Koalitionsvertrag von SPD, Grüne und FDP vorgestellt

Am heutigen Mittwoch wurde der Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien für eine gemeinsame Bundesregierung veröffentlicht. SPD, Grüne und FDP präsentieren darin die genauen Pläne für ihre Zusammenarbeit.

Der Bereich Gesundheitswesen, der von der Arbeitsgruppe Gesundheit und Pflege vorbereitet wurde, hat im Koalitionsvertrag mehr Raum erhalten als ursprünglich angenommen. Die künftige Koalition plant demnach, die allgemeinen Arbeitsbedingungen der Gesundheitsberufe zu bessern. Konkret ist auch ein neues allgemeines Heilberufegesetz geplant. Einen großen Erfolg für die Heilmittelerbringer bedeutet das geplante Modellvorhaben zum Direktzugang für therapeutische Berufe. Diese Forderung, für die die Heilmittelerbringer schon lange kämpfen, findet nun endlich politische Beachtung.

 

Des Weiteren plant die Ampel-Koalition, die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzubringen. Das elektronische Gesundheitsberuferegister (eGBR) soll weiterentwickelt und die elektronische Patientenakte (ePA) eingeführt werden. Die Anbindung aller Akteure an die Telematikinfrastruktur steht ebenfalls auf dem Plan von SPD, Grünen und FDP.

 

 

Der IFK begrüßt zahlreiche der die verabschiedeten Punkte, von denen sich viele in den politischen Forderungen zur Bundestagswahl des Verbands wiederfinden. Die Koalition nimmt Heilmittelerbringer damit aktiv in den Blick und es ist zu erwarten, dass sich dadurch auch für die Physiotherapie in den kommenden vier Jahren einiges tun wird.

 

 

Die politischen Forderungen des IFK können in der „physiotherapie“ Ausgabe 3-21 nachgelesen werden.

 

Weitere Artikel

#IrgendwasMitGesundheit: Pflege- und Gesundheitsfachberufe im Überblick

2026 | 10.08. Ohne die Menschen, die in den Pflege- und Gesundheitsfachberufen arbeiten, geht in unserem Gesundheitswesen gar nichts. Unter dem Hashtag #IrgendwasMitGesundheit stellt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) gemeinsam mit Partnern aus dem Gesundheitswesen in den sozialen Medien die verschiedenen Berufe vor. Auch der IFK ist dabei und informiert über den Beruf des Physiotherapeuten.

Digitalisierung mit Mehrwert: IFK fordert eine zukunftsfähige elektronische Heilmittelverordnung

2026 | 06.08. Die Digitalisierung des Gesundheitswesens wird seit Jahren als Meilenstein für eine moderne und effiziente Versorgung angekündigt. Doch gerade bei der Vorbereitung der elektronischen Verordnung (eVO) für Heilmittelerbringer zeigt sich, wie groß die Lücke zwischen politischen Zielsetzungen und der Realität im Versorgungsalltag noch immer ist. Laut Gesetz soll die eVO zum 01.06.29 verpflichtend eingeführt werden. Auch wenn diese Frist erst vor Kurzem nach hinten verschoben wurde, bleibt die digitale Entwicklung aktuell hinter den Erwartungen zurück. 

Es bleibt spannend: Berufspolitisches Update beim Regionalforum in München

2026 | 05.08. Der Beschluss des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes, der Wechsel von Gesundheitsministerin Nina Warken ins Kanzleramt sowie die Benennung von Carsten Linnemann zum neuen Bundesgesundheitsminister – in den letzten Wochen war gesundheitspolitisch einiges los. Entsprechend umfangreich fiel das Branchenupdate aus, das IFK-Mitglieder im Rahmen des Regionalforums Süd erhielten.