Krankenkassen im Rheinland verweigern Erhöhung

Das macht fassungslos: Nachdem die Berufsverbände der Physiotherapie – IFK, VDB, VPT und ZVK – am 10. Mai 2019 mit den Regionalkassen im Rheinland über die Ausgestaltung der im Vorjahr vereinbarten Vergütungserhöhung von 10,5 Prozent verhandelt haben, liegt jetzt die unerfreuliche Rückmeldung der Kassenvertreter vor. AOK Rheinland/Hamburg, BKK Nordwest, Bundesknappschaft sowie IKK classic vertreten den Standpunkt, sich nicht an die vertragliche Regelung aus dem Vorjahr halten zu müssen und möchten auf die Erhöhung komplett verzichten.

Damit verlassen sie den Weg einer guten Vertragspartnerschaft und widersetzen sich dem politischen Willen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG). Zudem gefährden sie auf diese Weise akut die Versorgung ihrer Versicherten mit physiotherapeutischen Leistungen, indem sie ganz offensichtlich die ernste Lage in der Branche weiter verkennen. Konkret bedeutet die Verweigerungshaltung der Kassen für die Physiotherapeuten bundesweit einen Verlust in Höhe von circa 90 Millionen Euro.
Die Berufsverbände bestehen daher weiter auf Umsetzung der vertraglichen Regelungen aus dem Vorjahr und haben die Kassen aufgefordert, sich an diese zu halten. Die Kassen können bis Ende Mai ihre Entscheidung zurücknehmen.

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