Preisträger vor. Die Arbeiten werden zudem ausführlicher in den kommenden Ausgaben des IFK-Fachmagazins physiotherapie vorgestellt. 2. Preis Bachelorarbeiten – Literatur/Konzept

Lukas Reineke und Julius Schwiddessen, HS-Osnabrück

„Internationaler Konsens über den Nutzen und die Aussagekraft von physio-therapeutischen Tests bei Patienten mit TMD – eine Delphi Studie“

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Die Arbeit von Lukas Reineke und Julius Schwiddessen will feststellen, welche physiotherapeutischen Tests laut internationalen Experten in der Physiotherapie am klinisch nützlichsten für die Diagnostizierung, Klassifizierung und Behandlung von Patienten mit Temporomandibulärer Dysfunktion (TMD) sind. Basierend auf einer systematischen Literaturrecherche wurden mithilfe einer Delphi-Befragung vorgeschlagene physiotherapeutische Tests herausgearbeitet. Als Grundlage für die Befragung wurden Fragebögen zu den Kategorien „Questionnaires“, „Assessment of pain screening“ und „Physical examination“ erstellt.

In drei Runden bewerteten 23 internationale Experten die Nützlichkeit von insgesamt 48 Test (15 dieser Tests wurden in der ersten Bewertungsrunde von den Experten ergänzt). Acht Tests in der Kategorie „Questionnaires“, neun Tests in der Kategorie „Assessments of pain screening“ und 19 in der Kategorie „Physical examination“ wurden als klinisch nützlich eingestuft. Die nach Expertenmeinung davon relevantesten Tests sind nach Kategorie sortiert:

Questionnaires:

  • JFL Scale-8-Item, MFIQ, TSK/TMD

Assessments of pain screening:

  • VAS, Numeric Pain Rating Scale, Mouth movements pain, NDI

Physical examination:

  • Physiological TMJ movements, TrP-Palpation of masticatory Muscles, TrP-Palpation Outside the masticatory system, Accessory movements, Articular palpation, Noise registration during movement manual, Screenings Test cervical spine, Neck flexor muscle endurance test

Bei der Arbeit von Lukas Reineke und Julius Schwiddessen handelt es sich nach Meinung der Jury – auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass sie von zwei Autoren erstellt worden ist – um eine sehr aufwendige Ausarbeitung mit hoher klinischer Relevanz für den physiotherapeutischen Alltag. Neben einer umfassenden Literaturrecherche wurde eine Delphi-Studie durchgeführt. Durch deren Ergebnisse lassen sich die Fachkompetenz verschiedener Experten zur Frage nach dem klinischen Nutzen physiotherapeutischer Tests und Fragebögen im Behandlungsprozess von Patienten mit Temporomandibulären Dysfunktion in einen Konsens bringen.

Herzlichen Glückwunsch, Lukas Reineke und Julius Schwiddessen!

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Aktuelles
news-1335 Mon, 19 Aug 2019 11:44:29 +0200 therapie on tour Bochum https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1335&cHash=ac25d6f21e2e425f101f90e6d04e89ca „Impulse für die Zukunft“ – unter diesem Motto steht die Auftaktveranstaltung der Fachmesse therapie on tour Bochum am 6. September 2019 im RuhrCongress Bochum. Zwischen 9 und 9:30 Uhr diskutieren Vertreter der Physiotherapie-Verbände IFK, VPT und ZVK über die Ausbildungsreform, den Direktzugang und die Vergütung. Während der offiziellen Auftaktveranstaltung der Fachmesse wird es drei Eingangsstatements geben. Rita Schütte, Vorstandsvorsitzende des ZVK-Landesverbands NRW, wird den aktuellen Stand der Ausbildungsreform vorstellen. Ute Repschläger, IFK-Vorstandsvorsitzende, referiert über den Direktzugang. Karl-Werner Doepp, Landesgruppenvorsitzender VPT, wird auf das Thema Vergütung eingehen. Nach den Statements besteht für die Teilnehmer Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Im Anschluss öffnet die Fachmesse therapie on tour ihre Pforten. Dort sind die drei Verbände IFK, VPT und ZVK am 6. und 7. September zwischen 9 und 18 Uhr mit einem Gemeinschaftsstand vertreten. Mitglieder der drei Verbände können in den jeweiligen Geschäftsstellen Freikarten für die Fachmesse erhalten.

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news-1329 Mon, 19 Aug 2019 10:00:00 +0200 Digitalisierung: Stärkung der Patientenversorgung bei gleichzeitiger Entbürokratisierung https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1329&cHash=02714609cf29c2223e3c4f3b29eba4e5 Der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) begrüßt den Kabinettsentwurf zum Digitale Versorgung-Gesetz (DVG), den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorgelegt hat. Für den SHV steht dabei fest: Zukunftsfähigkeit, Innovation und neue Formen der Zusammenarbeit, insbesondere durch Möglichkeiten der Digitalisierung, müssen so gestaltet sein, dass sowohl Patienten als auch Berufsangehörige im Gesundheitswesen auf Dauer davon profitieren. Dabei gilt es, die Chancen einer Digitalisierung zu nutzen und mögliche Stolpersteine direkt aus dem Weg zu räumen. Die Patientenversorgung von morgen erfordert mehr interprofessionelle Zusammenarbeit.  Die Digitalisierung im Gesundheitswesen kann entscheidende Veränderungen bringen und Antworten liefern auf das sich verändernde Aufgabenspektrum von Therapeuten in den nächsten Jahren. Dazu hat der SHV in einer schriftlichen Stellungnahme und der mündlichen Verbändeanhörung zum DVG klar Position bezogen.

Der SHV fordert, dass eine verbesserte digitale Infrastruktur sowohl Patienten als auch allen Leistungserbringern im Gesundheitswesen Vorteile bringen muss. Voraussetzung dafür ist beispielsweise die Einbindung in die Telematikinfrastruktur (TI) und eine Harmonisierung der Lese- und Schreibberechtigungen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK): Alle Gesundheitsfachberufe müssen diese neuen Möglichkeiten für die Versorgung ihrer Patienten nutzen können – ohne Ausnahme!

Die Digitalisierung kann und muss einen wichtigen Beitrag zur Entbürokratisierung der Gesundheitsversorgung und zur Sicherung einer flächendeckenden Patientenversorgung leisten. Das steht für alle SHV-Mitgliedsverbände außer Frage. Der vorliegende Kabinettsentwurf zum DVG ist eine Diskussionsgrundlage, die nun im anstehenden Gesetzgebungsverfahren an einigen Stellen im Sinne der Therapieberufe weiter konkretisiert werden muss.

Aus diesem Grund ist die Digitalisierung eins der vier großen Themen, die beim 2. TherapieGipfel in Berlin im Mittelpunkt stehen werden. Am 9. September ab 13 Uhr wird es außerdem um die Vergütung der Heilmittelerbringer, den Direktzugang, die Blankoverordnung und die Novellierung der Berufsausbildungsgesetze mit Blick auf die Akademisierung gehen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (MdB) hat seine Teilnahme bereits zugesagt.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur kostenlosen Online-Anmeldung gibt es unter www.shv-heilmittelverbaende.de/therapiegipfel.

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news-1334 Fri, 16 Aug 2019 15:33:02 +0200 Mark Rietz ist neuer IQH-Vorsitzender https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1334&cHash=18108a197e456af0c6597fa94d7cd81d Am Rande der Jahreshauptversammlung des Instituts für Qualitätssicherung in der Heilmittelversorgung (IQH) wurde Mark Rietz einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Die Wahl wurde erforderlich, weil der bisherige IQH-Vorsitzende, Rick de Vries, sein Amt aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Rietz, der bereits seit 2016 dem Vorstand des IQH wie auch des IFK angehört, hat sich zum Ziel gesetzt, den Nutzen eines Qualitätsmanagements für Ergo- und Physiotherapeuten zukünftig noch deutlicher herauszuarbeiten. Ferner wird in den kommenden Monaten der Aufbau einer neuen, moderneren Website angestrebt.

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Mark Rietz (r.) ist neuer IQH-Vorsitzender. Es gratulierten (v.l.): Dr. Michael Heinen (IQH-Geschäftsführer), Anja Schlüter (Geschäftsstellenmitarbeiterin) und Bettina Kuhnert (stellvertretende IQH-Vorsitzende).

In der Diskussion mit den Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung beschrieb Rietz seine persönlichen Erfahrungen bei der Anwendung des IQH-Systems in seiner eigenen Praxis: „Es hat anfänglich etwas Durchhaltevermögen und Disziplin erfordert, das Qualitätsmanagement konsequent umzusetzen. Die verbesserten Abläufe und Prozesse haben aber schnell zu einer deutlichen Kosten- und Zeitersparnis geführt, sodass ich auch anderen Praxen nur empfehlen kann, sich mit dem Thema Qualitätsmanagement näher zu beschäftigen.“

Die nächste Gelegenheit hierzu bietet sich bereits am 11. und 12. November 2019, wenn in Bochum der nächste IQH-Workshop stattfindet. Nähere Informationen erhalten Interessenten bei der IQH-Hotline unter der 0234-97745-36 oder per E-Mail unter info@iqhv.de.

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news-1328 Wed, 14 Aug 2019 12:58:00 +0200 IFK-Wissenschaftspreis 2019 – Virtual Reality bei neurologischen Erkrankungen https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1328&cHash=59ae04cfeae3bd241d27fa5cb72fcbdc Bereits zum 15. Mal prämierte der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK) herausragende wissenschaftliche Arbeiten von Studierenden. Die Serie „IFK-Wissenschaftspreis 2019“ stellt die Forschungsthemen der Preisträger vor. Die Arbeiten werden zudem ausführlicher in den kommenden Ausgaben des IFK-Fachmagazins physiotherapie vorgestellt. 1. Preis Bachelorarbeiten – Literatur/Konzept

Hannah Bauer, HAWK

„Virtual Reality in der Rehabilitation neurologischer Erkrankungen – Ein Overview –“

Anhand einer eingehenden Literaturrecherche untersuchte Hannah Bauer in ihrer Arbeit die aktuelle Evidenz zur Wirksamkeit von Virtual Reality (VR)-Interventionen in der Rehabilitation von neurologischen Erkrankungen. Bei der Erstellung ihrer Übersicht hielt sie sich an die Vorgaben der Cochrane Gesellschaft. Konkret wurde nach systematischen Reviews gesucht, die sich auf die Wirksamkeit von VR-Interventionen in der Rehabilitation von Menschen mit Schlaganfall, Morbus Parkinson und Multiples Sklerose (MS) beziehen. Die Ergebnisse der gefundenen Reviews wurden qualitativ zusammengefasst und hinsichtlich ihrer Evidenzqualität mit dem AMSTAR 2 Instrument bewertet. Drei Reviews mit durchschnittlicher Qualität wurden in die Ergebnisauswertung eingeschlossen.

Es zeigte sich, dass VR-Interventionen in der Rehabilitation von Patienten mit Parkinson und MS genauso wirksam zu sein scheinen wie die aktuelle Standardintervention in der Rehabilitation von Gang- und Balancebeeinträchtigungen. Bei Patienten nach Schlaganfall war VR der Standardintervention diesbezüglich überlegen. Die Frage nach dem wirksamsten VR-System und der Therapiedauer bietet die Grundlage für weitere Forschungsansätze.

Die Jury war der Meinung, dass Hannah Bauer mit „Virtual Reality in der Physiotherapie“ ein innovatives Thema mit sehr hoher klinischer Relevanz aufgegriffen hat, vor allem im Hinblick auf die Zukunft der Physiotherapie. Die Preisträgerin zeigte in ihrer Bachelorarbeit auf, dass nach aktuellen Erkenntnissen Interventionen unter Zuhilfenahme der virtuellen Realität Gang und Balance von neurologischen Patienten mindestens ebenso effektiv beeinflussen können wie analoge Physiotherapie. Für die Zukunft ergeben sich hieraus neue Möglichkeiten, traditionelle Therapiemethoden mit technischen Errungenschaften zu neuen Therapieansätzen zu verbinden. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden nach Meinung der Jury differenziert und methodisch auf hohem Niveau mit klinisch relevanten Implikationen zur Anwendung von VR überzeugend dargestellt.

Herzlichen Glückwunsch, Hannah Bauer!

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news-1327 Mon, 12 Aug 2019 10:00:00 +0200 Akademisierung: Sicherung und Weiterentwicklung der Patientenversorgung https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1327&cHash=24c3feaf62ac11f7e352c333e9d09f81 Die Novellierung der therapeutischen Berufsgesetze steht auf der Agenda der Politik. Das begrüßt der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) ausdrücklich und fordert die vollständige Akademisierung der Berufsausbildung. Denn: Bereits die aktuelle, aber insbesondere die zukünftige Gesundheitsversorgung erfordert eine Anpassung von Qualifikationen, um das anspruchsvolle und komplexer werdende Tätigkeitsfeld in der Gesundheitsversorgung bedienen zu können. Konkret geht es dabei beispielsweise um die Implementierung von evidenzbasierter Praxis in Diagnostik und Therapie, das kritische Hinterfragen des eigenen Handelns und eine intensivierte interprofessionelle Zusammenarbeit.

Deshalb und wegen des immer weiter voranschreitenden Fachkräftemangels fordert der SHV im Schulterschluss mit anderen Akteuren im therapeutischen Bildungsbereich von der Politik massive Anpassungen bei der Novellierung der Berufsgesetze.

Zentrales Anliegen ist es, die Therapieberufe zukunftsgerecht weiterzuentwickeln, die Attraktivität zu steigern und die Qualität der Ausbildung zu verbessern. Internationaler Standard ist eine hochschulische Qualifizierung von Therapeuten.

Die Mitgliedsverbände des SHV haben ihre Positionen und Vorschläge zur Novellierung der Berufsgesetze beim Bundesministerium für Gesundheit eingereicht und stehen für weitere fachlich-inhaltliche Gespräche zur Modernisierung der Therapieberufe bereit. Die Bearbeitung der Vorschläge liegt aktuell in einer von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eingesetzten Bund-Länder-Arbeitsgruppe.

Die Novellierung der Berufsausbildungsgesetze ist eins der vier großen Themen, die beim 2. TherapieGipfel in Berlin im Mittelpunkt stehen werden. Am 9. September ab 13 Uhr wird es zudem um die Vergütung der Heilmittelerbringer, das Digitale Versorgung-Gesetz (DVG), den Direktzugang und die Blankoverordnung gehen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (MdB) hat seine Teilnahme bereits zugesagt.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur kostenlosen Online-Anmeldung gibt es unter www.shv-heilmittelverbaende.de/therapiegipfel.

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news-1333 Thu, 08 Aug 2019 14:43:00 +0200 IFK-Wissenschaftspreis 2019 – Gangbild bei Kindern mit Cerebral Parese https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1333&cHash=459d01e4e1c1faffe3651199a82ed3c8 Bereits zum 15. Mal prämierte der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK) herausragende wissenschaftliche Arbeiten von Studierenden. Die Serie „IFK-Wissenschaftspreis 2019“ stellt die Forschungsthemen der Preisträger vor. Die Arbeiten werden zudem ausführlicher in den kommenden Ausgaben des IFK-Fachmagazins physiotherapie vorgestellt. 2. Preis Bachelorarbeiten – Klinisch/Experimentell

Bettina Veit, HS-Osnabrück

„EMG – Biofeedback Methode zur Verbesserung des Gangbildes bei Kindern mit Cerebral Parese – A single case study“

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Bettina Veit untersuchte in ihrer Fallstudie die Wirksamkeit der Elektromyographie (EMG) Biofeedback Methode zur Verbesserung des Gangbilds bei Kindern mit Cerebral Parese (CP). Für die sechswöchige Projektphase wurden zwei Mädchen (zehn und elf Jahre) mit einer unilateralen spastischen CP als Teilnehmerinnen rekrutiert. Die Studie folgte dem ABA-Prinzip. Die Phasen A waren durch die Beobachtung der Teilnehmerinnen gekennzeichnet, in Phase B fand eine Intervention statt. Während der Interventionsphase führte jedes Kind an zweimal fünf Tagen unter Anleitung dasselbe Übungsprogramm für die gluteale Muskulatur aus. Ein Kind erhielt während der Übungen Rückmeldung durch die EMG-Biofeedbackmethode, das andere Kind trainierte ohne EMG-Biofeedback.

Für vergleichbare Ergebnisse setzte die Autorin in jeder Phase des Projekts verschiedene Gangtests (6-Minuten-Gehtest, 10-Meter-Gehtest, Ganganalyse), Muskelkrafttests (Muskelfunktionsprüfung/Maximum Voluntary Contraction) und die Werte der „Trainerlinien“ der verwendeten Software als Messinstrumente ein.

In der Abschlussmessung zeigte sich bei beiden Teilnehmerinnen eine deutliche Verbesserung der Messwerte. Im direkten Vergleich fiel auf, dass die Werte des Kinds, das mit EMG-Biofeedback Methode trainierte, denen des anderen Kinds grundsätzlich deutlich überlegen waren. Auch wenn diese Fallstudie nicht direkt generalisierbar ist, sprechen die Ergebnisse für die EMG-Biofeedback Methode. Der Langzeit-Effekt sowie die Frage nach der Therapieintensität und der Bedeutung der Motivation sollte in weiteren Studien genauer untersucht werden.

Nach Meinung der Jury hat Bettina Veit in ihrer Bachelorarbeit ein klinisch relevantes Thema aufgegriffen, welches trotz der Spezifität – die Ganganalyse mit Elektromyographie – gerade für die oftmals chronischen Patienten mit Cerebralparese eine bedeutsame wissenschaftliche Grundlage schaffen könnte. Die beiden in dieser Arbeit beschriebenen Einzelfälle wurden sorgfältig untersucht und zusammen mit den Ergebnissen einer umfassenden Literaturrecherche ausführlich dargestellt. Darüber hinaus wurde die Notwendigkeit der Verbesserung der Evidenzlage im Bereich der Neurologie und Pädiatrie durch den wachsenden Anspruch an physiotherapeutisches Handeln deutlich.

Herzlichen Glückwunsch, Bettina Veit!

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news-1322 Wed, 07 Aug 2019 10:00:00 +0200 Vergütung: Weitere Schritte müssen folgen https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1322&cHash=6e6c70587d9b2df13e6071c5a995af56 Heilmittelerbringer gehören zu den Berufsgruppen in Deutschland, die am schlechtesten vergütet werden. Die Folgen dessen sind schon jetzt leicht zu erkennen: Der Fachkräftemangel ist überall präsent, Patienten müssen immer länger auf freie Termine warten. Denn die geringe Vergütung macht es gerade für junge Leute unattraktiv, Ergotherapeut, Physiotherapeut, Podologe oder Masseur und medizinischer Bademeister zu werden. Die Vergütung der Heilmittelerbringer ist eins der vier großen Themen, die beim 2. TherapieGipfel in Berlin im Mittelpunkt stehen werden. Am 9. September ab 13 Uhr wird es zudem um das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG), den Direktzugang, die Blankoverordnung und die Novellierung der Berufsausbildungsgesetze mit Blick auf die Akademisierung gehen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (MdB) hat seine Teilnahme bereits zugesagt. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur kostenlosen Online-Anmeldung gibt es unter www.shv-heilmittelverbaende.de/therapiegipfel.]]> Aktuelles news-1321 Mon, 05 Aug 2019 10:44:08 +0200 IFK gestaltet INNOlab am 11. September in Bochum mit https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1321&cHash=a3dc70e496fc665319c508fe33bada7c „Zukunfts(T)raum Gesundheit“ – Mit diesem Titel geht die Veranstaltung INNOlab in die nächste Runde, um die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Branchen und Berufen voranzutreiben. Der IFK beteiligt sich mit gleich zwei Programmpunkten am INNOlab 2019, das am 11. September im Veranstaltungszentrum der Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstraße 150, 44801 Bochum, stattfindet. Zwischen 10:40 Uhr und 11:40 Uhr beteiligt sich Christiane Bruchhaus-Marek, IFK-Regionalausschussvorsitzende, an der Podiumsdiskussion zum Thema „Interdisziplinäre Augenhöhe und Kollegialität im Skill-Grade-Mix: Von der konkreten Utopie auf dem Weg in den Alltag?“. Ab 11:50 Uhr erfahren die Teilnehmer des Workshops „Virtual Reality in der Physiotherapie – Einsatz und Nutzen in der Praxis“ nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch, wie der Einsatz moderner VR-Technologien im physiotherapeutischen Praxisalltag aussehen kann. Hannah Bauer und Philipp Zajac gehen dabei auch darauf ein, welcher Nutzen daraus für Patient und Therapeut entsteht. Bauer ist Gewinnerin des IFK-Wissenschaftspreises 2019 in der Kategorie Bachelorarbeit – Literatur/Konzept. Interessierte können sich kostenlos auf der Internetseite des INNOlabs anmelden.]]> Aktuelles news-1320 Wed, 31 Jul 2019 10:53:36 +0200 IFK-Forum Süd: Ergebnisse PhysioPraX 2.0 vorgestellt https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1320&cHash=2814c28e576796fc523265ef26811825 Die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsanalyse PhysioPraX 2.0 sind alarmierend: „Das monatlich verfügbare Einkommen eines Physiotherapie-Praxisinhabers liegt im Durchschnitt niedriger als das eines angestellten Physiotherapeuten im Krankenhaus mit ähnlichem Verantwortungsbereich – obwohl Praxisinhaber im Schnitt 45 Stunden pro Woche arbeiten“, berichtete Ute Repschläger, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten (IFK), beim IFK-Forum Süd in Feldkirchen bei München. Zudem habe PhysioPraX 2.0 zum Vorschein gebracht, dass 58 Prozent der Praxen weiteren Personalbedarf für durchschnittlich 26 Wochenstunden haben. Ein Blick in die Arbeitsmarktstatistik belege aber, dass in der Physiotherapie Vollbeschäftigung herrsche. „Was positiv klingt, hat einen entscheidenden Nachteil: Es vergehen mehrere hundert Tage, bis Praxisinhaber einen neuen Mitarbeiter einstellen können“, machte Repschläger auf das Problem aufmerksam. „Hier müssen dringend die grundlegenden Strukturen geändert werden.“ Zwar habe sich die Vergütungssituation seit 2016 bereits verbessert, „aber ausreichend ist sie noch lange nicht. Unsere Forderung ist relativ simpel: Wir brauchen noch mal mindestens 30 Prozent mehr Vergütung, um in wirtschaftlich ruhigeres Fahrwasser zu kommen“, betonte die IFK-Vorstandsvorsitzende. Um dies zu belegen, werde derzeit ein weiteres Gutachten zur Wirtschaftlichkeit von Praxen aller Heilmittelerbringer vorbereitet. Voraussichtlich ab September sei der Fragebogen dazu fertig. „Dann brauchen wir ganz dringend Ihre Mithilfe“, forderte Repschläger die knapp 50 Teilnehmer des IFK-Forums Süd schon jetzt auf, einen Einblick in die Wirtschaftlichkeit der Praxen zu gewähren. Neben der wirtschaftlichen Situation in der Physiotherapie waren auch die Änderungen durch das TSVG Themen des IFK-Forums. Das TSVG beinhaltet nicht nur Vergütungserhöhungen, sondern noch viele weitere Neuerungen. Eine davon ist, dass es künftig anstelle eines Schiedsverfahrens eine feste Schiedsstelle geben wird. „Das hat einen deutlichen Vorteil“, erläuterte Dr. Björn Pfadenhauer, IFK-Geschäftsführer. „Denn die Schiedsstelle hat feste Mitglieder, die also bereits im Thema sind. Dadurch können viel schneller Einigungen erzielt werden, als wenn im Zuge eines Schiedsverfahrens erst Schlichter einberufen werden müssen. Außerdem ist die Schlichtungsdauer gesetzlich auf maximal drei Monate begrenzt.“ Zur Erneuerung der Heilmittelrichtlinie konnte Pfadenhauer bereits sagen, dass es künftig keine Regelfälle mehr geben wird, sondern orientierende Behandlungsmengen. Genaue Details seien aber derzeit noch in Klärung. „Wir werden Sie hierzu schnellstmöglich informieren“, versprach er den IFK-Mitgliedern. Weitere Bilder vom IFK-Forum Süd 2019 gibt es in der Fotostrecke. Einen Artikel über den Vortrag von Michael Reinhard, ifo-Institut, gibt es hier.]]> Aktuelles