IFK - Aktuelle Meldungen http://ifk.de de IFK Tue, 03 Aug 2021 05:10:22 +0200 Tue, 03 Aug 2021 05:10:22 +0200 TYPO3 news-1758 Mon, 02 Aug 2021 11:22:06 +0200 Ein Rückblick auf 40 Jahre muskuloskelettale Physiotherapie https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/ein-rueckblick-auf-40-jahre-muskuloskelettale-physiotherapie Auf eine 40-jährige interkontinentale Zeitreise der muskuloskelettalen Physiotherapie nahm Christine Hamilton die Zuschauer in ihrem Vortrag anlässlich des IFK-Jubiläumssymposiums mit. Dabei stellte sie heraus, dass eine vielschichtige, patientenzentrierte Physiotherapie nicht nur besonders wirksam, sondern hierdurch auch effizienter ist.

In der Vergangenheit wurde im Hinblick auf die Behandlung muskuloskelettaler Schmerzen größtenteils nur nach der pathologischen Ursache der Beschwerden gesucht, stiegt die Australierin Hamilton in ihren Vortrag ein. Eine optimale Behandlung sei aber erst dann möglich, wenn ein diagnostischer Prozess (= „clinical reasoning“) stattfindet. Dieser Prozess beinhalte den Befund und die Anamnese, zu denen radiologische, pathologische, neurologische und manualtherapeutische Untersuchungen zählen. Ziel sei es, Ursachen der muskuloskelettalen Beschwerden zu finden und so genannte „red flags“ zu identifizieren, die auf eine ernsthafte Erkrankung hindeuten. Muskuloskelettale Beschwerden zeigen jedoch häufig keine eindeutig pathoanatomische Ursache (ca. 70 Prozent) und werden als unspezifisch eingeordnet. Daher zeigt sich die pathoanatomische Vorgehensweise als wissenschaftlich problematisch und unzureichend für die biopsychosozialen Eigenschaften von Schmerzen.

Seit Einführung des ICF-Modells (International Classification of Function, Disability and Health) im Jahr 2001 findet zudem die Einteilung der Patienten in ICF I (akute spezifische und unspezifische Beschwerden), ICF II (rezidiv chronische funktionelle Beeinträchtigungsebene der Beschwerden) und ICF III (chronische Partizipationsebene der Beschwerden) statt. Die meisten Patienten der Physiotherapie gehören den Gruppen ICF I und ICF II an. Trotzdem findet die meiste Forschung bei Patienten mit ICF III statt, da diese Patientengruppe die meisten Kosten verursachen.

Rückblickend auf die Behandlungsmethoden in der Physiotherapie konnte Hamilton immer wieder neue „Trends“ unter den Therapeuten feststellen. In den 80er- und 90er-Jahren fanden immens viele chirurgische Eingriffe statt, bei denen Physiotherapeuten vor allem passiv („hands on“–Techniken) behandelten (Manuelle Therapie und Massage). Dazu sind andere manuelle Techniken gekommen (Triggerpunktbehandlungen, Osteopathie u. a.). Neben den „hands on“-Techniken fand eine allgemeine Aktivierung der Patienten statt, wobei viel gedehnt und gekräftigt wurde. Die Edukation von Patienten hatte sowohl in der Medizin als auch in der Physiotherapie keinen Stellenwert. Vielmehr wurden Verbote zu bestimmten Verhaltensweisen in Bezug auf die jeweilige Erkrankung erteilt und die Patienten dazu angehalten, sich zu schonen und Strukturen zu entlasten.

Heute ist klar: Um der Vielfältigkeit muskuloskelettaler Beschwerden gerecht zu werden, ist kein Einzelkonzept ausreichend. Es braucht einen Paradigmenwechsel. Zusätzlich zu der pathoanatomischen Struktur muss die psycho-soziale Ebene des Patienten einbezogen werden. Der Fokus auf Funktion anstatt auf Schmerzen gestaltet die Therapie lösungsorientiert und patientenspezifisch, betonte Hamilton. Hierbei helfe die integrierte Herangehensweise, bei der Patienten offen ihr Problem kommunizieren sollen. Der Therapeut nutzt diesen Input, um die Ursachen in nozizeptive, neuropathische oder noziplastische Mechanismen einzuteilen und dann entsprechend zu befunden und zu behandeln. Eine klare Einteilung der Patienten in diese drei Gruppen ist natürlich nicht immer möglich.

Die neue Vorgehensweise der multimodalen Physiotherapie sollte dabei immer aus passiven, aktiven und edukativen/beratenden Komponenten bestehen. In der Therapie kommt es dabei immer zu einer Überlappung dieser drei Komponenten, sodass man nicht mehr nur von einer multimodalen, sondern einer transmodalen Physiotherapie ausgeht. Studien belegen, dass die multimodale Physiotherapie nicht nur wirksam ist, sondern hierdurch auch enorm viele Kosten und Zeit eingespart werden können. Hamilton betonte abschließend, dass die Durchführung einer multimodalen Physiotherapie erst dann wirklich umsetzbar wird, wenn die Verordnungsstrukturen in Deutschland aufgebrochen werden (Direktzugang), den Therapeuten mehr Zeit für die Behandlung eingeräumt wird, diese Zeit angemessen vergütet wird und die Fortbildungsstrukturen angepasst werden.

Christine Hamilton hielt zu diesem Thema einen Vortrag beim digitalen IFK-Jubiläumssymposium. Der vollständige Vortrag ist im IFK-YouTube-Kanal abrufbar. Eine Übersicht aller Beiträge zum IFK-Jubiläumssymposium gibt es unter www.ifk.de/40-jahre-ifk.

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Aktuelles
news-1757 Fri, 30 Jul 2021 09:01:18 +0200 Hochwasser: Erleichterungen der Abrechnung bei verlorengegangenen Verordnungen https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/hochwasser-erleichterungen-der-abrechnung-bei-verlorengegangenen-verordnungen Von dem Hochwasser, das in einigen Regionen Deutschlands enorme Schäden angerichtet hat, sind auch zahlreiche Physiotherapiepraxen betroffen. Um die Behandlungskontinuität der GKV-Versicherten sicherzustellen, empfiehlt der GKV-Spitzenverband (GKV-SV) seinen Mitgliedskassen daher, die Überprüfung der vertragskonformen Heilmittelabgabe auszusetzen. Im Rundschreiben vom 28. Juli 2021 regeln der GKV-Spitzenverband und die Krankenkassenverbände vorrangig, wie die Abrechnung von hochwasserbedingt beschädigten oder verloren gegangenen Verordnungen zu regeln ist. Grundsätzlich gilt, dass die Abrechnung – soweit möglich – mit den (noch) vorhandenen Originalunterlagen erfolgen soll. Für alle Fälle, in denen dies nicht möglich ist, wurden vier Fallbeispiele spezifiziert:

  1. Originalverordnung liegt nicht vor, ärztlich ausgestellte „Ersatzverordnung“ kann beigebracht werden
  2. Originalverordnung liegt nicht vor, „Verordnungskopien“ (digital oder in Papierform) liegen vor
  3. Abrechnungsdatensatz wurde erstellt, Papierverordnung ist jedoch nicht mehr verfügbar
  4. Weder Original- noch Ersatzverordnung, Verordnungskopie oder Abrechnungsdatensatz stehen zur Verfügung

In den Fällen 1 bis 3 können Abrechnungen unmittelbar bei den einzelnen Krankenkassen bzw. den von ihnen beauftragten Abrechnungsdienstleistern eingereicht werden. „Ersatzverordnungen“ oder „Verordnungskopien“ sind mit dem Kürzel „HW“ für Hochwasser zu kennzeichnen. In den Abrechnungsdatensätzen nach § 302 SGB V ist das Kürzel „HW“ auch im Segment „TXT“ einzutragen. Praxen, die vom Fallbeispiel 4 betroffen sind, bittet der GKV-SV, sich bei ihrem Berufsverband zu melden. Für diese Praxen werden die Krankenkassen zeitnah eine Härtefallregelung in Bezug auf die Abrechnung prüfen.

Die Ausnahmeregelungen sind bis zum 30. September 2021 befristet. Auch die Regelung, dass Heilmittel, für die kein Hausbesuch verordnet war, außerhalb der Praxisräumlichkeiten erbracht werden können, wurde verlängert. Der GKV-SV erklärt zudem, dass die Einhaltung vertraglicher Anforderungen zu Mindestöffnungszeiten, räumlichen und sachlichen Mindestvoraussetzungen, zur Meldung von Mitarbeitenden und Maßnahmen der Qualitätssicherung nicht geprüft werden.

Das vollständige Rundschreiben mit den Details zu den Fallbeispielen kann hier heruntergeladen werden: RUNDSCHREIBEN 

In einem weiteren Rundschreiben hat der GKV-Spitzenverband bereits darüber informiert, welche Vorgehensweise er im Umgang mit Arbeitgebern empfiehlt, die ihre Beiträge nicht rechtzeitig bezahlen können: RUNDSCHREIBEN

Bei Fragen und wenn sie von Fallbeispiel 4 betroffen sind, wenden sich betroffene Mitgliedspraxen bitte an die IFK-Mitgliederberatung, E-Mail: abrechnung@ifk.de, Tel.: 0234 97745-333.  

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Aktuelles
news-1756 Thu, 29 Jul 2021 08:26:50 +0200 Neue SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards des BGW veröffentlicht https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/neue-sars-cov-2-arbeitsschutzstandards-des-bgw-veroeffentlicht Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat die Arbeitsschutzstandards für therapeutische Praxen erneut aktualisiert. Aufgrund vergleichbarer Bedingungen hat die BGW die Vorgaben für Praxen für Physiotherapie, Ergotherapie, Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie, Podologie, Hebammenkunde sowie verwandte Berufsgruppen in einem gemeinsamen Branchenstandard gebündelt. Der Arbeitsschutzstandard konkretisiert die „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel“ und den „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und schließt die „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung“ (Corona-ArbSchV) mit ein.

Die wichtigsten Änderungen des Arbeitsschutzstandards sind die Anpassungen in den Regelungen zur Maskenpflicht. Patientinnen und Patienten müssen in der Praxis den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz nach den jeweiligen Verordnungen der Länder tragen. Sollten ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu Beschäftigten nicht eingehalten werden können, sollte jedoch mindestens der Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Ergibt eine Gefährdungsbeurteilung, dass ein Schutz der Beschäftigten durch den Mund-Nasen-Schutz nicht ausreichend ist, sind weiterhin Atemschutzmasken (FFP2-Masken oder gleichwertige Atemschutzmasken) zu tragen. Beschäftigte müssen demnach eine Atemschutzmaske tragen, wenn Patientinnen und Patienten bei gesichtsnahen Tätigkeiten im Ausatembereich Mund und Nase nicht bedecken können.

Erstmalig berücksichtigt der Arbeitsschutzstandard der BGW den Impf- bzw. Genesenenstatus bei den Regelungen zur Maskenpflicht. Ist bekannt, dass sowohl Patientin bzw. Patient als auch der Therapeut geimpft bzw. genesen ist, kann auch bei engem unmittelbarem Kontakt mit einem Abstand unter 1,5 Metern auf eine Atemschutzmaske verzichtet und nur ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Weiterhin enthält der Arbeitsschutzstandard Erleichterungen in puncto Reinigung und Desinfektion von Kontaktflächen, wie Türklinken und Handläufen. Eine strikte Vorgabe zur Mindestfläche von 10 qm pro Person ist nicht mehr enthalten.

Der vollständige Arbeitsschutzstandard steht auf der Internetseite des BGW zum Download zur Verfügung: SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für therapeutische Praxen (bgw-online.de)

IFK-Mitglieder können sich bei Fragen an die IFK-Geschäftsstelle wenden, E-Mail: ifk@ifk.de, Tel.: 0234 97745-0.

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Aktuelles
news-1755 Wed, 28 Jul 2021 14:08:46 +0200 Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuen Bundesrahmenvertrag https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/antworten-auf-haeufig-gestellte-fragen-zum-neuen-bundesrahmenvertrag Da es zum neuen Bundesrahmenvertrag noch viele Fragen gibt, haben der IFK und die anderen maßgeblichen Physiotherapieverbände mit dem GKV-Spitzenverband gemeinsam einen Fragen-Antworten-Katalog entwickelt, der die dringendsten Fragen für den Praxisalltag beantwortet. So werden insbesondere einige Unklarheiten zur Abrechnung und zur Korrektur einer Verordnung beseitigt. Der Fragen-Antworten-Katalog soll fortlaufend aktualisiert und zukünftig um weitere Fragen ergänzt werden, die sich bei der Umsetzung des Vertrages ergeben.

Der Fragen-Antworten-Katalog kann hier heruntergeladen werden.

Den neuen Bundesrahmenvertrag können IFK-Mitglieder unter „Mitglieder-Service – Rahmenvertrag/Preislisten/Beihilfevorschriften“ herunterladen. Dort finden sie auch die Preislisten und die Anerkenntniserklärung. Sämtliche Merkblätter, die im Zusammenhang mit dem Bundesrahmenvertrag stehen, wurden aktualisiert und können im physioservice heruntergeladen werden. IFK-Mitglieder können die Merkblätter auch kostenfrei in der IFK-Geschäftsstelle bestellen, E-Mail: ifk@ifk.de,Tel.: 0234 97745-0.

Bei Unklarheiten und Fragen zum neuen Bundesrahmenvertrag können IFK-Mitglieder sich auch an die IFK-Mitgliederberatung, E-Mail: abrechnung@ifk.de, Tel.: 0234 97745-333, wenden.

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Aktuelles
news-1754 Thu, 22 Jul 2021 13:58:26 +0200 Bundesrahmenvertrag und Preislisten für IFK-Mitglieder verfügbar https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/bundesrahmenvertrag-und-preislisten-fuer-ifk-mitglieder-verfuegbar Am 1. August 2021 wird ein bundeseinheitlicher Rahmenvertrag samt neuer Preislisten in Kraft treten. Die entsprechenden Dokumente sind nun zwischen dem GKV-Spitzenverband und den maßgeblichen Verbänden finalisiert und bereits an die IFK-Mitglieder verschickt worden. Sie stehen zudem im internen Bereich der IFK-Internetseite zur Verfügung. Den neuen Bundesrahmenvertrag können IFK-Mitglieder unter „Mitglieder-Service – Rahmenvertrag/Preislisten/Beihilfevorschriften“ herunterladen. Dort finden sie auch die Preislisten und die Anerkenntniserklärung. Sämtliche Merkblätter, die im Zusammenhang mit dem Bundesrahmenvertrag stehen, wurden aktualisiert und können im physioservice heruntergeladen werden. IFK-Mitglieder können die Merkblätter auch kostenfrei in der IFK-Geschäftsstelle bestellen, E-Mail: ifk@ifk.de oder Tel.: 0234 97745-0.

IFK-Mitglieder, die solche Informationen künftig per E-Mail erhalten möchten, können gern ihr Einverständnis dazu geben. Informationen gibt es unter www.ifk.de/email-benachrichtigungen.

Alle Praxisinhaber, die ihre Zulassung vor dem Inkrafttreten des neuen Bundesrahmenvertrags (1. August 2021) erhalten haben, müssen dem neuen Vertrag binnen sechs Monaten zustimmen. Dann gilt die bereits erteilte Zulassung unverändert fort. Der IFK bietet seinen Mitgliedern an, die Anerkenntnis des neuen Rahmenvertrags zu übernehmen. In diesem Fall müssen Mitglieder dem Verband eine Vollmacht für das Zulassungsportal der ARGEn Heilmittel erteilen. Der Vordruck zur Vollmacht kann auf der IFK-Internetseite unter „Beruf – Existenzgründung“ heruntergeladen werden.

Bei Fragen wenden sich IFK-Mitglieder bitte an die IFK-Mitgliederberatung, E-Mail: abrechnung@ifk.de, Tel.: 0234 97745-333.

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Aktuelles
news-1753 Tue, 20 Jul 2021 14:26:06 +0200 Hochwasser: Unterstützung für Betroffene https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/hochwasser-unterstuetzung-fuer-betroffene Das Hochwasser hat in einigen Regionen Deutschlands enorme Schäden angerichtet. Betroffene Physiotherapiepraxen können sich gern an einen der vier Physiotherapie-Verbände wenden, die gemeinsam den Bedarf vor Ort eruieren sowie Hilfs- und Informationsangebote bereitstellen. IFK, PHYSIO-DEUTSCHLAND, VDB und VPT sammeln derzeit Rückmeldungen zur aktuellen Situation der Physiotherapiepraxen in den Überschwemmungsgebieten und führen diese Informationen zusammen. Natürlich können noch nicht alle Praxisinhaber ihre jetzige Situation und den möglichen Schaden überblicken. Betroffene können sich daher bei Bedarf auch noch in den kommenden Wochen melden. Die Verbände stehen unter anderem bei individuellem Beratungsbedarf zu Abrechnungen, Versicherungen, Finanzhilfen und vielen weiteren Themen gern zur Verfügung.

GKV erlaubt Behandlung außerhalb der Praxisräume

Der GKV-Spitzenverband spricht sich dafür aus, bei vom Hochwasser Betroffenen die Überprüfung der vertragskonformen Heilmittelabgabe auszusetzen. In dem Rundschreiben wird den Krankenkassen empfohlen, dass betroffene Praxen auch an anderen Orten als in ihrer Praxis Behandlungen erbringen dürfen, beispielsweise im Haus des Versicherten oder an einem anderen Ort. Hierdurch entsteht jedoch kein Anspruch auf die Hausbesuchsvergütung. Entsprechende Verordnungen sind mit dem Kürzel „HW“ zu markieren. Die Sonderregelung gilt zunächst bis zum 15. August 2021. Außerdem besteht weiterhin die Möglichkeit der Videotherapie aufgrund der Corona-Pandemie.

Weitere Unterstützungen

  • Die Bundesregierung und die Länder haben Soforthilfen und Aufbauprogramme angekündigt.
  • Praxisinhaber aus den betroffenen Regionen haben einen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, da die aktuelle Situation in den betroffenen Regionen als „unabwendbares Ereignis“ durch „außergewöhnliche Witterungsumstände“ zu werten ist. Infos dazu gibt es im Merkblatt der Agentur für Arbeit (Seite 12 f.).
  • Die Finanzverwaltung NRW hat unter anderem bekanntgegeben, dass keine nachteiligen Folgen für Betroffene entstehen sollen, deren Buchführungsunterlagen und sonstige Aufzeichnungen unmittelbar durch das Hochwasser vernichtet worden oder verloren gegangen sind. Der betroffene Steuerpflichtige sollte die Vernichtung bzw. den Verlust zeitnah dokumentieren und soweit wie möglich nachweisen oder glaubhaft machen. Das vollständige Schreiben der Finanzverwaltung NRW gibt es hier.
  • Die Verbände stehen darüber hinaus im Austausch mit Abrechnungs- und Softwarefirmen sowie Praxisausstattern zu möglichen Sonderkonditionen für Betroffene.

Betroffene Praxisinhaber können sich gern in der IFK-Geschäftsstelle melden, E-Mail: ifk@ifk.de, Tel.: 0234 97745-0. Auch die Verbände PHYSIO-DEUTSCHLAND, VDB und VPT nehmen Rückmeldungen entgegen.

Das vollständige GKV-Schreiben steht hier zum Download zur Verfügung.

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Aktuelles
news-1751 Tue, 20 Jul 2021 09:34:00 +0200 IFK-Fachmagazin: Juli-Ausgabe erschienen https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/ifk-fachmagazin-juli-ausgabe-erschienen-1 40 Jahre Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK): Im Mittelpunkt der neuen Ausgabe des IFK-Fachmagazins physiotherapie steht das Jubiläum des Verbands, der sich von einer Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Physiotherapeuten zu einem professionell aufgestellten und bundesweit vertretenen Akteur im Gesundheitswesen entwickelt hat. Doch auch weitere spannende Themen finden sich in der aktuellen Ausgabe, in der ebenfalls die neue CPTE-Reihe startet. Eine Fotostrecke (ab S. 22) zeichnet die Entwicklung des IFK nach. Von einem bescheidenen Büroraum mit einer einzigen Schreibmaschine bis hin zur neuen Geschäftsstelle auf dem Bochumer Gesundheitscampus spannt sich der Bogen. Der Bilderreigen verbindet über die vier Jahrzehnte Ereignisse wie Jahreshaupt- und Vertreterversammlungen, Messauftritte und andere Aktionen und visualisiert gleichermaßen Kontinuität und Entwicklung. So mancher wird sich möglicherweise auf den Fotos wiederfinden.

Die Jubiläumsfeier selbst fand aufgrund der geltenden Corona-Vorschriften digital statt. Bei einem abwechslungsreichen wie spannenden Jubiläumssymposium kamen viele Themen zur Sprache, die den Physiotherapeuten derzeit auf der Seele brennen. In hochkarätig besetzten Podiumsdiskussionen ging es um die berufspolitische Zukunft der Branche sowie um Chancen der Digitalisierung. Deutlich wurde, dass der IFK mit Themen wie Digitalisierung, Direktzugang und faire Entlohnung Gehör auch bei Ärzteschaft und Politik gefunden hat. Fachvorträge rundeten das Programm ab. Mehr dazu steht ab S. 16. Übrigens: Die Veranstaltung steht weiterhin im IFK-YouTube-Kanal zum Anschauen bereit.

Ab sofort erscheinen regelmäßig CPTE-Artikel beim IFK. Prof. Dr. Christoff Zalpour gibt (ab S. 38) einen Überblick über die Entwicklung dieses Fortbildungsformats für Physiotherapeuten. Der erste Artikel – „Schmerzmechanismen und Clinical Reasoning“ von Hannu Luomajoki und Ralf Schesser – befindet sich in diesem Fachmagazin als gedruckte Beilage. Künftig werden in jeder Ausgabe des IFK-Fachmagazins physiotherapie Auszüge der CPTE-Artikel veröffentlicht. Die vollständige Version ist dann jeweils über einen QR-Code im internen Bereich der IFK-Internetseite zu finden. Dort gibt es auch weitere Informationen dazu, wie IFK-Mitglieder in Zukunft für das Lesen der CPTE-Artikel und das anschließende Beantworten der dazugehörigen Fragen Fortbildungspunkte erwerben können. IFK-Mitglieder können dann in einem vierjährigen Betrachtungszeitraum maximal zwölf Fortbildungspunkte erwerben, indem sie CPTE-Artikel lesen und die dazugehörigen Fragen korrekt beantworten.

Weitere spannende Themen dieser Ausgabe sind unter anderen der Bericht zur diesjährigen Jahreshauptversammlung (ab S. 8), eine neue Kooperation des IFK zur Erstellung der eigenen Praxisinternetseite (ab S. 6), das Evidenz Update zu Behandlungsmethoden des unspezifischen Kreuzschmerzes (ab S. 32) oder der Rechtartikel zur Vorsorgevollmacht (ab S. 34).

IFK-Mitglieder bekommen die neue Ausgabe des IFK-Fachmagazins physiotherapie kostenlos per Post zugestellt. Alle anderen Interessierten können die physiotherapie für 33 Euro im Jahr abonnieren. Online ist die Ausgabe PT 4-21 bereits jetzt hier kostenlos erhältlich.

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Aktuelles
news-1752 Mon, 19 Jul 2021 09:34:00 +0200 Neuer Bundesrahmenvertrag: Umfangreiche Serviceangebote für IFK-Mitglieder https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/neuer-bundesrahmenvertrag-umfangreiche-serviceangebote-fuer-ifk-mitglieder Der neue Physiotherapie-Bundesrahmenvertrag für alle gesetzlich Versicherten wird am 1. August 2021 in Kraft treten. Das hat der Schiedsspruch vom 13. Juli 2021 ergeben. „Damit der Übergang zu den neuen Regelungen für unsere Mitglieder möglichst einfach wird, haben wir ein breites Informationsangebot vorbereitet“, freut sich Ute Repschläger, IFK-Vorstandsvorsitzende, zu berichten. Mitgliederanschreiben

Bereits auf dem Weg zu den IFK-Mitgliedern ist ein Anschreiben, in dem die wichtigsten Eckpunkte des neuen Vertragswerks zusammengefasst sind. „Hier wird unter anderem detailliert beschrieben, worauf Praxisinhaber jetzt achten müssen“, erläutert Repschläger.

Zahlreiche Merkblätter aktualisiert

Der IFK bietet seinen Mitgliedern zu allen wichtigen Themen im Praxisalltag ausführliche Merkblätter an. Dazu gehören unter anderem die Bereiche Abrechnung (A), Gesetze (G) und Praxismanagement/Recht (M). „Auch hier hat das IFK-Team ganze Arbeit geleistet und bereits alle Merkblätter, die Bezug auf die neuen Rahmenvertragsinhalte nehmen, überarbeitet“, so Repschläger.

Dabei gehe es unter anderem um die folgenden Merkblätter:

A 06 „Prüfpflichten”

  • Prüfkriterien für eine Verordnung inkl. Korrekturart und -zeitpunkt

A 07 Aktuelle Abrechnungsfragen

  • Informationen zur Ausstellung, Durchführung und Abrechnung einer Verordnung

A 15 Alles über Zuzahlungen

  • Informationen über die Höhe der Zuzahlung, die Fälligkeit sowie das Einzugsprozedere
  • Beschreibung der Vorgehensweise bei Nichtzahlung einer Zuzahlung inkl. Musterschreiben

M 01 Behandlungsvertrag ohne Erläuterungen

  • Mustervertrag für Privatpatienten und GKV-Versicherte

M 07 Arztmitteilung/Berichtsposition

  • Muster sowie weitere Informationen zur Arztmitteilung

M 09 Praxisprüfung

  • Informationen rund um die rahmenvertraglichen Regelungen zur Praxisprüfung, z. B. Praxisbegehungen

M 11 Fortbildungspflichten

  • Informationen zur Anerkennung und zu nötigen Fortbildungspunkten

Checkliste für VO-Vorder-Rückseite Muster 13

  • Anlage 1/2 zu A 06

Tabellarische Übersicht zu Korrekturmöglichkeiten und zum Korrekturzeitpunkt

„Ein Beispiel aus dem Informationspaket des IFK ist die tabellarische Übersicht zur Korrekturmöglichkeit“, verweist die IFK-Vorstandsvorsitzende auf die Datei, die hier auch von Nicht-Mitgliedern kostenfrei heruntergeladen werden kann.

IFK-Mitglieder finden darüber hinaus die stets aktuellste Fassung aller Merkblätter im physioservice im internen Bereich der IFK-Internetseite oder können sie kostenlos in der IFK-Geschäftsstelle anfordern, E-Mail: ifk@ifk.de, Tel.: 0234 97745-0. Die neuen Preislisten (A 05) werden bereitgestellt, sobald dem IFK eine finale Fassung vorliegt.

Mitgliederberatung

Selbstverständlich steht das IFK-Team darüber hinaus auf für individuelle Fragen bereit. IFK-Mitglieder erreichen

  • das Team der Expertenhotline Wirtschaft unter E-Mail: abrechnung@ifk.de oder unter Tel.: 0234 97745-333,
  • das Team der Expertenhotline Zulassung unter E-Mail: zulassung@ifk.de oder unter Tel.: 0234 97745-777,
  • das Team der Expertenhotline Fortbildung unter E-Mail: fortbildung@ifk.de oder unter Tel.: 0234 97745-999
  • und die Juristinnen unter E-Mail: ifk@ifk.de oder unter der zentralen Durchwahl 0234 97745-0.

(Telefonzeiten jeweils Montag bis Freitag zwischen 9 und 15 Uhr)

Dokumente des Bundesrahmenvertrags

Alle Dokumente zum neuen Bundesrahmenvertrag samt Preislisten sowie die Anerkenntniserklärung werden im internen Bereich der IFK-Internetseite zur Verfügung stehen, sobald die Dokumente zwischen dem GKV-Spitzenverband und den Verbänden finalisiert worden sind. IFK-Mitglieder, die dem digitalen Versand bereits zugestimmt haben, erhalten die Dateien zudem per E-Mail. Alle anderen Mitglieder erhalten ein postalisches Anschreiben samt Preislisten sowie dem Hinweis darüber, dass der Vertrag auf der IFK-Internetseite zum Download bereitsteht.

IFK-Mitglieder, die alle Informationen zum neuen Rahmenvertrag schneller erhalten möchten als es auf dem Postweg möglich ist, können gern noch ihr Einverständnis dazu geben, dass der IFK sie zukünftig digital kontaktieren darf. Informationen dazu gibt es unter www.ifk.de/email-benachrichtigungen.

Anerkennung des Vertrags

Alle Praxisinhaber, die ihre Zulassung vor dem Inkrafttreten des neuen Bundesrahmenvertrags (1. August 2021) erhalten haben, müssen dem neuen Vertrag binnen sechs Monaten zustimmen. Dann gilt die bereits erteilte Zulassung unverändert fort. Dazu müssen Sie sich auf dem Internetportal der zuständigen ARGE (www.zulassung-heilmittel.de/argen.html) einloggen und dem neuen Bundesrahmenvertrag per Klick zustimmen.

Die Mitarbeiter der IFK-Zulassungsabteilung übernehmen die Anerkennung selbstverständlich gern für Sie. Wir benötigen dazu jedoch Ihre ausgefüllte Einverständniserklärung. Die „Vollmacht IFK Zulassungsportal“ finden Sie unter https://ifk.de/verband/beruf/existenzgruendung.

Wichtig: Die Regelungen des neuen Bundesrahmenvertrags gelten ab dem 1. August 2021 einheitlich bundesweit – unabhängig davon, ob ein Praxisinhaber dem Vertrag bereits zugestimmt hat oder nicht! Die Anerkennung ist dennoch wichtig, damit bestehende Praxen ohne eine erneute Prüfung ihre Zulassung behalten (Bestandsschutz).

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Aktuelles
news-1750 Thu, 15 Jul 2021 11:07:27 +0200 Schiedsspruch: digitale Infoveranstaltung auf YouTube abrufbar https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/schiedsspruch-digitale-infoveranstaltung-auf-youtube-abrufbar Über die neuen Regelungen des Schiedsspruchs, den die unabhängige Schiedsstelle am 13. Juli 2021 für die Physiotherapie gefällt hat, informierten die vier maßgeblichen Physiotherapieverbände in einer gemeinsamen digitalen Veranstaltung. Das Video der Veranstaltung steht nun dauerhaft und jederzeit abrufbar im IFK-YouTube-Kanal zur Verfügung. Zum Video im IFK-YouTube-Kanal.

Wer lieber liest, kann einen Blick in den Artikel „Der neue Bundesrahmenvertrag – ein Kurzüberblick“ werfen. IFK-Mitglieder finden zudem ein umfangreiches Mitgliederanschreiben sowie zahlreiche aktualisierte Merkblätter im internen Bereich der IFK-Internetseite.

Bei Detailfragen wenden sich IFK-Mitglieder bitte an die Mitgliederberatung, E-Mail: ifk@ifk.de, Tel.: 0234 97745-0.

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Aktuelles
news-1749 Wed, 14 Jul 2021 20:00:00 +0200 Der neue Bundesrahmenvertrag – ein Kurzüberblick https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/der-neue-bundesrahmenvertrag-ein-kurzueberblick Am 1. August 2021 tritt der neue Bundesrahmenvertrag für die Physiotherapie in Kraft. Das hat die Heilmittelschiedsstelle mit ihrem Schiedsspruch vom 13. Juli 2021 entschieden. Die Preise haben eine Laufzeit bis zum 31. Juli 2022. Die wichtigsten Änderungen dazu sind hier überblicksartig zusammengestellt. Weitere detaillierte Informationen erhalten IFK-Mitglieder in den Merkblättern im physioservice sowie in der IFK-Mitgliederberatung, E-Mail: ifk@ifk.de, Tel.: 0234 97745-0.

Stichtage

Die Vergütungserhöhung gilt für alle Behandlungen, die ab dem 1. August 2021 durchgeführt werden. Um den Praxen, Abrechnungszentren und Softwareherstellern die Möglichkeit zu geben, alle nötigen Umstellungen rechtzeitig umzusetzen, dürfen die Behandlungen mit den neuen Preisen aber erst ab dem 1. September 2021 abgerechnet werden.

Vergütungserhöhung

Die Schiedsstelle hat mit ihrem Schiedsspruch festgesetzt, dass die Preise zum 1. August 2021 im Vergleich zu den Bundespreisen vom 1. Juli 2019 dauerhaft um 14,09 Prozent steigen. In der Erhöhung um 14,09 Prozent sind die 1,51 Prozent eingerechnet, um die die Preise bereits zum 1. April 2021 erhöht wurden.

Eigentlich hätte zum 1. April 2021 allerdings schon die jetzt festgesetzte Preissteigerung erfolgen müssen. Um die „verloren gegangenen Monate“ auszugleichen, hat die Schiedsstelle sogenannte Zahlbeträge – Zahlungsverpflichtungen der Kassen gegenüber den Therapeuten – festgesetzt. Sie sollen die entgangenen Umsatzsteigerungen für den Zeitraum 1. April 2021 bis 31. Juli 2021 kompensieren.

Im Zeitraum vom 1. August 2021 bis zum 30. November 2021 werden die Preise daher vorübergehend um 26,67 Prozent angehoben und danach wieder auf den Wert einer 14,09-prozentigen Erhöhung abgesenkt. Es wird daher zunächst einen Preis für den Zeitraum vom 1. August bis zum 30. November 2021 und dann einen Preis ab Dezember 2021 bis zum Ende der Vertragslaufzeit geben.

Es wird zudem eine neue Position „Physiotherapeutischer Bericht auf schriftliche Anforderung der zuständigen gesetzlichen Krankenkasse oder der behandelnden Ärzt*innen“ geben. Dieser Bericht wird pauschal mit 55 Euro vergütet.

Weitere Informationen dazu finden IFK-Mitglieder im Merkblatt „Aktuelle Abrechnungsfragen“ (A 07).

Neue Unterbrechungsfristen

Laut neuem Bundesrahmenvertrag sind Verordnungen mit bis zu sechs Behandlungseinheiten drei Monate lang gültig, Verordnungen mit mehr als sechs Behandlungseinheiten sechs Monate lang. Nach Ablauf dieser Fristen müssen die Verordnungen unverzüglich abgebrochen werden. Dafür ist jedoch die Dauer der einzelnen Unterbrechungen nicht mehr begrenzt. Solange der maximale Gültigkeitszeitraum nicht überschritten wird, gibt es für zwischenzeitliche Unterbrechungen keine Vorgaben mehr.

Detaillierte Informationen dazu, wann und wie Unterbrechungen auf der Verordnung gekennzeichnet werden müssen, gibt es im Merkblatt „Prüfpflichten“ (A06).

Prüfpflichten/Korrekturmöglichkeiten

Es gibt künftig mehr Möglichkeiten, fehlerhafte Verordnungen zu korrigieren. Mit der Behandlung darf begonnen werden, wenn folgende Angaben korrekt auf der Verordnung angegeben wurden:

  • Name und Vorname des Versicherten
  • Geburtsdatum
  • Kostenträger
  • Ausstellungsdatum
  • Diagnose
  • Heilmittel
  • Stempel und Unterschrift des Arztes

Darüberhinausgehende Angaben können grundsätzlich noch bis zur Abrechnung geändert werden. Zudem sind einige Angaben auch noch nachträglich korrigierbar, also nachdem die Krankenkasse die Verordnung abgesetzt hat. Die Korrekturen müssen dann innerhalb von drei Monaten nach der Absetzung erfolgen.

Wichtig: Das Feld „Leistungserbringer“ auf der Rückseite der Verordnung muss nicht ausgefüllt werden. Dazu gibt es weder eine vertragliche noch eine gesetzliche Regelung.

Detaillierte Informationen dazu gibt es in den Anlagen 3a und 3b des Bundesrahmenvertrags. IFK-Mitglieder finden zudem eine tabellarische Übersicht in der Anlage zum Merkblatt „Prüfpflichten“ (A 06).

Prozedere des Zuzahlungseinzugs

Die gesamte Zuzahlung ist nun eindeutig schon am ersten Tag der Behandlungsserie fällig. Das heißt, sie kann bei der ersten Therapieeinheit eingefordert werden. Darüber muss der Praxisinhaber den Patienten vor Beginn der Behandlung in Schriftform informieren. Das kann zum Beispiel über einen Aushang/Aufsteller oder einen Vermerk auf dem Terminzettel geschehen.

Sobald der Versicherte seine Zuzahlung geleistet hat, erhält er darüber eine Quittung. Wenn die Zuzahlung schlussendlich niedriger ausfällt, etwa weil die Behandlung abgebrochen wurde, hat der Patient einen Anspruch auf Erstattung der zu viel geleisteten Zuzahlung. Darauf müssen Praxisinhaber ihre Patienten auf der Quittung schriftlich hinweisen.

Zahlt der Versicherte seine Zuzahlung am ersten Behandlungstag nicht, kann er ab dem Tag der zweiten Behandlung durch den Leistungserbringer schriftlich an die Zuzahlung erinnert werden. Zahlt der Patient auf die Zahlungsaufforderung bis zum Ende der Behandlungsserie bzw. bis zum Ablauf der Zahlungsfrist nicht, ist die zuständige Krankenkasse verpflichtet, den Betrag von dem Patienten selbst zu fordern. In diesem Fall stellt die Praxis der Krankenkasse im Rahmen der Abrechnung die Preise inkl. Zuzahlung in Rechnung.

Vordrucke für Aushänge/Aussteller oder einen Vermerk auf dem Terminzettel finden IFK-Mitglieder im physioservice.

Achtung: Für den Zeitraum 1. August 2021 bis 30. November 2021 erhöht sich durch die Berücksichtigung der Zahlbeträge auch der jeweilige Zuzahlungsbetrag pro Behandlung.

Detaillierte Informationen dazu finden IFK-Mitglieder im Merkblatt „Alles über Zuzahlungen“ (A 15).

Anerkennung des Vertrags

Alle Praxisinhaber, die ihre Zulassung vor dem Inkrafttreten des neuen Bundesrahmenvertrags (1. August 2021) erhalten haben, müssen dem neuen Vertrag binnen sechs Monaten zustimmen. Dann gilt die bereits erteilte Zulassung unverändert fort. Für IFK-Mitglieder übernehmen die Mitarbeiter der IFK-Zulassungsabteilung die Anerkennung selbstverständlich gern. Der IFK benötigt dazu jedoch eine ausgefüllte Einverständniserklärung (zur „Vollmacht IFK Zulassungsportal“).

Wichtig: Die Regelungen des neuen Bundesrahmenvertrags gelten ab dem 1. August 2021 einheitlich bundesweit – unabhängig davon, ob ein Praxisinhaber dem Vertrag bereits zugestimmt hat oder nicht! Die Anerkennung ist dennoch wichtig, damit bestehende Praxen ohne eine erneute Prüfung ihre Zulassung behalten (Bestandsschutz).

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